Medizinische Fachbegriffe für Krankheiten und Grundbegriffe

Von Dr. Pascal Bafteh, Arzt · Stand 10/2026

Häufige Krankheitsbezeichnungen und die Grundbegriffe, mit denen in der Medizin Verlauf, Ursache und Häufigkeit von Erkrankungen beschrieben werden. Bei vielen Krankheiten führt ein Link zur ausführlichen Wissensseite.

Alle Begriffe A–ZKörperteile & AnatomieOrganeLage- & RichtungsbezeichnungenKrankheitszeichen & SymptomeUntersuchungen & DiagnostikAbkürzungen
akut plötzlich
Plötzlich einsetzend und meist von kurzer Dauer. Perakut = sehr plötzlich (Minuten), subakut = weniger heftig und über Tage bis Wochen.Herkunft: lat. acutus ‚spitz, scharf‘
chronisch lang andauernd
Langsam entstehend bzw. lang anhaltend (je nach Krankheit meist länger als einige Wochen bis Monate).Herkunft: griech. chronos ‚Zeit‘
rezidivierend wiederkehrend
Nach beschwerdefreien Phasen immer wieder auftretend; ein erneutes Auftreten heißt Rezidiv.Herkunft: lat. recidivus ‚wiederkehrend‘
persistierend anhaltend
Dauerhaft bestehend, ohne Pause.Herkunft: lat. persistere ‚verharren‘
progredient fortschreitend
Sich zunehmend verschlechternd. Gegenteil: regredient (rückläufig).Herkunft: lat. progredi ‚fortschreiten‘
foudroyant blitzartig
Extrem rasch und schwer verlaufend, z. B. eine foudroyante Sepsis.Herkunft: frz. foudroyer ‚wie ein Blitz treffen‘
Exazerbation akute Verschlechterung
Akute Verschlimmerung einer chronischen Erkrankung, z. B. bei COPD.Herkunft: lat. exacerbare ‚verschlimmern‘ Mehr: COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) →
Remission Rückgang der Krankheit
Teilweises oder vollständiges Abklingen der Krankheitszeichen, z. B. bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Leukämien.Herkunft: lat. remittere ‚nachlassen‘
Rezidiv Rückfall
Wiederauftreten einer Erkrankung nach Abheilung oder Remission.Herkunft: lat. recidivus ‚wiederkehrend‘
Ätiologie Ursache
Die Ursache einer Erkrankung bzw. die Lehre von den Krankheitsursachen.Herkunft: griech. aitia ‚Ursache‘ + logos ‚Lehre‘
Pathogenese Krankheitsentstehung
Die Entstehung und Entwicklung einer Krankheit.Herkunft: griech. pathos ‚Leiden‘ + genesis ‚Entstehung‘
Pathophysiologie gestörte Körperfunktion
Lehre von den krankhaft veränderten Körperfunktionen.Herkunft: griech. pathos ‚Leiden‘ + physiologia
Prognose Aussicht
Vorhersage über den voraussichtlichen Verlauf und Ausgang einer Erkrankung.Herkunft: griech. prognosis ‚Vorherwissen‘
Komorbidität Begleiterkrankung
Zusätzlich zur Grunderkrankung bestehende Erkrankungen.Herkunft: lat. co- ‚mit‘ + morbus ‚Krankheit‘
Morbidität Krankheitshäufigkeit
Häufigkeit einer Erkrankung in einer Bevölkerung.Herkunft: lat. morbus ‚Krankheit‘
Mortalität Sterberate
Anzahl der Todesfälle (an einer Krankheit) bezogen auf die gesamte Bevölkerung in einem Zeitraum.Herkunft: lat. mors, mortis ‚Tod‘
Letalität Tödlichkeit
Anteil der Erkrankten, die an einer bestimmten Krankheit sterben.Herkunft: lat. letalis ‚tödlich‘
Inzidenz Neuerkrankungen
Anzahl der Neuerkrankungen in einer Bevölkerung innerhalb eines bestimmten Zeitraums.Herkunft: lat. incidere ‚vorfallen‘
Prävalenz Krankheitsbestand
Anteil der Menschen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einer Krankheit leiden.Herkunft: lat. praevalere ‚überwiegen‘
idiopathisch ohne bekannte Ursache
Ohne erkennbare äußere Ursache entstanden (auch essenziell oder primär).Herkunft: griech. idios ‚eigen‘ + pathos ‚Leiden‘
iatrogen durch ärztliche Maßnahmen verursacht
Durch ärztliche Untersuchung oder Behandlung ausgelöst, z. B. eine Nebenwirkung.Herkunft: griech. iatros ‚Arzt‘ + gennan ‚erzeugen‘
kongenital angeboren
Bei der Geburt bereits vorhanden – nicht zwingend erblich.Herkunft: lat. congenitus ‚mitgeboren‘ Mehr: Angeborene Herzfehler (pränatal) →
hereditär erblich
Über die Gene vererbt.Herkunft: lat. hereditas ‚Erbschaft‘ Mehr: Hereditäre Sphärozytose (Kugelzellanämie) →
nosokomial im Krankenhaus erworben
Während eines Krankenhausaufenthalts erworben, z. B. eine nosokomiale Lungenentzündung.Herkunft: griech. nosokomeion ‚Krankenhaus‘ Mehr: Nosokomiale Pneumonie (HAP/VAP) →
benigne gutartig
Gutartig: langsames, verdrängendes Wachstum ohne Metastasen. Gegenteil: maligne.Herkunft: lat. benignus ‚gutartig‘
maligne bösartig
Bösartig: in umliegendes Gewebe einwachsend (invasiv) und mit der Fähigkeit, Tochtergeschwülste zu bilden.Herkunft: lat. malignus ‚bösartig‘
Tumor Schwellung bzw. Geschwulst
Ursprünglich jede Schwellung (eines der klassischen Entzündungszeichen), heute meist eine Gewebeneubildung, gutartig oder bösartig.Herkunft: lat. tumor ‚Schwellung‘
Neoplasie Neubildung
Gewebeneubildung durch unkontrolliertes Zellwachstum, gutartig oder bösartig.Herkunft: griech. neos ‚neu‘ + plasis ‚Bildung‘
Karzinom Krebs
Bösartiger Tumor, der von Deckgewebe (Epithel) ausgeht, z. B. Brust-, Darm- oder Lungenkrebs (Abkürzung Ca).Herkunft: griech. karkinos ‚Krebs‘ Mehr: Lungenkarzinom (Bronchialkarzinom) →
Sarkom Weichteil- oder Knochenkrebs
Bösartiger Tumor, der von Binde-, Stütz- oder Muskelgewebe ausgeht.Herkunft: griech. sarx, sarkos ‚Fleisch‘ Mehr: Uterussarkom (Leiomyosarkom) →
Metastase Tochtergeschwulst
Absiedlung eines bösartigen Tumors an anderer Stelle über Blut- oder Lymphwege.Herkunft: griech. metastasis ‚Wanderung‘
Dysplasie Zellveränderung
Fehlbildung bzw. Gewebeveränderung mit abweichenden Zellen; in der Krebsvorsorge eine mögliche Vorstufe von Krebs.Herkunft: griech. dys- ‚gestört‘ + plasis ‚Bildung‘ Mehr: Zervixdysplasie (CIN) →
Hyperplasie Vergrößerung durch Zellvermehrung
Vergrößerung eines Gewebes durch Vermehrung der Zellzahl.Herkunft: griech. hyper ‚über‘ + plasis ‚Bildung‘ Mehr: Endometriumhyperplasie →
Hypertrophie Vergrößerung der Zellen
Vergrößerung eines Gewebes durch Zunahme der Zellgröße bei gleicher Zellzahl, z. B. Muskelaufbau. Nicht verwechseln mit Hypertonie.Herkunft: griech. hyper ‚über‘ + trophe ‚Ernährung‘
Atrophie Schwund
Rückbildung eines Gewebes oder Organs, z. B. Muskelschwund nach Ruhigstellung.Herkunft: griech. a- ‚nicht‘ + trophe ‚Ernährung‘
Nekrose abgestorbenes Gewebe
Ungeordneter Zelltod durch Schädigung, der eine Entzündung auslöst – im Gegensatz zur Apoptose.Herkunft: griech. nekros ‚tot‘
Apoptose programmierter Zelltod
Geordneter, vom Körper gesteuerter Zelltod ohne Entzündungsreaktion.Herkunft: griech. apoptosis ‚Abfallen‘
Inflammation Entzündung
Abwehrreaktion des Körpers auf einen schädigenden Reiz; Kardinalzeichen sind Rubor (Rötung), Calor (Wärme), Tumor (Schwellung), Dolor (Schmerz) und Functio laesa (gestörte Funktion). Die Endung -itis bezeichnet eine Entzündung.Herkunft: lat. inflammare ‚entzünden‘
Infektion Ansteckung
Eindringen und Vermehrung von Krankheitserregern (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) im Körper.Herkunft: lat. inficere ‚vergiften, anstecken‘
Sepsis Blutvergiftung
Lebensbedrohliche Organfunktionsstörung durch eine fehlgesteuerte Reaktion des Körpers auf eine Infektion.Herkunft: griech. sepsis ‚Fäulnis‘ Mehr: Sepsis und septischer Schock →
Abszess Eiterbeule
Abgekapselte Eiteransammlung in einem neu entstandenen Gewebehohlraum.Herkunft: lat. abscessus ‚Weggang‘ Mehr: Mammaabszess →
Phlegmone flächige Eiterentzündung
Sich flächig im Gewebe ausbreitende, nicht abgekapselte eitrige Entzündung.Herkunft: griech. phlegmone ‚Entzündung‘
Fistel krankhafter Verbindungsgang
Röhrenförmige, nicht natürliche Verbindung zwischen einem Hohlorgan und der Körperoberfläche oder einem anderen Hohlorgan.Herkunft: lat. fistula ‚Rohr‘ Mehr: Urogenitalfisteln (vesikovaginale Fistel) →
Ischämie Minderdurchblutung
Verminderte oder aufgehobene Durchblutung eines Gewebes mit Sauerstoffmangel.Herkunft: griech. ischein ‚zurückhalten‘ + haima ‚Blut‘ Mehr: Akute Mesenterialischämie →
Infarkt Gewebsuntergang durch Gefäßverschluss
Absterben von Gewebe infolge einer Ischämie, z. B. Herz- oder Hirninfarkt.Herkunft: lat. infarcire ‚hineinstopfen‘ Mehr: Akutes Koronarsyndrom (Herzinfarkt, STEMI/NSTEMI) →
Thrombose Blutgerinnsel
Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in einem Blutgefäß, das dieses ganz oder teilweise verschließt.Herkunft: griech. thrombos ‚Klumpen‘ Mehr: Tiefe Venenthrombose →
Embolie Gefäßverstopfung durch verschlepptes Material
Verschluss eines Gefäßes durch mit dem Blut verschlepptes Material, meist ein Blutgerinnsel.Herkunft: griech. embolos ‚Pfropf‘ Mehr: Lungenembolie →
Stenose Verengung
Verengung eines Gefäßes, einer Herzklappe oder eines Hohlorgans.Herkunft: griech. stenosis ‚Verengung‘ Mehr: Karotisstenose →
Insuffizienz Schwäche, Undichtigkeit
Ungenügende Funktion eines Organs (z. B. Herz- oder Niereninsuffizienz) oder Undichtigkeit einer Herzklappe.Herkunft: lat. insufficientia ‚Unzulänglichkeit‘ Mehr: Aortenklappeninsuffizienz →
Aneurysma Gefäßaussackung
Krankhafte Ausweitung einer Arterienwand, z. B. an der Bauchaorta oder an Hirngefäßen.Herkunft: griech. aneurysma ‚Erweiterung‘ Mehr: Bauchaortenaneurysma →
Varize Krampfader
Erweiterte, geschlängelte oberflächliche Vene, meist an den Beinen.Herkunft: lat. varix ‚Krampfader‘ Mehr: Varikose (Krampfadern) →
Hernie Bruch (Eingeweidebruch)
Austritt von Eingeweiden durch eine Lücke der Bauchwand oder des Zwerchfells, z. B. Leisten- oder Nabelbruch.Herkunft: lat. hernia ‚Bruch‘ Mehr: Hiatushernie →
Fraktur Knochenbruch
Unterbrechung der Kontinuität eines Knochens, z. B. distale Radiusfraktur (Speichenbruch nahe dem Handgelenk).Herkunft: lat. fractura ‚Bruch‘
Luxation Ausrenkung
Vollständiger Kontaktverlust der Gelenkflächen, z. B. ausgekugelte Schulter.Herkunft: lat. luxare ‚verrenken‘
Distorsion Verstauchung
Verletzung eines Gelenks durch Überdehnung der Bänder, z. B. Umknicken am Sprunggelenk.Herkunft: lat. distorquere ‚verdrehen‘
Kontusion Prellung
Verletzung durch stumpfe Gewalt ohne offene Wunde.Herkunft: lat. contundere ‚zerschlagen‘
Ruptur Riss
Zerreißung von Gewebe, z. B. Achillessehnenruptur oder Milzruptur.Herkunft: lat. rumpere ‚zerreißen‘ Mehr: Uterusruptur →
Polytrauma Mehrfachverletzung
Gleichzeitige Verletzung mehrerer Körperregionen, von denen mindestens eine oder die Kombination lebensbedrohlich ist.Herkunft: griech. polys ‚viel‘ + trauma ‚Wunde‘
Syndrom Krankheitsbild aus mehreren Zeichen
Gruppe von gleichzeitig auftretenden Krankheitszeichen, die typisch zusammengehören.Herkunft: griech. syndrome ‚Zusammenlauf‘
Allergie
Überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe (Allergene), z. B. Pollen.Herkunft: griech. allos ‚anders‘ + ergon ‚Werk‘ Mehr: Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) →
Anaphylaxie schwere allergische Reaktion
Akute, lebensbedrohliche allergische Allgemeinreaktion mit Beteiligung von Haut, Atemwegen und Kreislauf.Herkunft: griech. ana ‚wieder‘ + phylaxis ‚Schutz‘ Mehr: Anaphylaxie →
Autoimmunerkrankung Abwehr gegen den eigenen Körper
Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift, z. B. Hashimoto-Thyreoiditis oder Lupus.Herkunft: griech. autos ‚selbst‘ + lat. immunis ‚frei‘ Mehr: Systemischer Lupus erythematodes (SLE) →
Appendizitis Blinddarmentzündung
Entzündung des Wurmfortsatzes; typisch sind Schmerzen, die vom Nabel in den rechten Unterbauch wandern.Herkunft: lat. appendix ‚Anhängsel‘ + -itis
Pneumonie Lungenentzündung
Entzündung des Lungengewebes, meist durch Bakterien oder Viren.Herkunft: griech. pneumon ‚Lunge‘ Mehr: Ambulant erworbene Pneumonie →
Asthma bronchiale Asthma
Chronisch-entzündliche Atemwegserkrankung mit anfallsartiger, umkehrbarer Verengung der Bronchien.Herkunft: griech. asthma ‚Keuchen‘ Mehr: Asthma bronchiale →
Herzinsuffizienz Herzschwäche
Das Herz kann den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen; typisch sind Luftnot und Beinödeme.Herkunft: lat. insufficientia ‚Unzulänglichkeit‘ Mehr: Herzinsuffizienz →
Myokardinfarkt Herzinfarkt
Absterben von Herzmuskelgewebe durch Verschluss eines Herzkranzgefäßes.Herkunft: griech. mys + kardia; lat. infarcire Mehr: Akutes Koronarsyndrom (Herzinfarkt, STEMI/NSTEMI) →
Apoplex Schlaganfall
Plötzliche Durchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn mit neurologischen Ausfällen wie Halbseitenlähmung oder Sprachstörung (auch Insult).Herkunft: griech. apoplexia ‚Schlaganfall‘
Transitorische ischämische Attacke vorübergehende Durchblutungsstörung im Gehirn
Kurzzeitige Schlaganfallsymptome, die sich vollständig zurückbilden (Abkürzung TIA) – ein ernstes Warnzeichen für einen drohenden Schlaganfall.Herkunft: lat. transire ‚vorübergehen‘ Mehr: Karotisstenose →
Vorhofflimmern unregelmäßiger Herzschlag
Häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung mit ungeordneter Vorhoferregung und unregelmäßigem Puls (Abkürzung VHF). Mehr: Vorhofflimmern →
Diabetes mellitus Zuckerkrankheit
Chronische Stoffwechselerkrankung mit erhöhtem Blutzucker; Typ 1 durch Insulinmangel, Typ 2 vor allem durch verminderte Insulinwirkung.Herkunft: griech. diabetes ‚Durchfluss‘; lat. mellitus ‚honigsüß‘ Mehr: Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) →
Hyperthyreose Schilddrüsenüberfunktion
Überfunktion der Schilddrüse mit Herzrasen, Unruhe, Gewichtsverlust und Wärmeintoleranz.Herkunft: griech. hyper ‚über‘ + thyreoeides ‚Schilddrüse‘ Mehr: Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) →
Hypothyreose Schilddrüsenunterfunktion
Unterfunktion der Schilddrüse mit Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit und Gewichtszunahme.Herkunft: griech. hypo ‚unter‘ + thyreoeides Mehr: Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) →
Gastritis Magenschleimhautentzündung
Entzündung der Magenschleimhaut, z. B. durch Helicobacter pylori.Herkunft: griech. gaster ‚Magen‘ + -itis Mehr: Gastritis (Typ A, B und C) →
Ulcus ventriculi Magengeschwür
Tiefer Defekt der Magenschleimhaut; am Zwölffingerdarm heißt er Ulcus duodeni.Herkunft: lat. ulcus ‚Geschwür‘ + ventriculus ‚Magen‘ Mehr: Gastroduodenale Ulkuskrankheit →
Cholezystolithiasis Gallensteine
Steine in der Gallenblase; sie verursachen oft keine Beschwerden, können aber Koliken auslösen.Herkunft: griech. chole ‚Galle‘ + kystis ‚Blase‘ + lithos ‚Stein‘ Mehr: Cholezystolithiasis und akute Cholezystitis →
Pankreatitis Bauchspeicheldrüsenentzündung
Entzündung der Bauchspeicheldrüse, akut mit starken gürtelförmigen Oberbauchschmerzen.Herkunft: griech. pankreas + -itis Mehr: Akute Pankreatitis →
Divertikulitis Entzündung von Darmausstülpungen
Entzündung von Ausstülpungen der Darmwand (Divertikeln), meist im Sigma mit Schmerzen im linken Unterbauch.Herkunft: lat. diverticulum ‚Abweg‘ + -itis Mehr: Divertikelkrankheit und Divertikulitis →
Colitis ulcerosa chronische Dickdarmentzündung
Chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die vom Enddarm ausgehend die Dickdarmschleimhaut befällt.Herkunft: griech. kolon + -itis; lat. ulcerosus ‚geschwürig‘ Mehr: Colitis ulcerosa →
Morbus Crohn chronische Darmentzündung
Chronisch-entzündliche Erkrankung, die den gesamten Verdauungstrakt abschnittsweise und alle Wandschichten befallen kann.Herkunft: lat. morbus ‚Krankheit‘; nach B. B. Crohn Mehr: Morbus Crohn →
Leberzirrhose Schrumpfleber
Endstadium chronischer Lebererkrankungen mit bindegewebigem Umbau und Funktionsverlust der Leber.Herkunft: griech. kirrhos ‚gelbbraun‘ Mehr: Leberzirrhose →
Hepatitis Leberentzündung
Entzündung der Leber, z. B. durch Viren (Hepatitis A bis E), Alkohol oder Autoimmunprozesse.Herkunft: griech. hepar ‚Leber‘ + -itis Mehr: Hepatitis B →
Zystitis Blasenentzündung
Entzündung der Harnblase mit Brennen beim Wasserlassen und häufigem Harndrang.Herkunft: griech. kystis ‚Blase‘ + -itis Mehr: Harnwegsinfektion und Zystitis →
Pyelonephritis Nierenbeckenentzündung
Bakterielle Entzündung von Nierenbecken und Nierengewebe, meist mit Fieber und Flankenschmerz.Herkunft: griech. pyelos ‚Becken‘ + nephros ‚Niere‘ + -itis Mehr: Akute Pyelonephritis →
Urolithiasis Harnsteinleiden
Steinbildung in Niere oder ableitenden Harnwegen (Nephrolithiasis = Nierensteine).Herkunft: griech. ouron ‚Harn‘ + lithos ‚Stein‘ Mehr: Nephrolithiasis (Nierensteine) →
Niereninsuffizienz Nierenschwäche
Eingeschränkte Nierenfunktion, akut oder chronisch.Herkunft: lat. ren ‚Niere‘ Mehr: Chronische Nierenkrankheit (chronische Niereninsuffizienz) →
Leukämie Blutkrebs
Bösartige Erkrankung der blutbildenden Zellen mit unkontrollierter Vermehrung weißer Blutkörperchen oder ihrer Vorstufen.Herkunft: griech. leukos ‚weiß‘ + haima ‚Blut‘ Mehr: Akute myeloische Leukämie (AML) →
Lymphom Lymphdrüsenkrebs
Bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, z. B. Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome.Herkunft: lat. lympha ‚Wasser‘ + -om Mehr: Non-Hodgkin-Lymphome →
Tiefe Venenthrombose Thrombose im Bein
Blutgerinnsel in einer tiefen Vene, meist im Bein, mit Schwellung und Schmerz (Abkürzung TVT); Gefahr der Lungenembolie. Mehr: Tiefe Venenthrombose →
Lungenembolie Gerinnsel in der Lunge
Verschluss einer Lungenarterie durch ein meist aus den Beinvenen verschlepptes Blutgerinnsel.Herkunft: griech. embolos ‚Pfropf‘ Mehr: Lungenembolie →
Arteriosklerose Gefäßverkalkung
Verhärtung und Verengung der Arterien durch Ablagerungen in der Gefäßwand; Grundlage von Herzinfarkt, Schlaganfall und pAVK.Herkunft: griech. arteria + skleros ‚hart‘ Mehr: Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) →
Arthrose Gelenkverschleiß
Degenerative Gelenkerkrankung mit Abbau des Gelenkknorpels, z. B. Kox- oder Gonarthrose (Hüfte, Knie).Herkunft: griech. arthron ‚Gelenk‘ + -ose
Arthritis Gelenkentzündung
Entzündung eines oder mehrerer Gelenke mit Schwellung, Überwärmung und Schmerz.Herkunft: griech. arthron ‚Gelenk‘ + -itis Mehr: Rheumatoide Arthritis →
Osteoporose Knochenschwund
Verminderte Knochenmasse mit erhöhtem Risiko für Brüche schon bei geringer Belastung (Fragilitätsfrakturen).Herkunft: griech. osteon ‚Knochen‘ + poros ‚Pore‘ Mehr: Osteoporose →
Gicht
Stoffwechselerkrankung mit erhöhter Harnsäure und Ablagerung von Harnsäurekristallen, typisch ein akut entzündetes Großzehengrundgelenk (Arthritis urica). Mehr: Gicht (Arthritis urica) →
Epilepsie Anfallsleiden
Erkrankung des Gehirns mit wiederholten, nicht provozierten epileptischen Anfällen.Herkunft: griech. epilepsia ‚Anfall‘ Mehr: Epilepsie in der Schwangerschaft →
Meningitis Hirnhautentzündung
Entzündung der Hirnhäute mit Kopfschmerz, Fieber und Nackensteife – ein Notfall.Herkunft: griech. meninx ‚Hirnhaut‘ + -itis Mehr: Bakterielle Meningitis →
Ekzem juckender Hautausschlag
Nicht ansteckende, juckende Entzündung der Haut, z. B. Kontaktekzem oder atopisches Ekzem (Neurodermitis).Herkunft: griech. ekzema ‚das Aufgekochte‘ Mehr: Atopische Dermatitis (Neurodermitis) →
Psoriasis Schuppenflechte
Chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit scharf begrenzten, rötlichen, silbrig schuppenden Plaques.Herkunft: griech. psora ‚Krätze, Jucken‘ Mehr: Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) →
Herpes zoster Gürtelrose
Reaktivierung des Windpockenvirus mit schmerzhaftem, bläschenförmigem Ausschlag in einem Hautsegment.Herkunft: griech. herpein ‚kriechen‘ + zoster ‚Gürtel‘ Mehr: Herpes zoster →
Erysipel Wundrose
Bakterielle Infektion der Haut mit scharf begrenzter, überwärmter Rötung, oft mit Fieber.Herkunft: griech. erysipelas ‚rote Haut‘ Mehr: Erysipel →
Melanom schwarzer Hautkrebs
Bösartiger Tumor der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten), meist an der Haut.Herkunft: griech. melas ‚schwarz‘ + -om Mehr: Malignes Melanom →
Basalzellkarzinom heller (weißer) Hautkrebs
Häufigster bösartiger Hauttumor, der langsam und lokal zerstörend wächst und sehr selten Metastasen bildet (früher Basaliom). Mehr: Basalzellkarzinom (Basaliom) →
Endometriose verstreute Gebärmutterschleimhaut
Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter, typisch mit starken Regelschmerzen.Herkunft: griech. endon ‚innen‘ + metra ‚Gebärmutter‘ + -ose Mehr: Endometriose →
Präeklampsie Schwangerschaftsvergiftung
Schwangerschaftserkrankung mit neu aufgetretenem Bluthochdruck und Organbeteiligung, z. B. Eiweiß im Urin; Eklampsie = Krampfanfall als schwerste Form.Herkunft: griech. prae ‚vor‘ + eklampsis ‚Aufleuchten‘ Mehr: Präeklampsie →
Gestationsdiabetes Schwangerschaftsdiabetes
Erstmals in der Schwangerschaft festgestellte Störung des Zuckerstoffwechsels.Herkunft: lat. gestatio ‚das Tragen‘ Mehr: Gestationsdiabetes (GDM) →
Mammakarzinom Brustkrebs
Bösartiger Tumor der Brustdrüse, häufigste Krebserkrankung der Frau.Herkunft: lat. mamma ‚Brust‘ + griech. karkinos Mehr: Mammakarzinom →

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