Medizinische Fachbegriffe für die Fachsprachprüfung

In der Fachsprachprüfung musst du zwischen Patientensprache und Fachsprache wechseln: im Gespräch verständlich, im Arztbrief und bei der Übergabe fachlich korrekt. Hier findest du beides – und die wichtigsten Fachbegriffe in 12 Sprachen.

Fachbegriffe in deiner Sprache

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Patientensprache → Fachsprache

Symptome

Patient sagtFachspracheSo im Arztbrief
Mir ist schwindeligSchwindel (Vertigo)Der Patient berichtet über rezidivierenden Schwindel beim raschen Aufstehen.
Mir ist übelÜbelkeit (Nausea)Die Patientin klagt seit dem Frühstück über Übelkeit.
Ich habe mich übergebenErbrechen (Emesis)Der Patient berichtet über einmaliges Erbrechen heute Morgen.
Mir tut der Bauch wehAbdominalschmerzenDer Patient klagt über diffuse Abdominalschmerzen im rechten Unterbauch.
Ich habe DurchfallDiarrhoeSeit zwei Tagen besteht eine wässrige Diarrhoe ohne Blutbeimengung.
Ich bin verstopftObstipationDie Patientin berichtet über eine seit einer Woche bestehende Obstipation.
Ich habe FieberFieberBei Aufnahme bestand Fieber bis 39,2 °C.
Mir ist kalt und ich zittereSchüttelfrostDer Patient gibt Schüttelfrost vor Fieberanstieg an.
Ich bin außer AtemDyspnoe (Atemnot)Unter Belastung tritt zunehmende Dyspnoe auf.
Ich habe HerzrasenTachykardie / PalpitationenDie Patientin beschreibt anfallsartige Palpitationen mit Tachykardie.
Mein Herz stolpertHerzrhythmusstörung (Arrhythmie)Im EKG zeigte sich eine intermittierende Arrhythmie.
Ich habe KopfschmerzenCephalgieDie Patientin leidet unter pochender Cephalgie im Stirnbereich.
Mir ist alles schwarz vor Augen gewordenSynkopeDer Patient erlitt eine kurze Synkope beim Aufstehen.
Ich habe einen AusschlagExanthemAm Stamm zeigt sich ein makulopapulöses Exanthem.
Meine Haut jucktPruritusDie Patientin klagt über generalisierten Pruritus, besonders nachts.
Ich habe blaue FleckenHämatomeAm Unterschenkel finden sich multiple Hämatome unklarer Genese.
Meine Haut ist gelb gewordenIkterusBei der Untersuchung fällt ein deutlicher Ikterus der Skleren auf.
Ich kann nachts nicht schlafenInsomnieSeit dem Klinikaufenthalt besteht eine ausgeprägte Insomnie.
Ich bin dauernd müde und schlappFatigue / AbgeschlagenheitDie Patientin berichtet über zunehmende Fatigue seit Wochen.
Ich habe abgenommen, ohne es zu wollenUngewollter GewichtsverlustAnamnestisch zeigt sich ein ungewollter Gewichtsverlust von 6 kg in drei Monaten.
Meine Nase ist zuNasenobstruktion (Rhinitis)Bei akuter Rhinitis besteht eine deutliche Nasenobstruktion.
Ich habe HalsschmerzenPharyngitisDie klinische Untersuchung ergibt eine gerötete Pharyngitis.
Ich huste ständigHusten (Tussis)Seit einer Woche besteht ein trockener, quälender Husten.
Meine Beine sind so dick gewordenperiphere ÖdemeBeidseits zeigen sich eindrückbare periphere Ödeme.
Ich habe Blut im UrinHämaturieIm Urinstatus zeigt sich eine mikroskopische Hämaturie.

Körperteile

Patient sagtFachspracheSo im Arztbrief
Das SchlüsselbeinClaviculaIm Röntgenbild zeigt sich eine Fraktur der Clavicula.
Das SchulterblattScapulaDer Patient klagt über Druckschmerz über der Scapula.
Der BrustkorbThoraxDer Thorax ist symmetrisch, ohne äußere Verletzungszeichen.
Die RippenCostaeBei Palpation der Costae besteht ein lokaler Druckschmerz.
Das Kreuz / der untere RückenLumbalregion (LWS)Die Patientin berichtet über Schmerzen in der Lumbalregion.
Das SchienbeinTibiaIm CT zeigt sich eine dislozierte Fraktur der Tibia.
Die KniescheibePatellaNach dem Sturz besteht ein Hämatom über der Patella.
Das HandgelenkArticulatio radiocarpalisDie Beweglichkeit der Articulatio radiocarpalis ist schmerzbedingt eingeschränkt.
Der EllenbogenArticulatio cubitiDie Articulatio cubiti zeigt eine Schwellung nach dem Sturz.
Die AchillessehneTendo calcaneusDer Patient berichtet über einen stechenden Schmerz am Tendo calcaneus.
Die LeisteInguinalregionIn der Inguinalregion tastet sich eine schmerzhafte Vorwölbung.
Der RachenPharynxDer Pharynx ist gerötet, die Tonsillen sind vergrößert.
Die LuftröhreTracheaDie Trachea steht mittelständig, keine Verlagerung sichtbar.
Die SpeiseröhreÖsophagusIn der Gastroskopie zeigt sich eine Entzündung des Ösophagus.
Der BlinddarmAppendix vermiformisDer Verdacht auf eine entzündete Appendix vermiformis besteht bei rechtsseitigem Unterbauchschmerz.
Die BauchspeicheldrüsePankreasDie Lipase-Erhöhung spricht für eine Entzündung des Pankreas.
Das SteißbeinOs coccygisNach dem Sturz auf das Gesäß klagt die Patientin über Schmerzen am Os coccygis.
Der FußknöchelMalleolusÜber dem Malleolus lateralis besteht eine deutliche Schwellung.

Untersuchung

Patient sagtFachspracheSo im Arztbrief
Das Herz abhörenAuskultation des HerzensBei der Auskultation des Herzens fällt ein systolisches Geräusch auf.
Den Blutdruck messenBlutdruckmessung (RR-Messung)Die Blutdruckmessung ergibt Werte von 150/95 mmHg.
Den Bauch abtastenPalpation des AbdomensBei der Palpation des Abdomens besteht ein Druckschmerz im Epigastrium.
AbklopfenPerkussionDie Perkussion der Lunge ergibt einen hypersonoren Klopfschall.
Ein Röntgenbild machenRöntgenaufnahme (Radiographie)Zum Frakturausschluss wird eine Röntgenaufnahme des Handgelenks veranlasst.
Ultraschall machenSonographieDie Sonographie des Abdomens zeigt eine unauffällige Gallenblase.
Eine Magenspiegelung machenGastroskopie (ÖGD)Zur Abklärung der Beschwerden wird eine Gastroskopie durchgeführt.
Eine Darmspiegelung machenKoloskopieIm Rahmen der Vorsorge wird eine Koloskopie empfohlen.
Ein EKG schreibenElektrokardiogramm ableitenBei Aufnahme wird umgehend ein Elektrokardiogramm abgeleitet.
Die Reflexe testenPrüfung der MuskeleigenreflexeBei der Prüfung der Muskeleigenreflexe zeigt sich ein seitengleicher Befund.
In den Becher Wasser lassenUringewinnung (Spontanurin)Für den Urinstatus wird eine Uringewinnung als Spontanurin veranlasst.
Einen Abstrich machenAbstrichentnahmeZum Erregernachweis erfolgt eine Abstrichentnahme aus dem Rachen.

Abläufe/Organisation

Patient sagtFachspracheSo im Arztbrief
Eine Überweisung zum FacharztÜberweisungDie Patientin erhält eine Überweisung zum Kardiologen.
Ins Krankenhaus eingewiesen werdenstationäre EinweisungDer Hausarzt veranlasst eine stationäre Einweisung bei Verdacht auf Pneumonie.
Nach Hause dürfenEntlassungBei stabilem Befund ist die Entlassung für morgen geplant.
Auf eine andere Station kommenVerlegungNach Stabilisierung erfolgt die Verlegung auf die Normalstation.
Eine Krankschreibung bekommenArbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU)Die Patientin erhält eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für eine Woche.
Im Wartezimmer sitzenWartebereichBitte nehmen Sie im Wartebereich Platz, Sie werden aufgerufen.
Eine Sprechstunde beim Arztambulante SprechstundeDie Kontrolle erfolgt in der ambulanten Sprechstunde nächste Woche.
In die Notaufnahme kommenZentrale Notaufnahme (ZNA)Der Patient wird mit Thoraxschmerzen in die Zentrale Notaufnahme gebracht.
Der Arzt vom Wochenenddienstärztlicher BereitschaftsdienstAußerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig.
Ein anderer Facharzt schaut sich das anKonsilBei unklarem Hautbefund wird ein dermatologisches Konsil angefordert.
Eine Bescheinigung für den Arbeitgeberärztliches AttestAuf Wunsch stellt die Praxis ein ärztliches Attest aus.
Noch mal zur Kontrolle kommenKontrolluntersuchungEine Kontrolluntersuchung ist in vier Wochen vorgesehen.
Das AufnahmegesprächAnamneseerhebung bei stationärer AufnahmeBei der Anamneseerhebung bei stationärer Aufnahme werden Vorerkrankungen erfasst.

Höflichkeit/Kommunikation

Patient sagtFachspracheSo im Arztbrief
„Was ham Sie denn?“„Was führt Sie zu uns?“Statt „Was ham Sie denn?“ fragt man höflich: „Guten Tag, was führt Sie zu uns?“
„Was fehlt Ihnen?“„Welche Beschwerden bestehen aktuell?“Zu Beginn des Gesprächs fragt der Arzt: „Welche Beschwerden bestehen aktuell?“
„Zeigen Sie mal den Arm“„Darf ich bitte Ihren Arm untersuchen?“Vor der Untersuchung bittet die Ärztin höflich: „Darf ich bitte Ihren Arm untersuchen?“
„Halten Sie mal still“„Bitte halten Sie kurz still.“Während der Untersuchung sagt die Pflegekraft: „Bitte halten Sie kurz still.“
„Das pikst gleich“„Sie werden gleich einen kurzen Einstich spüren.“Vor der Blutentnahme erklärt die Ärztin: „Sie werden gleich einen kurzen Einstich spüren.“
„Alles klar?“„Haben Sie noch Fragen dazu?“Am Ende des Gesprächs fragt der Arzt: „Haben Sie noch Fragen dazu?“
„Kommen Sie mit“„Bitte folgen Sie mir.“Die Pflegekraft führt den Patienten mit den Worten „Bitte folgen Sie mir“ ins Untersuchungszimmer.
„Setzen Sie sich“„Bitte nehmen Sie Platz.“Zu Beginn des Gesprächs sagt der Arzt: „Bitte nehmen Sie Platz.“
„Sagen Sie Bescheid, wenn's wehtut“„Bitte teilen Sie mir mit, sobald Schmerzen auftreten.“Während der Untersuchung bittet die Ärztin: „Bitte teilen Sie mir mit, sobald Schmerzen auftreten.“
„Tut mir leid wegen der Wartezeit“„Entschuldigen Sie bitte die Wartezeit.“Beim Betreten des Zimmers entschuldigt sich der Arzt: „Entschuldigen Sie bitte die Wartezeit.“
„Gute Besserung“„Ich wünsche Ihnen gute Besserung.“Zum Abschied sagt die Ärztin: „Ich wünsche Ihnen gute Besserung.“
„Haben Sie das verstanden?“„Konnte ich Ihnen das verständlich erklären?“Nach der Diagnoseerklärung fragt der Arzt: „Konnte ich Ihnen das verständlich erklären?“
„Machen Sie sich frei“„Bitte entkleiden Sie sich bis auf die Unterwäsche.“Vor der körperlichen Untersuchung bittet die Ärztin: „Bitte entkleiden Sie sich bis auf die Unterwäsche.“
„Wir schauen mal“„Ich werde Sie nun körperlich untersuchen.“Der Arzt kündigt an: „Ich werde Sie nun körperlich untersuchen.“
„Sie können sich wieder anziehen“„Sie können sich jetzt wieder ankleiden.“Nach der Untersuchung sagt die Ärztin: „Sie können sich jetzt wieder ankleiden.“

Medikamente

Patient sagtFachspracheSo im Arztbrief
Ein BeruhigungsmittelAnxiolytikumVor dem Eingriff erhielt die Patientin ein leichtes Anxiolytikum.
HustensaftAntitussivumBei quälendem Reizhusten wird ein Antitussivum empfohlen.
Nasenspraynasales DekongestivumBei starker Nasenobstruktion hilft kurzfristig ein nasales Dekongestivum.
Ein ZäpfchenSuppositoriumBei Fieber erhält das Kind ein Suppositorium mit Paracetamol.

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