Hiatushernie
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- Zwerchfellbruch, Hiatusgleithernie, axiale Hernie, paraösophageale Hernie, Upside-down-Magen, Thoraxmagen
- Fachgebiet
- Innere Medizin · Gastroenterologie
- Bilder
- Röntgen 2 · Endoskopie 1 · CT 1
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (4)
Röntgen
Röntgen
Endoskopie
CTDefinition
Eine Hiatushernie ist eine Vorwölbung des Magens durch den Hiatus oesophageus des Zwerchfells in den Brustraum. Die meisten Hiatushernien verursachen keine Beschwerden; ein vermehrter Säurereflux kann jedoch zu den Symptomen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit führen.
Einteilung
- Axiale Gleithernie (häufigste Form): Der ösophagogastrale Übergang und ein Teil des Magens liegen oberhalb des Zwerchfells.
- Paraösophageale Hernie: Der ösophagogastrale Übergang liegt an normaler Stelle, ein Teil des Magens liegt neben der Speiseröhre im Zwerchfellhiatus.
- Mischformen und Hernien mit weiteren Organen: seltener; Hiatushernien können sowohl eine Gleit- als auch eine paraösophageale Komponente haben oder andere Organe enthalten.
Vorkommen & Epidemiologie
Die axiale Gleithernie ist ein häufiger Zufallsbefund in der Bildgebung. Bis zu etwa 94 % der Menschen mit gastroösophagealer Refluxkrankheit haben eine Hiatushernie unterschiedlichen Ausmaßes, und bis zu etwa 67 % der Menschen mit Hiatushernie haben eine Refluxkrankheit; der Zusammenhang zwischen Hernie und Beschwerden ist daher unklar.
Ätiopathogenese
Die Ursache ist meist unbekannt. Vermutet wird eine erworbene Dehnung der bindegewebigen Verbindungen zwischen Speiseröhre und Zwerchfell im Bereich des Hiatus, also der Öffnung, durch die die Speiseröhre das Zwerchfell durchtritt. Ein insuffizienter Übergang begünstigt den gastroösophagealen Reflux; zu den Schutzfaktoren gehören die Wirkung des Zwerchfells und der Winkel zwischen Speiseröhre und Kardia.
Klinik
- Gleithernie: meist beschwerdefrei; Thoraxschmerz und andere Refluxbeschwerden wie Sodbrennen sind möglich.
- Paraösophageale Hernie: meist ebenfalls beschwerdefrei, kann aber im Gegensatz zur Gleithernie inkarzerieren und strangulieren.
- Blutung: selten bei beiden Formen, okkult oder massiv.
Diagnostik
- Röntgen-Breischluck: bevorzugte Untersuchung; die axiale Länge der Hernie lässt sich bestimmen.
- Ösophagogastroduodenoskopie: zeigt die Hernie ebenfalls, ist aber weniger sensitiv als der Breischluck; zugleich Beurteilung von Refluxösophagitis und Barrett-Ösophagus.
- Hochauflösende Manometrie: ergänzend, um die Sensitivität von Breischluck oder Endoskopie zu erhöhen.
- Zufallsbefund: Hiatushernien werden häufig auf Röntgen-Thorax-Aufnahmen oder in CT-Untersuchungen von Thorax oder Abdomen entdeckt.
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Weiterführende Literatur (frei zugänglich)
Querverweise
Weitere Themen: Gastroenterologie
Hinweis: Lerninhalt für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.