Uterussarkom (Leiomyosarkom)
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- Synonyme
- Leiomyosarkom, endometriales Stromasarkom, Gebärmuttersarkom
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Uterus & Endometrium
- Bilder
- Endoskopie & Makro 2
- Prüfungsrelevanz
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Endoskopie & Makro
Endoskopie & MakroDefinition
- Uterussarkome sind seltene bösartige mesenchymale Tumoren des Uterus; das Leiomyosarkom geht von glatten Muskelzellen oder deren mesenchymalen Vorläufern aus.
Einteilung
- Das Leiomyosarkom ist der häufigste Subtyp; weitere sind das low-grade und high-grade endometriale Stromasarkom, das undifferenzierte uterine Sarkom und das Adenosarkom.
- Karzinosarkome sind epithelialen Ursprungs und gelten nicht mehr als Uterussarkome.
Vorkommen & Epidemiologie
Risiko
- Sarkomrisiko: Hinter einem klinisch als Myom eingeordneten Befund verbirgt sich ein Sarkom in einer Größenordnung von etwa 0,2 bis 0,3 Prozent.
- Risikofaktoren: Das Risiko steigt mit dem Alter und ist nach der Menopause deutlich höher.
- Entitäten: Die häufigste Entität ist das Leiomyosarkom, dazu kommen das endometriale Stromasarkom und das undifferenzierte Sarkom.
- Entstehung: Ein Leiomyosarkom entsteht in der Regel de novo und nicht aus einem vorbestehenden Myom.
Epidemiologie und Risikofaktoren
- Uterussarkome machen etwa 3–7 % aller malignen Uterustumoren aus.
- Die Inzidenz ist ab 50 Jahren höher als bei jüngeren Frauen und bei Frauen afro-karibischer Herkunft etwa doppelt so hoch wie bei weißen Frauen.
Klinik
- Die Beschwerden sind oft unspezifisch: Unterbauch- oder Beckenschmerzen, Bauchumfangszunahme und am häufigsten abnorme vaginale Blutungen.
- Verdächtig ist ein rasch wachsendes vermeintliches Myom in der Peri- oder Postmenopause; häufig wird die Malignität erst histologisch erkannt.
Histologie
- Die Abgrenzung des Leiomyosarkoms vom Leiomyom erfolgt morphologisch anhand von Mitosen, Atypien und Nekrosen.
- Typisch sind spindelige Zellen in sich kreuzenden Faszikeln mit Koexpression von SMA, Desmin und h-Caldesmon.
Diagnostik
Was verdächtig macht
- Klinik: Verdächtig sind rasche Größenprogredienz, Wachstum nach der Menopause, Schmerzen und Blutung.
- Sonographie: Sonographisch sind Hinweise Inhomogenität mit Nekrosezonen, unscharfe Grenze und ungeordnete, kräftige zentrale Vaskularisation.
- Bildgebung: Der entscheidende Satz zur Bildgebung lautet: weder Ultraschall noch MRT können ein Sarkom sicher ausschließen.
- Labor: Laborchemisch gibt es keinen verwertbaren Marker.
- Ultraschall und MRT können ein Leiomyom bislang nicht sicher von einem Sarkom unterscheiden; die Diagnose ist histologisch.
- Die FIGO-Stadieneinteilung wurde für Uterussarkome an den histologischen Subtyp angepasst.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.