Uterussarkom (Leiomyosarkom)

Prüfungsrelevanz: in 7 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 88

Synonyme
Leiomyosarkom, endometriales Stromasarkom, Gebärmuttersarkom
Fachgebiet
Gynäkologie · Uterus & Endometrium
Bilder
Endoskopie & Makro 2
Prüfungsrelevanz
7 von 197 Protokollen · Rang 88
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Uterussarkom (Leiomyosarkom) – Endoskopie & Makro: Makropräparat: subseröses Myom mit gut abgegrenzter, wirbeliger weißlicher SchnittflächeEndoskopie & Makro
Makropräparat: subseröses Myom mit gut abgegrenzter, wirbeliger weißlicher SchnittflächeBild: Narraburra (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle · Ausschnitt
Uterussarkom (Leiomyosarkom) – Endoskopie & Makro: Laparoskopie: Uterus mit zahllosen kleinen Myomknoten auf der Serosa — Uterus myomatosusEndoskopie & Makro
Laparoskopie: Uterus mit zahllosen kleinen Myomknoten auf der Serosa — Uterus myomatosusBild: Yan H. (Frontiers in medicine 2026) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
1 / 2

Definition

  • Uterussarkome sind seltene bösartige mesenchymale Tumoren des Uterus; das Leiomyosarkom geht von glatten Muskelzellen oder deren mesenchymalen Vorläufern aus.

Einteilung

  • Das Leiomyosarkom ist der häufigste Subtyp; weitere sind das low-grade und high-grade endometriale Stromasarkom, das undifferenzierte uterine Sarkom und das Adenosarkom.
  • Karzinosarkome sind epithelialen Ursprungs und gelten nicht mehr als Uterussarkome.

Vorkommen & Epidemiologie

Risiko

  • Sarkomrisiko: Hinter einem klinisch als Myom eingeordneten Befund verbirgt sich ein Sarkom in einer Größenordnung von etwa 0,2 bis 0,3 Prozent.
  • Risikofaktoren: Das Risiko steigt mit dem Alter und ist nach der Menopause deutlich höher.
  • Entitäten: Die häufigste Entität ist das Leiomyosarkom, dazu kommen das endometriale Stromasarkom und das undifferenzierte Sarkom.
  • Entstehung: Ein Leiomyosarkom entsteht in der Regel de novo und nicht aus einem vorbestehenden Myom.

Epidemiologie und Risikofaktoren

  • Uterussarkome machen etwa 3–7 % aller malignen Uterustumoren aus.
  • Die Inzidenz ist ab 50 Jahren höher als bei jüngeren Frauen und bei Frauen afro-karibischer Herkunft etwa doppelt so hoch wie bei weißen Frauen.

Klinik

  • Die Beschwerden sind oft unspezifisch: Unterbauch- oder Beckenschmerzen, Bauchumfangszunahme und am häufigsten abnorme vaginale Blutungen.
  • Verdächtig ist ein rasch wachsendes vermeintliches Myom in der Peri- oder Postmenopause; häufig wird die Malignität erst histologisch erkannt.

Histologie

  • Die Abgrenzung des Leiomyosarkoms vom Leiomyom erfolgt morphologisch anhand von Mitosen, Atypien und Nekrosen.
  • Typisch sind spindelige Zellen in sich kreuzenden Faszikeln mit Koexpression von SMA, Desmin und h-Caldesmon.

Diagnostik

Was verdächtig macht

  • Klinik: Verdächtig sind rasche Größenprogredienz, Wachstum nach der Menopause, Schmerzen und Blutung.
  • Sonographie: Sonographisch sind Hinweise Inhomogenität mit Nekrosezonen, unscharfe Grenze und ungeordnete, kräftige zentrale Vaskularisation.
  • Bildgebung: Der entscheidende Satz zur Bildgebung lautet: weder Ultraschall noch MRT können ein Sarkom sicher ausschließen.
  • Labor: Laborchemisch gibt es keinen verwertbaren Marker.
  • Ultraschall und MRT können ein Leiomyom bislang nicht sicher von einem Sarkom unterscheiden; die Diagnose ist histologisch.
  • Die FIGO-Stadieneinteilung wurde für Uterussarkome an den histologischen Subtyp angepasst.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Uterussarkom (Leiomyosarkom) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

Im Browser starten  GynFuchs ansehen →

Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Uterine sarcoma - current perspectives (Int J Womens Health 2017, PubMed Central)
  2. StatPearls: Leiomyosarcoma (NCBI Bookshelf)
  3. DocCheck Flexikon, Leiomyosarkom

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.