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Herpes zoster

Von Dr. Pascal Bafteh · zuletzt aktualisiert 09/2026

Herpes zoster: gruppierte Bläschen auf erythematösem Grund am Ellenbogen
Asvmdrn, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Herpes zoster: halbseitig dermatomal angeordnete Bläschengruppen an der Flanke (Tag 3) [Bild 180° gedreht 16.09.2026 — Original stand auf dem Kopf]
melvil, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Quelle

Definition und Pathogenese

Herpes zoster entsteht durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, eines DNA-Virus aus der Familie der Herpesviridae. Nach einer Primärinfektion (Varizellen) persistiert das Virus latent in den Spinalganglien und kann bei nachlassender zellulärer Immunität reaktiviert werden.

Epidemiologie und Risikofaktoren

Die Erkrankung tritt gehäuft auf bei:

Klinik

Typisch ist ein einseitiger dermatomaler Ausschlag mit gruppierten Vesikeln auf erythematösem Grund. Häufig gehen brennende Schmerzen den Hautveränderungen um mehrere Tage voraus.

Am häufigsten betroffen sind Dermatome im Bereich:

Besondere Formen

Der Zoster ophthalmicus entsteht durch Befall des ersten Trigeminusastes und kann zu Keratitis führen. Das Auftreten von Läsionen an der Nasenspitze wird als Hutchinson-Zeichen bezeichnet (Befall des N. nasociliaris) und weist auf eine okuläre Beteiligung hin.

Komplikationen

Die häufigste Komplikation ist die Post-Zoster-Neuralgie, klassisch definiert als persistierender Schmerz länger als 4 Wochen nach Abheilung der Hautläsionen; die S2k-Leitlinie und die IASP setzen die Grenze bei > 3 Monaten nach Exanthembeginn (30–90 Tage = subakute Zosterneuralgie). Weitere mögliche Komplikationen sind bakterielle Superinfektion der Läsionen sowie — je nach befallenem Nerv — periphere Facialisparese, sensorineurale Schwerhörigkeit und Iridozyklitis/Uveitis.

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Quellen (Auswahl)

  1. Cohen JI. Herpes zoster. N Engl J Med. 2013;369(3):255-263.
  2. Plewig G, French L, Ruzicka T, Kaufmann R, Hertl M (Hrsg). Braun-Falcos Dermatologie, Venerologie und Allergologie. 7. Aufl. Berlin: Springer; 2018. S. 120.
  3. Gross GE, Eisert L, Doerr HW, et al. S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Zoster und der Postzosterneuralgie. AWMF-Registernr. 013-023. GMS Infect Dis. 2020;8:Doc01.

Weitere virale Hautinfektionen

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