Endometriumhyperplasie

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Synonyme
atypische Hyperplasie, EIN, endometriale intraepitheliale Neoplasie
Fachgebiet
Gynäkologie · Uterus & Endometrium
Bilder
Sonographie 2 · Endoskopie & Makro 1
Prüfungsrelevanz
10 von 197 Protokollen · Rang 66
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (3)

Endometriumhyperplasie – Sonographie: Transvaginalsonographie: Endometrium 22,8 mm bei atypischer EndometriumhyperplasieSonographie
Transvaginalsonographie: Endometrium 22,8 mm bei atypischer EndometriumhyperplasieBild: Pace L, Actis S, Mancarella M, Novara L, Mariani L, Perrini G, Govone F, Testi A, Campisi P, Ferrero A, Biglia N – Diagnostics 12(12):3029 (2022) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Endometriumhyperplasie – Endoskopie & Makro: Uteruspräparat: verdicktes, körnig-polypoides Endometrium bei EndometriumhyperplasieEndoskopie & Makro
Uteruspräparat: verdicktes, körnig-polypoides Endometrium bei EndometriumhyperplasieBild: PEIR Digital Library / Pathology Education Informational Resource (peir.net), PEIR-Bild-Nr. 402531 (Wikimedia Commons) · Public Domain · Quelle · Ausschnitt
Endometriumhyperplasie – Sonographie: Transvaginalsonographie: diffus verdicktes, inhomogenes Endometrium ohne umschriebenen Herd — HyperplasieSonographie
Transvaginalsonographie: diffus verdicktes, inhomogenes Endometrium ohne umschriebenen Herd — HyperplasieBild: Yan L, Sun J, Yang S, Wang D, Zuo X, Zhang M, Zhang C, Zhang T, Jia H – Frontiers in Oncology 16:1682386 (2026) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Die Endometriumhyperplasie ist eine abnorme Proliferation endometrialer Drüsen mit gegenüber proliferativem Endometrium erhöhtem Drüsen-Stroma-Verhältnis.

Einteilung

  • WHO-Einteilung: Die WHO unterscheidet Hyperplasie ohne Atypien & atypische Hyperplasie/EIN.
  • Ursache: Die Ursache ist un-opponierte Östrogenwirkung.
  • Progressionsrisiko ohne Atypien: Das Progressionsrisiko der Hyperplasie ohne Atypien liegt bei < 5 % über 20 Jahre.
  • Die WHO-Klassifikation von 2014, die 2020 beibehalten wurde, unterscheidet zwei Kategorien: Hyperplasie ohne Atypien und atypische Hyperplasie bzw. endometriale intraepitheliale Neoplasie (EIN), wobei beide Begriffe synonym sind.
  • Die atypische Form ist die Vorläuferläsion des endometrioiden Adenokarzinoms; EIN gilt als mutationsbedingte, monoklonale Präkanzerose.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Ursache ist meist eine Östrogenwirkung ohne ausreichenden Progesterongegenspieler.
  • Risikofaktoren sind frühe Menarche, späte Menopause, Nulliparität, Adipositas, Diabetes mellitus, PCOS, hormonaktive Tumoren wie Granulosazelltumoren und das Lynch-Syndrom.

Klinik

  • Die meisten Betroffenen fallen durch abnorme uterine Blutungen auf; Hyperplasien wurden für etwa 15 % der Postmenopausenblutungen verantwortlich gemacht.
  • Bei etwa 40 % der Frauen mit EIN wird innerhalb von 12 Monaten ein Endometriumkarzinom diagnostiziert, am ehesten wegen eines bei der Biopsie nicht erfassten gleichzeitigen Karzinoms.

Histologie

  • Kriterien der EIN sind: Drüsenfläche größer als Stromafläche, Zytologie abweichend vom Hintergrund, Läsionsdurchmesser über 1 mm sowie Ausschluss von Nachahmern und Karzinom.

Diagnostik

Typische Bildbefunde

  • Sonographie (Endometriumhyperplasie): Das Endometrium ist über die gesamte Länge verdickt und dabei inhomogen, ohne dass sich ein umschriebener Herd abgrenzen ließe. Die Grenze zum Myometrium bleibt glatt und durchgehend erhalten; kein Einbruch in die Uteruswand.
  • Sonographie (Endometriumhyperplasie): Das Endometrium ist über die gesamte Länge des Cavums gleichmäßig verdickt und misst zwischen den Messmarken über 20 mm. Es bleibt echoreich und homogen, die Grenze zum Myometrium ist glatt und durchgehend erhalten.
  • Im Ultraschall kann sich ein verdicktes Endometrium zeigen; die Diagnose wird histologisch gestellt.
  • Eine Biopsie kann die Läsion unvollständig erfassen; Hyperplasien können auch mit der Menstruation abgestoßen werden oder sich spontan zurückbilden.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Endometriumhyperplasie mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. New concepts for an old problem: the diagnosis of endometrial hyperplasia (Hum Reprod Update 2017, PubMed Central)
  2. StatPearls: Endometrial Hyperplasia (NCBI Bookshelf)
  3. Atypical Endometrial Hyperplasia and Concurrent Cancer: A Comprehensive Overview on a Challenging Clinical Condition (Cancers (Basel) 2024, PubMed Central)
  4. DocCheck Flexikon, Endometriumhyperplasie

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.