Endometriumhyperplasie
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- Synonyme
- atypische Hyperplasie, EIN, endometriale intraepitheliale Neoplasie
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Uterus & Endometrium
- Bilder
- Sonographie 2 · Endoskopie & Makro 1
- Prüfungsrelevanz
- 10 von 197 Protokollen · Rang 66
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (3)
Sonographie
Endoskopie & Makro
SonographieDefinition
- Die Endometriumhyperplasie ist eine abnorme Proliferation endometrialer Drüsen mit gegenüber proliferativem Endometrium erhöhtem Drüsen-Stroma-Verhältnis.
Einteilung
- WHO-Einteilung: Die WHO unterscheidet Hyperplasie ohne Atypien & atypische Hyperplasie/EIN.
- Ursache: Die Ursache ist un-opponierte Östrogenwirkung.
- Progressionsrisiko ohne Atypien: Das Progressionsrisiko der Hyperplasie ohne Atypien liegt bei < 5 % über 20 Jahre.
- Die WHO-Klassifikation von 2014, die 2020 beibehalten wurde, unterscheidet zwei Kategorien: Hyperplasie ohne Atypien und atypische Hyperplasie bzw. endometriale intraepitheliale Neoplasie (EIN), wobei beide Begriffe synonym sind.
- Die atypische Form ist die Vorläuferläsion des endometrioiden Adenokarzinoms; EIN gilt als mutationsbedingte, monoklonale Präkanzerose.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- Ursache ist meist eine Östrogenwirkung ohne ausreichenden Progesterongegenspieler.
- Risikofaktoren sind frühe Menarche, späte Menopause, Nulliparität, Adipositas, Diabetes mellitus, PCOS, hormonaktive Tumoren wie Granulosazelltumoren und das Lynch-Syndrom.
Klinik
- Die meisten Betroffenen fallen durch abnorme uterine Blutungen auf; Hyperplasien wurden für etwa 15 % der Postmenopausenblutungen verantwortlich gemacht.
- Bei etwa 40 % der Frauen mit EIN wird innerhalb von 12 Monaten ein Endometriumkarzinom diagnostiziert, am ehesten wegen eines bei der Biopsie nicht erfassten gleichzeitigen Karzinoms.
Histologie
- Kriterien der EIN sind: Drüsenfläche größer als Stromafläche, Zytologie abweichend vom Hintergrund, Läsionsdurchmesser über 1 mm sowie Ausschluss von Nachahmern und Karzinom.
Diagnostik
Typische Bildbefunde
- Sonographie (Endometriumhyperplasie): Das Endometrium ist über die gesamte Länge verdickt und dabei inhomogen, ohne dass sich ein umschriebener Herd abgrenzen ließe. Die Grenze zum Myometrium bleibt glatt und durchgehend erhalten; kein Einbruch in die Uteruswand.
- Sonographie (Endometriumhyperplasie): Das Endometrium ist über die gesamte Länge des Cavums gleichmäßig verdickt und misst zwischen den Messmarken über 20 mm. Es bleibt echoreich und homogen, die Grenze zum Myometrium ist glatt und durchgehend erhalten.
- Im Ultraschall kann sich ein verdicktes Endometrium zeigen; die Diagnose wird histologisch gestellt.
- Eine Biopsie kann die Läsion unvollständig erfassen; Hyperplasien können auch mit der Menstruation abgestoßen werden oder sich spontan zurückbilden.
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Weiterführende Literatur (Auswahl)
- New concepts for an old problem: the diagnosis of endometrial hyperplasia (Hum Reprod Update 2017, PubMed Central)
- StatPearls: Endometrial Hyperplasia (NCBI Bookshelf)
- Atypical Endometrial Hyperplasia and Concurrent Cancer: A Comprehensive Overview on a Challenging Clinical Condition (Cancers (Basel) 2024, PubMed Central)
- DocCheck Flexikon, Endometriumhyperplasie
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.