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Fachsprachprüfung (FSP) bestehen: Ablauf, Tipps & häufige Fehler

Lesezeit ca. 7 Minuten · Für internationale Ärzt:innen

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Von Dr. Pascal Bafteh · zuletzt aktualisiert 10/2026

In der Fachsprachprüfung geht es darum, dass du den ärztlichen Alltag auf Deutsch sicher beherrschst, dass keine Behandlungsfehler aufgrund von Sprachbarriere passieren und du 1 ml nicht mit 1 l verwechselst.
Wichtig ist hier nicht Fachwissen, sondern einfach medizinische Kommunikation. Mach dir das beim Lernen auf jeden Fall bewusst!

Kurz gesagt: Die Fachsprachprüfung (FSP) prüft medizinisches Deutsch auf C1-Niveau in drei Teilen von je etwa 20 Minuten: Arzt-Patienten-Gespräch, schriftliche Dokumentation (Arztbrief) und Arzt-Arzt-Gespräch. Abgenommen wird sie meist von der Landesärztekammer; die Gebühr liegt laut amtlichen Angaben je nach Bundesland zwischen 400 € und 700 € (Stand 02.11.2026). Bestanden wird mit strukturierter Anamnese, verständlicher Laiensprache und einem sauberen Arztbrief.

Was wird geprüft – und von wem?

Die FSP wird von der zuständigen Ärztekammer abgenommen und verlangt medizinisches Deutsch auf etwa C1-Niveau. Sie ist in vielen Bundesländern Voraussetzung für die Approbation oder Berufserlaubnis. Geprüft wird in drei Teilen, die zusammen einen typischen klinischen Ablauf abbilden – von der Aufnahme bis zur Übergabe. Wie die Anmeldung über die Behörde läuft und was die Prüfung kostet, steht im Artikel „FSP-Anmeldung: Ablauf, Kosten & Termine"; den Gesamtprozess erklärt der Überblick zur Approbation Schritt für Schritt.

Die drei Prüfungsteile

1. Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese)

Du führst mit einem simulierten Patienten ein Anamnesegespräch (meist rund 20 Minuten). Wichtig ist eine strukturierte Anamnese – aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte, Medikamente, Allergien, Familien- und Sozialanamnese – und vor allem verständliche Laiensprache: keine Fachbegriffe, die der Patient nicht versteht. Empathie, Nachfragen und klare Erklärungen zählen.

2. Schriftliche Dokumentation (Arztbrief)

Anschließend dokumentierst du den Fall schriftlich – als Arztbrief bzw. Dokumentationsbogen. Hier zählt der Wechsel von der Laiensprache zurück in die Fachsprache: aus „Wasser in den Beinen" werden „periphere Ödeme". Achte auf Vollständigkeit, korrekte Fachterminologie, Abkürzungen und einen klaren Aufbau (Anamnese, Befund, Diagnose, Procedere).

3. Arzt-Arzt-Gespräch (Patientenvorstellung)

Zum Schluss stellst du den Fall einem „Kollegen" aus der Prüfungskommission vor – knapp, strukturiert und in korrekter Fachsprache. Häufig folgen Rückfragen zu Verdachtsdiagnose, Differenzialdiagnosen und weiterem Vorgehen. Ein strukturiertes Schema (z. B. SBAR) hilft, nichts zu vergessen.

Die wichtigsten Tipps

Häufige Fehler

Was kostet die Fachsprachprüfung in welchem Bundesland?

Gebühren und zuständige Stellen laut amtlichen Quellen (Stand 02.10.2026). Jede Zeile führt zur Länderseite mit Quelle, Antragsweg und Wartezeiten.

BundeslandPrüfung beiGebühr
Baden-WürttembergLandesärztekammer Baden-Württemberg420 €
BayernBayerische Landesärztekammer550 €
BerlinÄrztekammer Berlin550 €
BrandenburgLandesärztekammer Brandenburg, Potsdam487 €
BremenÄrztekammer Bremen530 €
HamburgÄrztekammer Hamburg550 €
HessenLandesärztekammer Hessen650 €
Mecklenburg-VorpommernÄrztekammer Mecklenburg-Vorpommern700 €
NiedersachsenÄrztekammer Niedersachsen595 €
Nordrhein-WestfalenÄrztekammer Nordrhein bzw. Ärztekammer Westfalen-Lippe430 € (Nordrhein) / 400 € (Westfalen-Lippe)
Rheinland-PfalzLandesärztekammer Rheinland-Pfalz470 €
Saarlandkeine amtliche Angabe
SachsenSächsische Landesärztekammer590 €
Sachsen-AnhaltÄrztekammer Sachsen-Anhalt500 €
Schleswig-HolsteinÄrztekammer Mecklenburg-Vorpommern700 €
ThüringenLandesärztekammer Thüringen600 €

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Fachsprachprüfung?

Meist rund 60 Minuten in drei Teilen von je etwa 20 Minuten: Arzt-Patienten-Gespräch, schriftliche Dokumentation und Arzt-Arzt-Gespräch.

Welches Sprachniveau braucht man für die Fachsprachprüfung?

Medizinisches Deutsch auf etwa C1-Niveau; für die Anmeldung verlangen die Behörden meist einen allgemeinen Sprachnachweis auf B2-Niveau.

Was kostet die Fachsprachprüfung?

Laut amtlichen Angaben je nach Bundesland zwischen 400 € und 700 € (Stand 02.11.2026); die Tabelle oben zeigt jedes Land mit Quelle.

Wie kann ich die Fachsprachprüfung kostenlos üben?

Mit den kostenlosen FSP-Übungsfällen von KLINIKFUCHS (Anamnese, Arztbrief, Patientenvorstellung) und der kostenlosen App mit Karteikarten und Übersetzungshilfe in 13 Sprachen.

Medizinisches Deutsch gezielt trainieren

Die KLINIKFUCHS-Module KP-Med und FSP-Med trainieren genau diese Bausteine: Anamnese-Struktur, Laien- und Fachsprache, Arztbrief-Phrasen und Patientenvorstellung – mit Übersetzungen in acht Sprachen.

App holen

Hinweis: Ablauf und Anforderungen können je nach Ärztekammer und Bundesland variieren. Verbindlich sind die Vorgaben der für dich zuständigen Kammer.