Seborrhoisches Ekzem

Definition und Pathogenese
Das seborrhoische Ekzem ist eine chronisch-rezidivierende entzündliche Dermatose der talgdrüsenreichen Areale. Die Pathogenese beruht auf einer Interaktion aus vermehrter Talgproduktion, individueller Immunreaktion und der Besiedlung mit lipophilen Hefen der Gattung Malassezia.
Epidemiologie
Das seborrhoische Ekzem tritt besonders häufig auf bei:
- Säuglingen ("Kopfgneis")
- Erwachsenen zwischen 30–60 Jahren
Eine erhöhte Prävalenz besteht bei Patienten mit Morbus Parkinson und bei HIV-Infektion.
Typische Lokalisationen
Befallen sind vor allem talgdrüsenreiche Areale wie:
- Kopfhaut
- Nasolabialfalten
- Augenbrauen
- retroaurikulär
- Sternum
Klinik
Charakteristisch sind erythematöse Plaques mit gelblich-fettiger Schuppung mit meist geringem Juckreiz. Auf der Kopfhaut manifestiert sich die Erkrankung häufig als Pityriasis capitis.
Besondere Formen
Beim Säugling spricht man vom Kopfgneis, der meist selbstlimitierend verläuft.
Differenzialdiagnosen
- Pityriasis versicolor
- Tinea corporis
- Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)
- Pityriasis rosea
- Malassezia-Follikulitis
- Morbus Darier (Keratosis follicularis)
- Kontaktekzem
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- Borda LJ, Wikramanayake TC. Seborrheic Dermatitis and Dandruff: A Comprehensive Review. J Clin Investig Dermatol. 2015;3(2):10.13188/2373-1044.1000019.
- Borda LJ, Perper M, Keri JE. Treatment of seborrheic dermatitis: a comprehensive review. J Dermatolog Treat. 2019;30(2):158-169.
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