Gonorrhö
Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144
- Synonyme
- Tripper
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Vulva & Vagina
- Bilder
- Klinik 2 · Endoskopie & Makro 1
- Prüfungsrelevanz
- 2 von 197 Protokollen · Rang 144
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Endoskopie & Makro
Definition
- Die Gonorrhö ist eine sexuell übertragene Infektion mit Neisseria gonorrhoeae, einem gramnegativen Diplokokkus, der vor allem Zylinder- und Übergangsepithel befällt.
- Typische Infektionsorte sind Zervix, Urethra, Rektum, Pharynx und Konjunktiva; der Erreger kommt nur beim Menschen vor und wird fast immer sexuell übertragen.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die WHO schätzte für 2020 weltweit 82,4 Millionen Neuinfektionen bei Erwachsenen von 15 bis 49 Jahren.
- Die Prävalenz ist in Schlüsselgruppen am höchsten, etwa bei Männern, die Sex mit Männern haben, Sexarbeitenden, trans Frauen sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Ländern mit hoher Krankheitslast.
- Eine Koinfektion mit Chlamydia trachomatis besteht je nach Population bei etwa 10–40 %.
Klinik
- Etwa 90 % der Frauen mit urogenitaler Gonorrhö sind asymptomatisch.
- Die Zervizitis äußert sich durch vaginalen Fluor, Dysurie sowie Zwischen- oder Kontaktblutungen; bei der Spekulumeinstellung zeigt sich oft mukopurulenter oder eitriger Zervixfluor, und der Muttermund blutet leicht bei Berührung.
- Bei 10–20 % der infizierten Frauen steigt die Infektion zur PID auf, mit Risiko für Infertilität und Extrauteringravidität.
- Eine disseminierte Gonokokkeninfektion ist selten und betrifft überwiegend Frauen; sie zeigt sich mit Fieber, pustulösen Hautläsionen, Tenosynovitis und Arthritis.
- Neugeborene können bei der Passage durch den Geburtskanal eine Konjunktivitis erwerben.
Diagnostik
- Goldstandard sind molekulare Tests (Nukleinsäureamplifikationstest, NAAT); bei Frauen werden Abstriche, bei Männern Urinproben bevorzugt.
- Die Gram-Färbung zeigt intrazelluläre gramnegative Diplokokken und ist bei Männern mit Urethralausfluss aussagekräftig, bei Infektionen von Zervix, Pharynx und Rektum aber deutlich ungenauer.
- Die Kultur erlaubt zusätzlich eine Empfindlichkeitstestung des Erregers.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.