Gonorrhö

Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144

Synonyme
Tripper
Fachgebiet
Gynäkologie · Vulva & Vagina
Bilder
Klinik 2 · Endoskopie & Makro 1
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Weiterlernen in der App
  7. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  8. Querverweise

Bilder (3)

Gonorrhö – Klinik: Gonokokken in einem Granulozyten
Gonokokken in einem GranulozytenBild: Dr Graham Beards (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Gonorrhö – Endoskopie & Makro: Gonorrhoe: Gram-Präparat mit reichlich GranulozytenEndoskopie & Makro
Gonorrhoe: Gram-Präparat mit reichlich GranulozytenBild: CDC/ Joe Millar (Wikimedia Commons) · Public domain · Quelle
Gonorrhö – Klinik: Gonokokken: intrazelluläre gramnegative Diplokokken
Gonokokken: intrazelluläre gramnegative DiplokokkenBild: Graham Beards (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Die Gonorrhö ist eine sexuell übertragene Infektion mit Neisseria gonorrhoeae, einem gramnegativen Diplokokkus, der vor allem Zylinder- und Übergangsepithel befällt.
  • Typische Infektionsorte sind Zervix, Urethra, Rektum, Pharynx und Konjunktiva; der Erreger kommt nur beim Menschen vor und wird fast immer sexuell übertragen.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die WHO schätzte für 2020 weltweit 82,4 Millionen Neuinfektionen bei Erwachsenen von 15 bis 49 Jahren.
  • Die Prävalenz ist in Schlüsselgruppen am höchsten, etwa bei Männern, die Sex mit Männern haben, Sexarbeitenden, trans Frauen sowie Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Ländern mit hoher Krankheitslast.
  • Eine Koinfektion mit Chlamydia trachomatis besteht je nach Population bei etwa 10–40 %.

Klinik

  • Etwa 90 % der Frauen mit urogenitaler Gonorrhö sind asymptomatisch.
  • Die Zervizitis äußert sich durch vaginalen Fluor, Dysurie sowie Zwischen- oder Kontaktblutungen; bei der Spekulumeinstellung zeigt sich oft mukopurulenter oder eitriger Zervixfluor, und der Muttermund blutet leicht bei Berührung.
  • Bei 10–20 % der infizierten Frauen steigt die Infektion zur PID auf, mit Risiko für Infertilität und Extrauteringravidität.
  • Eine disseminierte Gonokokkeninfektion ist selten und betrifft überwiegend Frauen; sie zeigt sich mit Fieber, pustulösen Hautläsionen, Tenosynovitis und Arthritis.
  • Neugeborene können bei der Passage durch den Geburtskanal eine Konjunktivitis erwerben.

Diagnostik

  • Goldstandard sind molekulare Tests (Nukleinsäureamplifikationstest, NAAT); bei Frauen werden Abstriche, bei Männern Urinproben bevorzugt.
  • Die Gram-Färbung zeigt intrazelluläre gramnegative Diplokokken und ist bei Männern mit Urethralausfluss aussagekräftig, bei Infektionen von Zervix, Pharynx und Rektum aber deutlich ungenauer.
  • Die Kultur erlaubt zusätzlich eine Empfindlichkeitstestung des Erregers.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Gonorrhö mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Gonorrhea (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual Professional: Gonorrhea
  3. WHO-Faktenblatt: Gonorrhoea (Neisseria gonorrhoeae infection)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.