Vulväres Melanom

Synonyme
Melanom der Vulva, Schleimhautmelanom
Fachgebiet
Gynäkologie · Vulva & Vagina
Bilder
Histologie & Zytologie 1 · Klinik 1
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Vulväres Melanom – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): große, hell vakuolisierte Paget-Zellen einzeln und in Nestern in der Epidermis — Morbus Paget der VulvaHistologie & Zytologie
Histologie (HE): große, hell vakuolisierte Paget-Zellen einzeln und in Nestern in der Epidermis — Morbus Paget der VulvaBild: Nephron (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
Vulväres Melanom – Klinik: Vulvakarzinom mit papillomatösem, kondylomähnlichem Aspekt
Vulvakarzinom mit papillomatösem, kondylomähnlichem AspektBild: Achdiat PA, Rianty F, Hidayah RMN, et al. / Case Rep Dermatol Med 2025 · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

Das vulväre Melanom

  • Häufigkeit: Das vulväre Melanom ist der zweithäufigste maligne Tumor der Vulva.
  • Klinik: Verdächtig sind neu aufgetretene, unregelmäßig pigmentierte, asymmetrische Läsionen mit unscharfem Rand, Blutung oder Größenzunahme.
  • Lokalisation: Die häufigste Lokalisation sind Klitorisregion und Labia minora, also nicht behaarte Anteile.
  • Das vulväre Melanom ist ein maligner Melanozytentumor der Vulva; die Vulva ist die häufigste Lokalisation von Melanomen im weiblichen Genitaltrakt.

Einteilung

  • Histologisch ist der mukosal-lentiginöse Subtyp am häufigsten; beschrieben sind außerdem noduläre und superfiziell spreitende Melanome.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Es ist nach dem Plattenepithelkarzinom der zweithäufigste maligne Tumor der Vulva.
  • Betroffen sind vor allem weiße Frauen vom fünften bis zum siebten oder achten Lebensjahrzehnt; das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 60–63 Jahren.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Der Zusammenhang mit Sonnenexposition ist ungeklärt.
  • Molekular charakteristisch sind KIT-Mutationen; auch BRAF- und NRAS-Mutationen kommen vor.

Klinik

  • Die Tumoren liegen in absteigender Häufigkeit an Labia majora, Labia minora und Klitorisvorhaut, bevorzugt an unbehaarter Schleimhaut; nur etwa 13 % betreffen die äußere behaarte Haut.
  • Die Symptome sind unspezifisch: Juckreiz, Blutung oder auffälliger Fluor und ein Knotengefühl, bei fortgeschrittener Erkrankung Lymphknotenschwellungen; manche Tumoren sind asymptomatisch.
  • Amelanotische Formen machen 2–10 % aus und sind postmenopausal häufiger; die klinische Vorstellung erfolgt oft verzögert, da Frühsymptome fehlen.

Diagnostik

  • Die Diagnose wird bioptisch gesichert und immunhistochemisch bestätigt, bei amelanotischen Läsionen etwa mit HMB-45, S-100, MART-1 und Tyrosinase.
  • Die Mikrostadieneinteilung erfolgt nach Clark, Breslow und Chung; Dermatoskopie und konfokale Mikroskopie unterstützen die klinische Einschätzung.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Vulväres Melanom mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Vulvar Malignant Melanoma: A Narrative Review (Cancers 2022, PubMed Central)
  2. DocCheck Flexikon, Morbus Paget

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.