Lichen sclerosus der Vulva
Prüfungsrelevanz: in 10 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 66
- Synonyme
- Lichen sclerosus et atrophicans, Craurosis vulvae, Kraurosis vulvae, Weißfleckenkrankheit der Vulva
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Vulva & Vagina
- Bilder
- Klinik 1 · Histologie & Zytologie 1
- Prüfungsrelevanz
- 10 von 197 Protokollen · Rang 66
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (2)

Histologie & ZytologieKlinik
- Definition: Der Lichen sclerosus ist eine chronisch entzündliche, wahrscheinlich autoimmun vermittelte Dermatose.
- Altersgipfel: Die Erkrankung hat zwei Altersgipfel, nämlich präpubertär und postmenopausal.
- Hautbefund: Typisch sind elfenbeinweiße, atrophe, knitterpapierartige Haut mit Juckreiz, Brennen und Einrissen.
- Verteilungsmuster: Das charakteristische Verteilungsmuster ist schmetterlings- oder achtförmig um Vulva und Anus.
- Architekturverlust: Zum fortgeschrittenen Befund gehören Verstreichen der Labia minora, Verklebung der Klitorisvorhaut, Synechien und Introitusstenose.
- Assoziationen: Häufig assoziiert sind andere Autoimmunerkrankungen, besonders die Hashimoto-Thyreoiditis und der Vitiligo.
Diagnostik
Diagnose
- Diagnosestellung: Die Diagnose ist meist klinisch zu stellen.
- Histologie: Histologisch findet man Epidermisatrophie, ein breites Band homogenisierten Kollagens in der oberen Dermis und darunter ein lymphozytäres Infiltrat.
Typische Bildbefunde
- Klinischer Befund (Lichen sclerosus): Periklitoridal und entlang der Labien ist die Haut elfenbeinweiß, dünn und pergamentartig; die Labia minora sind verstrichen und mit den Labia majora verklebt. Die Innenseiten sind gerötet, es finden sich kleine Einrisse und Kratzspuren.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Vulva & Vagina
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.