Erythema migrans (Lyme-Borreliose)

Ätiologie und Übertragung
Erreger: Borrelia burgdorferi; in Europa auch B. afzelii und B. garinii. Übertragung durch Schildzecken (Ixodes ricinus).
- Übertragungszeitraum: Bakterienübertragung meist erst nach 24 bis 36 Stunden Saugzeit.
- Statistik: 5–35 % der Zecken befallen, Übertragungsrisiko 5 %, Infektionsrisiko 1 %.
Diagnose
Basis: Klinische Präsentation (EM) und Zeckenkontaktgeschichte. Serologie (Stufendiagnostik):
- 1. Stufe: ELISA.
- 2. Stufe: Western Blot zur Bestätigung/Identifizierung spezifischer Antikörper.
- Zeitverlauf: IgM nach 3 Wochen positiv, IgG nach Monaten.
- PCR: Nachweis von DNA aus Liquor oder Gewebe sinnvoll bei Neuroborreliose.
- Histologie: Entzündliche Infiltrate mit perivasalen Plasmazellen.
Differenzialdiagnosen
- Livedo reticularis
- Arterielles (ischämisches) Ulkus
- Ulcus cruris venosum
- Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)
- Lupus erythematodes (Schmetterlingserythem)
- Mycosis fungoides
- Tinea corporis
- Granuloma anulare
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- Robert Koch-Institut. RKI-Ratgeber: Lyme-Borreliose. Berlin: Robert Koch-Institut; Stand 28.04.2025.
Weitere bakterielle Hautinfektionen
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