Ventrikulomegalie und Hydrozephalus

Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144

Fachgebiet
Geburtshilfe · Fetus & Pränatalmedizin
Bilder
Sonographie 1
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (1)

Ventrikulomegalie und Hydrozephalus – Sonographie: Ventrikulomegalie (Seitenventrikel 1,01 cm, 23. SSW)Sonographie
Ventrikulomegalie (Seitenventrikel 1,01 cm, 23. SSW)Bild: Sun J, Gao W, Tan H. (Frontiers in pediatrics, 2026) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt

Definition

  • Die fetale Ventrikulomegalie ist eine pränatal festgestellte Erweiterung der Seitenventrikel mit einem Durchmesser von 10 mm oder mehr im axialen transventrikulären Schnitt.
  • Als Hydrozephalus bezeichnet man eine symptomatische Liquoransammlung in den Hirnventrikeln infolge gestörten Liquorflusses oder gestörter Resorption.

Einteilung

  • Nach dem Ventrikeldurchmesser unterscheidet man leichte (10 bis 12 mm), mäßige (13 bis 15 mm) und schwere Formen (16 mm und mehr).
  • Als isoliert gilt sie, wenn sonographisch keine weiteren strukturellen oder genetischen Auffälligkeiten bestehen.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Sie tritt bei etwa 2 von 1000 Lebendgeburten auf und gehört zu den häufigsten im zweiten Trimenon entdeckten fetalen Auffälligkeiten.

Ätiopathogenese

Ätiologie

  • Ursachen sind Parenchymverlust, Abflussbehinderungen und Liquorüberproduktion; häufigste strukturelle Ursachen sind Aquäduktstenose, Chiari-II-Malformation, Balkendysgenesie und Fehlbildungen der hinteren Schädelgrube.
  • Chromosomenanomalien finden sich in 2 bis 12 %, am häufigsten Trisomie 21; intrauterine Infektionen wie Toxoplasmose, Röteln, CMV und Herpes simplex in etwa 5 %.

Klinik

  • Die neurologische Entwicklung hängt vor allem vom Schweregrad und von Begleitfehlbildungen ab; schwere Formen haben meist obstruktive Ursachen und gehen mit Hydrozephalus einher.

Diagnostik

  • Der normale Ventrikeldurchmesser liegt zwischen 15 und 40 SSW bei 4,5 bis 7,6 mm; das Atrium bleibt im zweiten und dritten Trimenon weitgehend konstant.
  • Das fetale MRT deckt in etwa 50 % zusätzliche Auffälligkeiten auf; genetisch kommen Karyotyp und Chromosomen-Microarray zum Einsatz.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Ventrikulomegalie und Hydrozephalus mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Hydrocephalus (NCBI Bookshelf)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.