Kongenitale Zwerchfellhernie

Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144

Fachgebiet
Geburtshilfe · Fetus & Pränatalmedizin
Bilder
Klinik 1
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (1)

Kongenitale Zwerchfellhernie – Klinik: Kongenitale Zwerchfellhernie im Koronarschnitt
Kongenitale Zwerchfellhernie im KoronarschnittBild: Dr Laughlin Dawes (Wikimedia Commons) · CC BY 3.0 · Quelle

Definition

  • Entwicklungsdefekt des Zwerchfells, durch den Baucheingeweide in den Thorax gelangen, mit Lungenhypoplasie, pulmonaler Hypertonie und kardialer Belastung als Folge.

Einteilung

  • In etwa 95 % liegt der Defekt posterolateral (Bochdalek-Hernie), in etwa 85 % linksseitig und in etwa 2 % beidseitig; Bochdalek-Hernien sind meist klinisch am schwersten.
  • Anteriore Morgagni-Hernien aus einem anteromedialen Defekt sind mit etwa 5 % deutlich seltener.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die Geburtsprävalenz liegt bei etwa 1 von 4000 Lebendgeburten.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathophysiologie

  • Durch den Defekt können Dünn- und Dickdarm, Magen, Leber und Milz in den Thorax treten; bei großen Hernien ist die Lunge der betroffenen Seite hypoplastisch, auch die Gegenseite kann beeinträchtigt sein.
  • Die Unterentwicklung der Lungengefäße erhöht den pulmonalen Gefäßwiderstand und führt zur pulmonalen Hypertonie mit möglichem Rechts-links-Shunt über Foramen ovale oder offenen Ductus arteriosus.
  • In etwa 50 % bestehen weitere angeborene Fehlbildungen, vor allem Herzfehler.

Klinik

  • Atemnot tritt meist in den ersten Lebensstunden auf, bei schweren Formen unmittelbar nach der Geburt; typisch sind ein eingesunkenes Abdomen sowie Darmgeräusche und fehlendes Atemgeräusch über der betroffenen Thoraxhälfte, bei kleineren Defekten kann die Symptomatik erst nach Stunden oder Tagen beginnen.

Diagnostik

  • Pränatal kann die Hernie sonografisch erkannt werden, die fetale MRT erlaubt eine zusätzliche Risikoeinschätzung.
  • Postnatal zeigt das Röntgenbild Magen und Darmschlingen im Thorax mit Verlagerung von Herz und Mediastinum zur Gegenseite; CT und MRT beurteilen Defektlage, Inhalt und Lungenvolumina, die Echokardiografie sucht nach begleitenden Herzfehlern.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Kongenitale Zwerchfellhernie mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Congenital Diaphragmatic Hernia (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Diaphragmatic Hernia

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.