Varizellen in der Schwangerschaft

Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171

Synonyme
Windpocken
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Klinik 2
Prüfungsrelevanz
1 von 197 Protokollen · Rang 171
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Varizellen in der Schwangerschaft – Klinik: Klinisches Foto: Varizellen beim Erwachsenen – generalisiertes Exanthem am Rücken mit Papeln, Bläschen und Krusten nebeneinander („Sternenhimmel“), Tag 5
Klinisches Foto: Varizellen beim Erwachsenen – generalisiertes Exanthem am Rücken mit Papeln, Bläschen und Krusten nebeneinander („Sternenhimmel“), Tag 5Bild: F malan (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
Varizellen in der Schwangerschaft – Klinik: Klinisches Foto: Varizellen – prall gefüllte, klare Bläschen („Tautropfen auf Rosenblatt“) am Unterschenkel
Klinisches Foto: Varizellen – prall gefüllte, klare Bläschen („Tautropfen auf Rosenblatt“) am UnterschenkelBild: Ronny Ager-Wick (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle
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Definition

  • Varizellen in der Schwangerschaft bezeichnen die Primärinfektion einer Schwangeren mit dem Varizella-Zoster-Virus (VZV), die selten diaplazentar auf den Fetus übergeht und Fetus wie Neugeborenes gefährden kann.

Einteilung

  • Fetales Varizellensyndrom: Es kann bei etwa 1–2 % der Varizellenerkrankungen Schwangerer auftreten, sofern die Erkrankung zwischen der 5. und 24. SSW liegt.
  • Neonatale Windpocken: Sie drohen bei Erkrankung der Mutter innerhalb von 5 Tagen vor bis 48 Stunden nach der Geburt, da das Kind dann keine schützenden mütterlichen Antikörper erhält.
  • Von einem Herpes zoster der Mutter geht keine Gefahr für das ungeborene Kind aus.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • In Deutschland waren bei über 95 % der Erwachsenen Antikörper gegen VZV nachweisbar.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Das Virus wird aerogen über Tröpfchenkerne und als Schmierinfektion über Bläscheninhalt übertragen und ist äußerst kontagiös.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Die Erkrankung beginnt mit juckendem Exanthem und Fieber; bei Erwachsenen verläuft sie schwerer und komplikationsreicher.
  • Eine schwerwiegende Komplikation ist die Varizellenpneumonie, für die Schwangere besonders gefährdet sind.
  • Das fetale Varizellensyndrom zeigt segmental angeordnete Hautveränderungen, neurologische Schäden wie Hirnatrophie, Augenschäden (Mikrophthalmie, Chorioretinitis, Katarakt) und Skelettanomalien.
  • Neonatale Windpocken verlaufen sehr schwer mit einer Letalität von bis zu 30 %.

Diagnostik

  • Der direkte Virusnachweis erfolgt in der Regel per VZV-PCR.
  • Der Immunstatus wird über VZV-IgG bestimmt; die IgG-Avidität erlaubt die Unterscheidung zwischen Primärinfektion und Herpes zoster.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Varizellen in der Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. RKI-Ratgeber: Windpocken (Varizellen), Gürtelrose (Herpes zoster)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.