Zytomegalie (CMV) in der Schwangerschaft

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Synonyme
CMV, Zytomegalievirus, konnatale CMV-Infektion, Zytomegalie
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Sonographie 2
Prüfungsrelevanz
5 von 197 Protokollen · Rang 101
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Zytomegalie (CMV) in der Schwangerschaft – Sonographie: Ventrikulomegalie in der 23. SSW: Seitenventrikel 1,01 cm bei konnataler Zytomegalie (Foto: Sun J, Gao W, Tan H. (Frontiers in pediatrics, 2026), Open Access, CC BY 4.0)Sonographie
Ventrikulomegalie in der 23. SSW: Seitenventrikel 1,01 cm bei konnataler Zytomegalie (Foto: Sun J, Gao W, Tan H. (Frontiers in pediatrics, 2026), Open Access, CC BY 4.0)Bild: Sun J, Gao W, Tan H. (Frontiers in pediatrics, 2026) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Zytomegalie (CMV) in der Schwangerschaft – Sonographie: Schwerer fetaler Aszites (6,30 cm, 23. SSW) bei CMV-InfektionSonographie
Schwerer fetaler Aszites (6,30 cm, 23. SSW) bei CMV-InfektionBild: Sun J, Gao W, Tan H. (Frontiers in pediatrics, 2026) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Die konnatale Zytomegalie entsteht durch intrauterine Übertragung des Zytomegalievirus (CMV, humanes Herpesvirus 5) von der Schwangeren auf den Fetus.

Einteilung

  • Unterschieden werden die mütterliche Primärinfektion und die nicht-primäre Infektion durch Reaktivierung oder Zweitinfektion mit einem anderen CMV-Stamm.

Vorkommen & Epidemiologie

Ausgangslage

  • Der Erreger: Zytomegalievirus (CMV), ein Herpesvirus.
  • Bedeutung: Häufigste konnatale Infektion.

Epidemiologie

  • CMV gilt als häufigster viraler Erreger angeborener Infektionen und als führende Ursache nicht erblicher sensorineuraler Schwerhörigkeit bei Kindern.

Ätiopathogenese

Übertragung und Risiko

  • Hauptübertragungsweg auf die Schwangere: Speichel und Urin von Kleinkindern.
  • Größtes Risiko einer schweren fetalen Schädigung: mütterliche Erstinfektion im 1. Trimenon.
  • Übertragungswahrscheinlichkeit auf den Feten: steigt mit Gestationsalter, Schwere sinkt.

Ätiologie und Pathogenese

  • Das Virus findet sich u. a. in Speichel, Urin, Genitalsekret, Muttermilch und Blut; Kinder scheiden es intermittierend über Urin und Speichel aus.
  • Bei Primärinfektion im ersten Trimenon wird das Virus in etwa 20 % übertragen, und über die Hälfte der infizierten Feten erleidet schwere bleibende Schäden.

Klinik

Was man beim Kind sieht

  • Sonographische Hinweise: Mikrozephalie, periventrikuläre Verkalkungen.
  • Weiter möglich: Wachstumsrestriktion, Hepatosplenomegalie.
  • Sicherung der fetalen Infektion: CMV-PCR aus Fruchtwasser (nach Infektion).
  • Häufigste Spätfolge des scheinbar gesunden Neugeborenen: Progrediente Innenohrschwerhörigkeit.

Klinik und Komplikationen

  • Bei immunkompetenten Schwangeren verläuft die Infektion meist asymptomatisch oder mit unspezifischen, grippeartigen Beschwerden.
  • 85–90 % der konnatal infizierten Neugeborenen sind bei Geburt asymptomatisch.
  • Typische, nach der Geburt oft noch nicht erkennbare Folgen sind Hörschäden, verzögertes Wachstum, geistige Behinderung und Mikrozephalie.

Diagnostik

  • Eine Primärinfektion wird idealerweise durch Serokonversion nachgewiesen; niedrig-avide IgG-Antikörper sprechen für eine Infektion etwa während der vergangenen drei Monate.
  • Pränatal gelingt der Nachweis beim Fetus am besten per PCR aus Fruchtwasser, die bei zu kurzem Abstand zur Infektion falsch negativ sein kann.
  • Beim Neugeborenen ist der Virusnachweis per PCR aus Speichel oder Urin am sensitivsten, da bei bis zu 80 % keine CMV-IgM-Antikörper nachweisbar sind.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Zytomegalie (CMV) in der Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. RKI-Ratgeber: Zytomegalievirus-Infektion
  2. StatPearls: Congenital Cytomegalovirus Infection (NCBI Bookshelf)
  3. DocCheck Flexikon, Zytomegalie

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.