Adipositas in der Schwangerschaft
Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Prüfungsrelevanz
- 2 von 197 Protokollen · Rang 144
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Definition
- Adipositas ist nach WHO bei Erwachsenen ein Body-Mass-Index von mindestens 30 kg/m², Übergewicht ein BMI von mindestens 25 kg/m².
- Für die Risikoeinschätzung in der Schwangerschaft wird der BMI vor der Schwangerschaft herangezogen.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Übergewicht und Adipositas betreffen bis zu zwei Drittel der Schwangerschaften, mit weltweit steigender Tendenz.
- Am häufigsten ist Adipositas bei Schwangeren in Gebieten mit hoher Deprivation und bei älteren Müttern.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Adipositas begünstigt die Präeklampsie über eine Insulinresistenz, die die endotheliale Dysfunktion fördert, und über einen systemischen proinflammatorischen Zustand durch Zytokine aus dem Fettgewebe.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Übergewichtige und adipöse Schwangere haben ein höheres Risiko für alle Schwangerschaftskomplikationen, vor allem Gestationsdiabetes und Präeklampsie.
- Das Risiko für Fehlgeburt und Totgeburt ist erhöht, und Adipositas ist ein zentraler Risikofaktor für postpartale Blutungen.
- Häufigste kindliche Folge eines Gestationsdiabetes ist die Makrosomie, die das Risiko für Geburtsverletzungen wie Knochenbrüche erhöht.
- Die meisten Frauen mit einem BMI über 25 kg/m² haben dennoch eine normale, unkomplizierte Schwangerschaft.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.