B-Streptokokken in der Schwangerschaft

Prüfungsrelevanz: in 6 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 93

Synonyme
GBS, Streptococcus agalactiae, B-Streptokokken
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Histologie & Zytologie 3
Prüfungsrelevanz
6 von 197 Protokollen · Rang 93
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (3)

B-Streptokokken in der Schwangerschaft – Histologie & Zytologie: Kultur: orange pigmentierte Kolonien von Streptococcus agalactiae (B-Streptokokken) auf Granada-AgarHistologie & Zytologie
Kultur: orange pigmentierte Kolonien von Streptococcus agalactiae (B-Streptokokken) auf Granada-AgarBild: 43trevenque (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
B-Streptokokken in der Schwangerschaft – Histologie & Zytologie: Kultur: positiver CAMP-Test – pfeilspitzenförmig verstärkte Hämolyse von Streptococcus agalactiae an der Staphylokokken-ImpflinieHistologie & Zytologie
Kultur: positiver CAMP-Test – pfeilspitzenförmig verstärkte Hämolyse von Streptococcus agalactiae an der Staphylokokken-ImpflinieBild: Stefan Walkowski (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle · Ausschnitt
B-Streptokokken in der Schwangerschaft – Histologie & Zytologie: Mikroskopie (Gram-Färbung): grampositive Kokken in Paaren und kurzen Ketten – Streptococcus agalactiae aus KulturHistologie & Zytologie
Mikroskopie (Gram-Färbung): grampositive Kokken in Paaren und kurzen Ketten – Streptococcus agalactiae aus KulturBild: Ajay Kumar Chaurasiya (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
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Definition

  • B-Streptokokken (Streptococcus agalactiae) sind grampositive Bakterien, die Genital- und Gastrointestinaltrakt häufig asymptomatisch besiedeln.

Einteilung

  • Early-Onset-Erkrankung: Sie betrifft Neugeborene in den ersten 7 Lebenstagen.
  • Late-Onset-Erkrankung: Sie tritt vom 7. bis zum 89. Lebenstag auf.

Vorkommen & Epidemiologie

Warum es zählt

  • Der Erreger: Streptococcus agalactiae (Gruppe B).
  • Vorkommen: Kolonisation bei 10–30 % der Schwangeren.
  • Die Gefahr für das Kind: Early-onset-Sepsis mit Pneumonie/Meningitis.

Epidemiologie

  • Bis zu einem Drittel der Schwangeren ist gastrointestinal und vaginal kolonisiert.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Die Early-Onset-Erkrankung entsteht durch vertikale Übertragung unter der Geburt, auch durch aszendierende Ausbreitung aus der Vagina.
  • Hauptrisikofaktor ist die mütterliche Kolonisation; das Risiko steigt zudem bei lange zurückliegendem Blasensprung und Frühgeburt.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Beim Neugeborenen äußern sich beide Formen als Bakteriämie, Sepsis, Pneumonie und Meningitis; neurologische Folgeschäden sind u. a. Seh- oder Hörverlust und Zerebralparese.
  • Bei der Schwangeren können B-Streptokokken asymptomatische Bakteriurie, Harnwegsinfektionen, Chorioamnionitis, Endometritis im Wochenbett und Bakteriämie verursachen; beschrieben sind zudem Frühgeburt und Totgeburt.

Diagnostik

  • Der Nachweis von B-Streptokokken setzt eine korrekte Probenentnahme voraus; neben der Kultur werden Nukleinsäure-Amplifikationstests (NAAT) eingesetzt.
  • Die Besiedlung kann wechseln: Bis zu 40 % der in der Schwangerschaft positiv Getesteten sind zum Zeitpunkt der Geburt negativ.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du B-Streptokokken in der Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. CDC: Clinical Overview of Group B Strep Disease
  2. StatPearls: Group B Streptococcus and Pregnancy (NCBI Bookshelf)
  3. DocCheck Flexikon, Streptococcus agalactiae

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.