Triple-negatives Mammakarzinom

Prüfungsrelevanz: in 25 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 30

Synonyme
TNBC, triple-negativer Brustkrebs, basal-like
Fachgebiet
Gynäkologie · Brust (Mamma)
Bilder
Sonographie 2
Prüfungsrelevanz
25 von 197 Protokollen · Rang 30
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Histologie
  8. Diagnostik
  9. Weiterlernen in der App
  10. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  11. Querverweise

Bilder (2)

Triple-negatives Mammakarzinom – Sonographie: Mammasonographie: echoarmer, unscharf begrenzter Herd mit dorsalem SchallschattenSonographie
Mammasonographie: echoarmer, unscharf begrenzter Herd mit dorsalem SchallschattenBild: SCiardullo (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
Triple-negatives Mammakarzinom – Sonographie: Axilläre Lymphknoten bei Mammakarzinom: rundlich, echoarm, Fetthilus aufgehoben (rechts das Elastogramm)Sonographie
Axilläre Lymphknoten bei Mammakarzinom: rundlich, echoarm, Fetthilus aufgehoben (rechts das Elastogramm)Bild: Jenssen C. et al. (Cancers 2026) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

Warum es ungünstig ist

  • Definition: Triple-negativ heißt: Östrogenrezeptor, Progesteronrezeptor und HER2 sind negativ.
  • Typische Merkmale: Charakteristisch sind junges Erkrankungsalter, hohes Grading, hohes Ki-67 und früh auftretende viszerale Metastasen.
  • Mammakarzinom ohne Östrogen- und Progesteronrezeptoren und mit fehlender oder nur geringer HER2-Expression, also negativ für alle drei Biomarker.

Einteilung

  • BRCA1-assoziierte Mammakarzinome fallen überwiegend in die triple-negative Gruppe und überschneiden sich mit dem basal-like-Subtyp.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Etwa 15 % aller Mammakarzinome sind triple-negativ.
  • Das triple-negative Mammakarzinom wird häufig in jüngerem Alter diagnostiziert, ist bei schwarzen Frauen häufiger und tritt dort früher auf.
  • Gehäuft betroffen sind Frauen mit Veränderungen in BRCA1 oder BRCA2.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Die Ursache ist unbekannt; die übrigen Risikofaktoren entsprechen denen anderer Mammakarzinome.
  • In einer großen Serie von BRCA2-Trägerinnen hatten 16 % triple-negative Tumoren.

Klinik

  • Das triple-negative Mammakarzinom wird meist in einem späteren Stadium diagnostiziert, wächst schneller und rezidiviert häufiger als andere invasive Mammakarzinome.
  • Wegen des raschen Wachstums wird es selten als DCIS (Stadium 0) erkannt und ist fast immer invasiv.
  • Die Symptome gleichen denen anderer Mammakarzinome, Beschwerden können aber auch fehlen.

Histologie

  • BRCA1-assoziierte, überwiegend triple-negative Karzinome zeigen gehäuft eine medulläre Histologie und einen höheren Malignitätsgrad.

Diagnostik

  • Nach Bildgebung mit Mammographie, Sonographie oder MRT und Biopsie zeigen Biomarkertests am Tumorgewebe den triple-negativen Status.
  • Zur Ausbreitungsdiagnostik dienen PET oder CT; in die Stadieneinteilung gehen Ausbreitung, triple-negativer Status und Tumorgrad ein.
  • Unter Frauen mit triple-negativem Mammakarzinom finden sich gehäuft BRCA1-Keimbahnvarianten, besonders bei Diagnose vor dem 50. Lebensjahr.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Triple-negatives Mammakarzinom mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. National Cancer Institute: What Is Triple-Negative Breast Cancer (TNBC)?
  2. National Cancer Institute: BRCA1 and BRCA2 (PDQ®), Fachversion
  3. DocCheck Flexikon, Triple-negatives Mammakarzinom

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.