Lobuläres Mammakarzinom und lobuläre Neoplasie

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Synonyme
LCIS, lobuläre Neoplasie, invasiv-lobuläres Karzinom
Fachgebiet
Gynäkologie · Brust (Mamma)
Bilder
Histologie & Zytologie 3
Prüfungsrelevanz
5 von 197 Protokollen · Rang 101
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (3)

Lobuläres Mammakarzinom und lobuläre Neoplasie – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): invasives lobuläres Mammakarzinom – kleine, monomorphe, wenig kohäsive Tumorzellen in Einzelzellreihen (Gänsemarsch) zwischen KollagenfasernHistologie & Zytologie
Histologie (HE): invasives lobuläres Mammakarzinom – kleine, monomorphe, wenig kohäsive Tumorzellen in Einzelzellreihen (Gänsemarsch) zwischen KollagenfasernBild: Ed Uthman from Houston, TX, USA (Wikimedia Commons) · CC BY 2.0 · Quelle
Lobuläres Mammakarzinom und lobuläre Neoplasie – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): invasives lobuläres Karzinom (ILC) neben lobulärem Carcinoma in situ (LCIS), das die Azini ausfülltHistologie & Zytologie
Histologie (HE): invasives lobuläres Karzinom (ILC) neben lobulärem Carcinoma in situ (LCIS), das die Azini ausfülltBild: Randi Ryan, Ossama Tawfik, Roy A Jensen, Shrikant Anant (Wikimedia Commons) · CC BY 4.0 · Quelle
Lobuläres Mammakarzinom und lobuläre Neoplasie – Histologie & Zytologie: Immunhistochemie E-Cadherin: Tumorzellen des lobulären Karzinoms negativ (blau, Pfeil auf Einzelzellreihe), regulärer Gang unten mit membranöser PositivkontrolleHistologie & Zytologie
Immunhistochemie E-Cadherin: Tumorzellen des lobulären Karzinoms negativ (blau, Pfeil auf Einzelzellreihe), regulärer Gang unten mit membranöser PositivkontrolleBild: Mikael Häggström, M.D. (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Lobuläre Läsionen der Brust bestehen aus kleinen, nicht kohäsiven Tumorzellen, die von den Lobuli bzw. der terminalen duktulolobulären Einheit (TDLU) ausgehen.
  • Molekulares Kennzeichen ist der Verlust von E-Cadherin, beim invasiven lobulären Karzinom in über 90 % durch eine CDH1-Mutation.

Einteilung

  • Vorläuferläsionen sind die atypische lobuläre Hyperplasie (ALH) und das lobuläre Carcinoma in situ (LCIS): Die ALH befällt und erweitert weniger als 50 % der Azini einer TDLU, das LCIS mehr als 50 %.
  • Die WHO-Klassifikation nennt neben dem klassischen invasiven lobulären Karzinom solide, alveoläre, pleomorphe und tubulolobuläre Varianten. Solide Formen sind häufiger höhergradig und mit schlechterem Gesamtüberleben assoziiert, pleomorphe zeigen häufiger eine HER2-Amplifikation oder ein triple-negatives Profil.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Das invasive lobuläre Karzinom ist mit 10–15 % der zweithäufigste Typ des invasiven Mammakarzinoms.
  • Es tritt eher bei älteren Frauen auf und ist unter bilateralen Mammakarzinomen überrepräsentiert.

Klinik

  • Wegen des diffusen Wachstums bildet das Karzinom oft keinen tastbaren Knoten; klinische und radiologische Befunde sind diskret, und die Diagnose verzögert sich häufig.
  • Multifokalität, Multizentrizität und Bilateralität sind häufiger, Metastasen finden sich auch in Gastrointestinaltrakt, Peritoneum, Retroperitoneum, Ovarien, Meningen und Orbita.

Histologie

  • Die Tumorzellen liegen einzeln oder in einreihigen Strängen (Gänsemarsch) im fibrösen Stroma mit geringer desmoplastischer Reaktion und umgeben normale Gänge oft schießscheibenartig (targetoid).
  • Das invasive lobuläre Karzinom ist fast immer östrogen- und progesteronrezeptorpositiv, eine HER2-Überexpression oder -Amplifikation ist selten (3–13 %).
  • In etwa der Hälfte der Fälle findet sich begleitend eine lobuläre Neoplasie.

Diagnostik

  • In der Mammographie ist das Karzinom oft subtil; am häufigsten zeigt es sich als spikulierter Herd oder Architekturstörung, und bis zu 30 % sind mammographisch okkult.
  • Die Sensitivität der Mammographie liegt beim lobulären Karzinom bei 34–92 % (duktal 63–98 %), die der MRT bei 83–100 %, in den meisten Studien über 95 %.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Lobuläres Mammakarzinom und lobuläre Neoplasie mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Invasive Lobular Carcinoma (NCBI Bookshelf)
  2. Lobular Breast Cancer: Histomorphology and Different Concepts of a Special Spectrum of Tumors (Cancers (Basel) 2021, PubMed Central)
  3. Invasive Lobular Carcinoma: A Review of Imaging Modalities with Special Focus on Pathology Concordance (Healthcare (Basel) 2023, PubMed Central)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.