B3-Läsionen der Brust

Prüfungsrelevanz: in 4 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 111

Synonyme
atypische duktale Hyperplasie, ADH, flache epitheliale Atypie, radiäre Narbe
Fachgebiet
Gynäkologie · Brust (Mamma)
Bilder
Sonographie 2
Prüfungsrelevanz
4 von 197 Protokollen · Rang 111
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Histologie
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

B3-Läsionen der Brust – Sonographie: Mammasonographie: echoarmer, unscharf begrenzter Herd mit dorsalem SchallschattenSonographie
Mammasonographie: echoarmer, unscharf begrenzter Herd mit dorsalem SchallschattenBild: SCiardullo (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
B3-Läsionen der Brust – Sonographie: Mammasonographie: großer, heterogener solider Herd — histologisch PhyllodestumorSonographie
Mammasonographie: großer, heterogener solider Herd — histologisch PhyllodestumorBild: Cerevisae (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • B3-Läsionen sind Läsionen der Brust mit unsicherem malignem Potenzial: eine heterogene Gruppe mit grenzwertigem histologischem Spektrum und variablem, insgesamt niedrigem Risiko einer begleitenden Malignität.

Einteilung

B-Klassifikation

  • B-Klassifikation: Die Einteilung von B1 bis B5 beschreibt die Dignitätseinschätzung des Stanzmaterials von Normalgewebe bis Malignom.
  • B3-Läsionen: Zu den B3-Läsionen mit unsicherem malignem Potenzial gehören atypische duktale Hyperplasie, flache epitheliale Atypie, lobuläre Neoplasie und das Papillom.
  • Dazu zählen atypische duktale Hyperplasie (ADH), flache epitheliale Atypie, klassische lobuläre Neoplasie, papilläre Läsionen, benigne Phylloides-Tumoren und radiäre Narben.
  • Wird im Folgegewebe ein Karzinom gefunden, wird ein DCIS als B5a und ein invasives Karzinom als B5b eingestuft.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • 4–9 % aller Stanzbiopsien werden als B3 klassifiziert, mit steigender Tendenz durch MRT und Vakuumbiopsie; der positive prädiktive Wert für Malignität ist von 29 auf 10 % gesunken.
  • Atypische Hyperplasien (ADH und atypische lobuläre Hyperplasie) finden sich in 4–10 % der benignen Brustbiopsien, die wegen Bildgebungs- oder Tastbefunden erfolgen.

Klinik

  • Die ADH wird meist zufällig in Nadelbiopsien entdeckt, die wegen auffälliger Mammographiebefunde erfolgen; die flache epitheliale Atypie zeigt sich mammographisch meist als Mikroverkalkungen.

Histologie

  • Histologisch entspricht die ADH weitgehend einem niedriggradigen DCIS; abgegrenzt wird über die Ausdehnung: unter 2 mm wird eine ADH, über 2 mm ein niedriggradiges DCIS diagnostiziert.
  • Die ADH erhöht das Brustkrebsrisiko etwa um das Fünffache; sie gilt als Risikoläsion, nicht als Vorläuferläsion, da das assoziierte Karzinom an beliebiger Stelle beider Brüste und nicht nur im Bereich der ADH auftreten kann.

Diagnostik

  • Die Diagnose wird an der Stanzbiopsie (meist 14G) oder Vakuumbiopsie (7G–11G) unter Ultraschall-, stereotaktischer oder MRT-Steuerung gestellt.
  • Die Rate eines Karzinomnachweises im Folgegewebe variiert je nach Läsion; in den Daten der Konsensuskonferenz war sie bei der ADH am höchsten (27,6 %) und bei papillären Läsionen deutlich niedriger (7,8 %).

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du B3-Läsionen der Brust mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Atypical Ductal Hyperplasia (NCBI Bookshelf)
  2. The Complex Path from Mammary Ductal Hyperplasia to Breast Cancer: Elevated Malignancy Risk in Atypical Forms (Biomedicines 2026, PubMed Central)
  3. DocCheck Flexikon, Mammakarzinom

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.