Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom (Luminal A und B)

Prüfungsrelevanz: in 14 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 55

Fachgebiet
Gynäkologie · Brust (Mamma)
Bilder
Histologie & Zytologie 2
Prüfungsrelevanz
14 von 197 Protokollen · Rang 55
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom (Luminal A und B) – Histologie & Zytologie: Immunhistochemie Östrogenrezeptor: kräftige Kernfärbung nahezu aller Tumorzellen eines metastasierten Mammakarzinoms (Pleura) – hormonrezeptorpositivHistologie & Zytologie
Immunhistochemie Östrogenrezeptor: kräftige Kernfärbung nahezu aller Tumorzellen eines metastasierten Mammakarzinoms (Pleura) – hormonrezeptorpositivBild: Yale Rosen from USA (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 2.0 · Quelle
Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom (Luminal A und B) – Histologie & Zytologie: Immunhistochemie Progesteronrezeptor: diffuse kräftige Kernfärbung der Tumorzellen desselben metastasierten Mammakarzinoms (Pleura)Histologie & Zytologie
Immunhistochemie Progesteronrezeptor: diffuse kräftige Kernfärbung der Tumorzellen desselben metastasierten Mammakarzinoms (Pleura)Bild: Yale Rosen from USA (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 2.0 · Quelle
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Definition

  • Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom mit Östrogen- und/oder Progesteronrezeptoren, das den molekularen Subtypen luminal A und luminal B entspricht.

Einteilung

  • Luminal-A-Tumoren sind Grad 1 oder 2, östrogen- und progesteronrezeptorpositiv, HER2-negativ und haben einen niedrigen Ki-67-Anteil.
  • Luminal-B-Tumoren sind östrogenrezeptorpositiv, haben oft einen hohen Ki-67-Anteil und können HER2-positiv oder -negativ sein.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die meisten Mammakarzinome sind luminal A; etwa 70 % sind hormonrezeptorpositiv und HER2-negativ.
  • Die meisten östrogenrezeptorpositiven Tumoren sind zugleich progesteronrezeptorpositiv; insgesamt sind etwa 70 % aller Mammakarzinome progesteronrezeptorpositiv.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Östrogen- und Progesteronrezeptoren sind Kernrezeptoren, die nach Bindung ihrer Hormone DNA-Replikation und Zellteilung fördern; Östrogen und Progesteron können so das Tumorwachstum antreiben.
  • Eine frühe Menarche, eine späte Menopause und ein höheres Alter bei der ersten Schwangerschaft erhöhen das Brustkrebsrisiko.

Klinik

  • Luminal-A- und -B-Tumoren wachsen in der Regel langsamer als HER2-enriched- und triple-negative (basal-like) Tumoren.

Diagnostik

  • Mammakarzinome werden in der Regel auf Östrogen- und Progesteronrezeptoren sowie HER2 untersucht, oft zusätzlich auf das Protein Ki-67.
  • Die meisten Leitlinien werten eine immunhistochemische Anfärbung ab 1 % als östrogenrezeptorpositiv; ER-low-Tumoren mit 1–10 % Expression (etwa 2–7 % der Fälle) ähneln molekular eher östrogenrezeptornegativen Tumoren.
  • Ki-67 kommt nur in sich teilenden Zellen vor; ein hoher Anteil Ki-67-positiver Tumorzellen zeigt eine rasche Zellteilung an.
  • Der Hormonrezeptorstatus kann sich im Verlauf ändern.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Hormonrezeptorpositives Mammakarzinom (Luminal A und B) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. National Cancer Institute: Breast Cancer Biomarkers
  2. MSD Manual Professional: Breast Cancer
  3. Clinical implication of low estrogen receptor (ER-low) expression in breast cancer (Front Endocrinol (Lausanne) 2022, PubMed Central)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.