Thrombose und Lungenembolie in Schwangerschaft und Wochenbett
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- Synonyme
- Thrombose in der Schwangerschaft
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
- Bilder
- Sonographie 1 · Klinik 1
- Prüfungsrelevanz
- 3 von 197 Protokollen · Rang 125
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Sonographie
Definition
- Die venöse Thromboembolie (VTE) umfasst tiefe Venenthrombose und Lungenembolie, die in der Schwangerschaft oder im Wochenbett auftreten.
- Thromboembolische Erkrankungen gehören zu den führenden Ursachen mütterlicher Todesfälle.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- In der Schwangerschaft begünstigen die erhöhte venöse Kapazität und der erhöhte Venendruck in den Beinen eine Stase, zudem besteht eine gewisse Hyperkoagulabilität.
- Die meisten Thromboembolien entstehen jedoch postpartal durch Gefäßtrauma bei der Geburt; das Risiko bleibt etwa 6 Wochen nach der Geburt erhöht, und eine Sectio steigert es zusätzlich.
- Allgemeine Risikofaktoren sind Thrombophilien und erworbene Zustände wie längere Immobilisation; die meisten Lungenembolien gehen von tiefen Beinvenenthrombosen aus.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Thromboembolien können asymptomatisch, mit nur geringen oder mit ausgeprägten Beschwerden verlaufen; die Symptome der Lungenembolie wie Dyspnoe, Thoraxschmerz und Synkope sind unspezifisch.
- Wadenödeme, Wadenkrämpfe und Druckschmerz kommen in der Schwangerschaft auch physiologisch vor und können Thrombosezeichen vortäuschen.
- Eine Lungenembolie kann zu hämodynamischer Instabilität, Rechtsherzversagen und plötzlichem Tod führen.
- Selten ist postpartal eine septische Beckenvenenthrombophlebitis mit infizierten Thromben in Ovarial-, Iliakalvenen oder V. cava; sie fällt durch über Tage anhaltendes Fieber ohne andere Ursache auf.
Diagnostik
- Die D-Dimere steigen in der Schwangerschaft an; hilfreich ist nur ein negativer Wert, der eine Thrombose ausschließt.
- Eine tiefe Venenthrombose wird in der Schwangerschaft und postpartal meist mit der Dopplersonografie diagnostiziert.
- Die Lungenembolie wird zunehmend mit der Spiral-CT statt mit der Ventilations-Perfusions-Szintigrafie diagnostiziert, da sie bei gleicher Sensitivität weniger Strahlung bedeutet; bei Verdacht auf septische Beckenvenenthrombophlebitis dienen CT oder MRT.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.