Kephalopelvines Missverhältnis

Prüfungsrelevanz: in 4 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 111

Synonyme
relatives Missverhältnis, enges Becken
Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
Bilder
Schema 1
Prüfungsrelevanz
4 von 197 Protokollen · Rang 111
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Ätiopathogenese
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Weiterlernen in der App
  7. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  8. Querverweise

Bilder (1)

Kephalopelvines Missverhältnis – Schema: Schema: Schulter-Arm-Vorfall bei Querlage des FetenSchema
Schema: Schulter-Arm-Vorfall bei Querlage des FetenBild: Bonnie Urquhart Gruenberg (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle

Definition

  • Ein kephalopelvines (fetopelvines) Missverhältnis liegt vor, wenn das Kind das mütterliche Becken nicht passieren kann, weil das Becken zu klein oder das Kind zu groß ist oder eine abnorme Lage, Poleinstellung oder Einstellung vorliegt.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Kindliche Faktoren sind vor allem Makrosomie sowie Lage-, Poleinstellungs- und Einstellungsanomalien; mütterlich ein zu kleines Becken.
  • Als Makrosomie gelten meist Geburtsgewichte ab 4000 oder 4500 g, ohne einheitliche Definition; wichtigste Ursache neben der genetisch bestimmten Größe ist ein mütterlicher Diabetes, daneben trägt die mütterliche Adipositas bei.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Das Missverhältnis äußert sich als protrahierte Geburt oder Geburtsstillstand.
  • Eine Makrosomie ist zusätzlich Risikofaktor für Schulterdystokie und schwere Dammverletzungen; kindlich drohen Klavikula- oder Extremitätenfrakturen und perinatale Asphyxie, und oberhalb von 4500 g steigen Morbidität und Mortalität steil an.

Diagnostik

Beckenmaße

  • Der Weg des Kindes: Eintritt quer im Beckeneingang, Rotation nach gerade im Beckenboden, Deflexion am Damm.
  • Die Diagnose einer protrahierten Geburt ist klinisch und stützt sich auf Zervixbefund und Beurteilung der Wehentätigkeit; eine Gewichtsschätzung klinisch oder sonografisch in der Eröffnungsperiode hilft, eine Makrosomie zu erkennen.
  • Die sonografische Gewichtsschätzung ist nur begrenzt genau, mit zunehmendem Fehler bei steigendem Gewicht; auch die klinische Schätzung ist unzuverlässig.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Kephalopelvines Missverhältnis mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Macrosomia (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Protracted or Arrested Labor
  3. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Large-for-Gestational-Age (LGA) Infant
  4. DocCheck Flexikon, Geburtsstillstand

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.