Uterusinversion
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
- Bilder
- Klinik 1
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
- Bei der Uterusinversion stülpt sich der Fundus uteri in das Cavum, durch den Muttermund oder bis vor den Introitus; etwa 85 Prozent der Fälle treten postpartal auf, typischerweise in der Nachgeburtsperiode.
Einteilung
- Unterschieden werden die puerperale (geburtshilfliche) Inversion, die akut oder chronisch verlaufen kann, und die nicht puerperale Inversion, die meist chronisch verläuft und mit Uterustumoren zusammenhängt, am häufigsten mit Leiomyomen (56 %), seltener mit Malignomen (32 %).
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die puerperale Uterusinversion ist ein seltener, lebensbedrohlicher geburtshilflicher Notfall; nach Sectio wurde eine höhere Inzidenz berichtet.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- Häufigste Ursache ist übermäßiger Zug an der Nabelschnur bei der Plazentalösung; begünstigend wirken übermäßiger Fundusdruck in der Nachgeburtsperiode, eine Uterusatonie und eine Placenta accreta.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Die puerperale Inversion ist eng mit einer postpartalen Blutung verbunden; der Blutverlust erfordert häufig Transfusionen und kann zum hypovolämischen Schock bis zum mütterlichen Tod führen.
- Abdominal ist der Fundus nicht oder tiefer als erwartet tastbar, und der invertierte Fundus kann am oder vor dem Introitus sichtbar sein.
Diagnostik
- Die Diagnose der puerperalen Inversion ist klinisch.
- Sonografisch zeigt sich sagittal eine U-förmige Konfiguration und im Querschnitt ein Zielscheibenzeichen; bei der nicht puerperalen Form ermöglichen Ultraschall und MRT die Diagnose, die Abgrenzung von Tumoren oder Prolaps kann schwierig sein.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.
