Uterusinversion

Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
Bilder
Klinik 1
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (1)

Uterusinversion – Klinik: Klinisches Foto: komplette Uterusinversion – der umgestülpte Uteruskorpus tritt mit hämorrhagischer Endometriumoberfläche vor die Vulva
Klinisches Foto: komplette Uterusinversion – der umgestülpte Uteruskorpus tritt mit hämorrhagischer Endometriumoberfläche vor die VulvaBild: Lawrence Mbuagbaw, Patrick Mbah Okwen (Wikimedia Commons) · CC BY 2.5 · Quelle

Definition

  • Bei der Uterusinversion stülpt sich der Fundus uteri in das Cavum, durch den Muttermund oder bis vor den Introitus; etwa 85 Prozent der Fälle treten postpartal auf, typischerweise in der Nachgeburtsperiode.

Einteilung

  • Unterschieden werden die puerperale (geburtshilfliche) Inversion, die akut oder chronisch verlaufen kann, und die nicht puerperale Inversion, die meist chronisch verläuft und mit Uterustumoren zusammenhängt, am häufigsten mit Leiomyomen (56 %), seltener mit Malignomen (32 %).

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die puerperale Uterusinversion ist ein seltener, lebensbedrohlicher geburtshilflicher Notfall; nach Sectio wurde eine höhere Inzidenz berichtet.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Häufigste Ursache ist übermäßiger Zug an der Nabelschnur bei der Plazentalösung; begünstigend wirken übermäßiger Fundusdruck in der Nachgeburtsperiode, eine Uterusatonie und eine Placenta accreta.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Die puerperale Inversion ist eng mit einer postpartalen Blutung verbunden; der Blutverlust erfordert häufig Transfusionen und kann zum hypovolämischen Schock bis zum mütterlichen Tod führen.
  • Abdominal ist der Fundus nicht oder tiefer als erwartet tastbar, und der invertierte Fundus kann am oder vor dem Introitus sichtbar sein.

Diagnostik

  • Die Diagnose der puerperalen Inversion ist klinisch.
  • Sonografisch zeigt sich sagittal eine U-förmige Konfiguration und im Querschnitt ein Zielscheibenzeichen; bei der nicht puerperalen Form ermöglichen Ultraschall und MRT die Diagnose, die Abgrenzung von Tumoren oder Prolaps kann schwierig sein.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Uterusinversion mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Uterine Inversion (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Uterine Inversion
  3. Obstet Gynecol Int 2020: Nonpuerperal Uterine Inversion – What the Gynaecologists Need to Know? (PMC, Open Access)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.