Geburtsverletzungen (Dammriss, Sphinkterverletzung)

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Synonyme
Dammriss Grad III, Sphinkterverletzung, OASI, Geburtsverletzung, Dammriss
Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
Bilder
Schema 3
Prüfungsrelevanz
12 von 197 Protokollen · Rang 59
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (3)

Geburtsverletzungen (Dammriss, Sphinkterverletzung) – Schema: Mediane und mediolaterale Episiotomie im VergleichSchema
Mediane und mediolaterale Episiotomie im VergleichBild: CFCF (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Geburtsverletzungen (Dammriss, Sphinkterverletzung) – Schema: Klassifikation der geburtshilflichen Analsphinkterverletzung (OASI), Grade 3a/3b/3c und 4Schema
Klassifikation der geburtshilflichen Analsphinkterverletzung (OASI), Grade 3a/3b/3c und 4Bild: Pagkaki C, Papasozomenou P, Oikonomou E, Stavros S, Potiris A, Koutlaki N, Zafrakas M, Gerede A. — Diagnostics (Basel) 2026;16:1458 (PMC13206232) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Geburtsverletzungen (Dammriss, Sphinkterverletzung) – Schema: Dammschutz mit beiden Händen während der KopfgeburtSchema
Dammschutz mit beiden Händen während der KopfgeburtBild: Sciencia58 (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle
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Definition

  • Geburtsverletzungen sind unter der Geburt spontan oder im Zusammenhang mit einer Episiotomie entstehende Risse von Damm, Labien, Vagina und Zervix; Dammrisse III. und IV. Grades werden als geburtshilfliche Analsphinkterverletzungen (OASIS) bezeichnet.

Einteilung

Dammrisse

  • Grad I: Haut/Schleimhaut, II: Dammmuskulatur.
  • Grad III den Sphinkter, IV auch die Rektumschleimhaut.
  • Die Untergliederung lautet 3a <50% EAS, 3b >50% EAS, 3c IAS.
  • Dammrisse werden in vier Grade eingeteilt (Einteilung u. a. des RCOG): Grad I betrifft nur Haut bzw. Schleimhaut, Grad II zusätzlich die Dammmuskulatur ohne Analsphinkter.
  • Grad III betrifft den Analsphinkterkomplex (3a: unter 50 % der Dicke des externen Sphinkters, 3b: über 50 %, 3c: zusätzlich interner Sphinkter), Grad IV zusätzlich das Anal- bzw. Rektumepithel.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Dammverletzungen sind bei vaginalen Geburten häufig, meist handelt es sich um Risse I. oder II. Grades; Analsphinkterverletzungen betreffen in den USA etwa 4 bis 11 % der vaginalen Geburten, in anderen Ländern werden deutlich niedrigere Raten berichtet.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Risikofaktoren sind Erstparität, Zangen- oder Saugglockengeburt, großes Kind, bestimmte kindliche Einstellungen wie die persistierende hintere Hinterhauptseinstellung, mütterliches Alter und Ethnie (etwa asiatische Herkunft) sowie die mediane Episiotomie.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Die meisten Risse heilen ohne Folgen; schwere Risse können zu anhaltenden Schmerzen, sexueller Dysfunktion, Beckenbodenfunktionsstörungen und Inkontinenz führen.
  • Analsphinkterverletzungen sind die Hauptursache einer späteren Analinkontinenz bei Frauen; weitere Komplikationen sind Infektion, Wunddehiszenz und Dyspareunie.

Diagnostik

  • Entscheidend ist, schwere Risse sofort zu erkennen und ihr volles Ausmaß festzustellen, insbesondere eine Beteiligung des Analsphinkters.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Geburtsverletzungen (Dammriss, Sphinkterverletzung) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Obstetric Perineal Lacerations (NCBI Bookshelf)
  2. Rambam Maimonides Med J 2017: Obstetric Anal Sphincter Injuries (OASIs) in Israel – incidence and risk factors (PMC, Open Access)
  3. DocCheck Flexikon, Episiotomie

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.