Wundheilungsstörung und Isthmozele nach Sectio
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- Synonyme
- Isthmozele, Sectionarbennische, Niche
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
- Bilder
- Schema 1
- Prüfungsrelevanz
- 6 von 197 Protokollen · Rang 93
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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SchemaDefinition
Niche-Syndrom
- Definition: ein Defekt der Uterusvorderwand im Bereich der Sectionarbe mit ausgedünntem Myometrium und Flüssigkeitsansammlung.
- Leitsymptom: postmenstruelle Schmierblutung über Tage — Blut sammelt sich in der Nische und läuft verzögert ab.
- Weitere Beschwerden: chronischer Unterbauchschmerz, Dysmenorrhoe, sekundäre Sterilität.
- Diagnostik: Vaginalsonographie, ggf. Sonohysterographie oder Hysteroskopie.
- Eine Wundinfektion (SSI) nach Sectio ist nach CDC-Definition eine Infektion im Bereich des Schnitts bzw. Wundgebiets innerhalb von 30 Tagen; sie kann oberflächlich sein (Haut, Subkutis) oder tiefer reichen und Faszie, Muskel, angrenzende Organe und den Uterus betreffen.
- Die Isthmozele (Nische) ist eine Einziehung im Bereich der Sectionarbe mit einer Tiefe von mindestens 2 mm.
Einteilung
- Wundheilungsstörungen nach Sectio umfassen oberflächliche Infektionen, Wunddehiszenz sowie Flüssigkeitsansammlungen (Serom, Hämatom) im Wundbereich.
- Nischen werden in einfache Nischen, einfache Nischen mit einem Seitenast und komplexe Nischen mit mehreren Ästen unterteilt.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Wundheilungsstörungen betreffen etwa 3 bis 15 Prozent der Frauen nach Sectio.
- Nischen sind sonographisch häufig nachweisbar, mit Gel- oder Kochsalzkontrast häufiger als im einfachen Transvaginalultraschall.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Bei adipösen Frauen ist das Risiko für Wundkomplikationen wie Hämatome, Serome, Abszesse, Dehiszenz und Wundinfektionen erhöht.
- Nischen werden mit Blutungsstörungen, Dysmenorrhoe, Komplikationen in Folgeschwangerschaften und möglicherweise Subfertilität in Verbindung gebracht.
Diagnostik
- Die Nische wird mit Transvaginalultraschall mit oder ohne Gel- oder Kochsalzkontrast, MRT oder Hysteroskopie untersucht; gemessen werden Länge, Tiefe, Restmyometrium- und angrenzende Myometriumdicke sowie die Breite.
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Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.