Fruchtwasserembolie

Synonyme
Amnioninfusionssyndrom, AFE
Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
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Histologie & Zytologie 2
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1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (2)

Fruchtwasserembolie – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): fetale Plattenepithelschuppen in einer mütterlichen Lungenarteriole bei FruchtwasserembolieHistologie & Zytologie
Histologie (HE): fetale Plattenepithelschuppen in einer mütterlichen Lungenarteriole bei FruchtwasserembolieBild: Yale Rosen (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 2.0 · Quelle
Fruchtwasserembolie – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): intravaskuläre fetale Hornschuppen in einem Lungengefäß bei FruchtwasserembolieHistologie & Zytologie
Histologie (HE): intravaskuläre fetale Hornschuppen in einem Lungengefäß bei FruchtwasserembolieBild: Yale Rosen (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 2.0 · Quelle
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Definition

  • Die Fruchtwasserembolie, auch anaphylaktoides Syndrom der Schwangerschaft, ist ein katastrophaler geburtshilflicher Notfall mit plötzlichem kardiorespiratorischem Kollaps und disseminierter intravasaler Gerinnung; sie ist keine mechanische Embolie im eigentlichen Sinn.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die Häufigkeitsangaben schwanken stark (weltweit 1 auf 8000 bis 1 auf 80 000 Geburten); für die USA werden 2,2 bis 7,7 Fälle pro 100 000 Geburten angegeben.
  • In den USA ist sie die zweithäufigste Ursache peripartaler mütterlicher Todesfälle und die häufigste Ursache eines peripartalen Herzstillstands; bei Sectio liegt die Inzidenz in einer Analyse etwa dreimal höher als bei vaginaler Geburt.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Der Kontakt mit fetalen Antigenen aktiviert proinflammatorische Mediatoren und eine überschießende Entzündungsreaktion ähnlich einem SIRS; es kommt zu Organschäden vor allem an Lunge und Herz, zur pulmonalen Vasokonstriktion mit Rechtsherzversagen und zur Aktivierung der Gerinnung bis zur DIC.
  • Als Risikofaktoren gelten bei uneinheitlicher Evidenz unter anderem höheres mütterliches Alter, Mehrlinge, Polyhydramnion, Placenta praevia und accreta, Plazentalösung, Eklampsie, Bauchtrauma, Zervixrisse, Zangengeburt, Uterusruptur und Sectio.

Klinik

Bild

  • Typisch ist Plötzlicher Kollaps mit Hypoxie & Koagulopathie.
  • Die Symptomfolge umfasst Atemnot, Zyanose, Hypotonie, Krampfanfall.
  • Im CTG geht häufig Eine akute fetale Bradykardie.
  • Die Diagnose ist Eine klinische Ausschlussdiagnose.

Klinik und Komplikationen

  • Sie tritt meist unter oder kurz nach der Geburt auf; erstes Zeichen kann ein plötzlicher Herzstillstand sein, sonst entwickeln sich plötzlich Atemnot, Tachykardie, Tachypnoe und Hypotonie mit rasch folgendem respiratorischem Versagen.
  • Etwa ein Drittel der Patientinnen hat zuvor Schüttelfrost, Unruhe, ein plötzliches Angstgefühl, Übelkeit oder Bewusstseinsveränderungen; Schlaganfall und Krampfanfälle sind seltener.

Diagnostik

  • Die Diagnose ist klinisch und eine Ausschlussdiagnose: Sie wird vermutet, wenn die klassische Trias unter oder unmittelbar nach der Geburt auftritt, und gestellt, nachdem andere Ursachen der hämodynamischen Instabilität ausgeschlossen sind.
  • Fetale Plattenepithelien im mütterlichen Lungenkreislauf sind nicht beweisend, da sie auch bei Gebärenden ohne Fruchtwasserembolie vorkommen.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Fruchtwasserembolie mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. DocCheck Flexikon, Fruchtwasserembolie

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.