Beckenendlage
Prüfungsrelevanz: in 17 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 39
- Synonyme
- BEL, Steißlage, Steiß-Fuß-Lage, Fußlage
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
- Bilder
- Schema 2
- Prüfungsrelevanz
- 17 von 197 Protokollen · Rang 39
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (2)
Schema
SchemaDefinition
- Längslage, bei der Steiß oder untere Extremitäten zuerst in das mütterliche Becken eintreten.
Einteilung
Formen
- Günstig für eine vaginale BEL-Geburt: reine Steißlage, normales Schätzgewicht, ausreichendes Becken, Mehrgebärende, erfahrenes Team.
- Man unterscheidet die reine Steißlage mit gebeugten Hüften und gestreckten Beinen, die vollkommene Steißlage mit gebeugten Hüften und Knien sowie unvollkommene Formen mit mindestens einer gestreckten Hüfte, darunter die einfache und doppelte Fußlage.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die Beckenendlage ist die häufigste Lageanomalie und betrifft 3 bis 4 % der Geburten.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- Begünstigend wirken Frühgeburtlichkeit, Mehrlingsschwangerschaft, Uterusanomalien und fetale Fehlbildungen; Lageanomalien allgemein kommen zudem bei fetopelviner Disproportion und strukturellen Uterusveränderungen wie Myomen oder Synechien vor.
Klinik
Weitere Fakten aus den Lernfragen
- Für den nachfolgenden Kopf wird die Manualhilfe nach Veit-Smellie genutzt.
- Hier steckt der Fehler — die Aussage ist falsch.
- Die Spontangeburtsrate bei einer vaginalen Geburt aus Beckenendlage liegt bei rund 36 Prozent.
- Die Zahl wurde hier vertauscht (36 vs. 63).
- Das neurologische Outcome nach fünf Jahren ist jedoch gleich.
Komplikationen
- Der vorangehende Steiß ist ein schlechter Dilatationskeil; die Zervix kann unvollständig eröffnet bleiben, sodass der nachfolgende, größere Kopf eingeklemmt wird und die Nabelschnur komprimiert, was zur fetalen Hypoxämie führen kann.
- Bei vaginaler Geburt steigt das Risiko für Nabelschnurvorfall, Geburtsverletzungen und perinatalen Tod.
Diagnostik
- Lage und Poleinstellung werden im späten dritten Trimenon klinisch mit den Leopold-Handgriffen beurteilt, deren Genauigkeit stark von der Erfahrung des Untersuchers abhängt.
- Bei jedem Verdacht auf eine Lageanomalie wird die Diagnose sonografisch bestätigt.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.