Beckenendlage

Prüfungsrelevanz: in 17 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 39

Synonyme
BEL, Steißlage, Steiß-Fuß-Lage, Fußlage
Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
Bilder
Schema 2
Prüfungsrelevanz
17 von 197 Protokollen · Rang 39
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Beckenendlage – Schema: Reine Steißlage (Frank breech): die Beine sind gestreckt vor dem Rumpf hochgeschlagenSchema
Reine Steißlage (Frank breech): die Beine sind gestreckt vor dem Rumpf hochgeschlagenBild: Bonnie Urquhart Gruenberg (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beckenendlage – Schema: Fußlage (footling breech): ein oder beide Füße gehen voranSchema
Fußlage (footling breech): ein oder beide Füße gehen voranBild: Bonnie Urquhart Gruenberg (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Längslage, bei der Steiß oder untere Extremitäten zuerst in das mütterliche Becken eintreten.

Einteilung

Formen

  • Günstig für eine vaginale BEL-Geburt: reine Steißlage, normales Schätzgewicht, ausreichendes Becken, Mehrgebärende, erfahrenes Team.
  • Man unterscheidet die reine Steißlage mit gebeugten Hüften und gestreckten Beinen, die vollkommene Steißlage mit gebeugten Hüften und Knien sowie unvollkommene Formen mit mindestens einer gestreckten Hüfte, darunter die einfache und doppelte Fußlage.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die Beckenendlage ist die häufigste Lageanomalie und betrifft 3 bis 4 % der Geburten.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Begünstigend wirken Frühgeburtlichkeit, Mehrlingsschwangerschaft, Uterusanomalien und fetale Fehlbildungen; Lageanomalien allgemein kommen zudem bei fetopelviner Disproportion und strukturellen Uterusveränderungen wie Myomen oder Synechien vor.

Klinik

Weitere Fakten aus den Lernfragen

  • Für den nachfolgenden Kopf wird die Manualhilfe nach Veit-Smellie genutzt.
  • Hier steckt der Fehler — die Aussage ist falsch.
  • Die Spontangeburtsrate bei einer vaginalen Geburt aus Beckenendlage liegt bei rund 36 Prozent.
  • Die Zahl wurde hier vertauscht (36 vs. 63).
  • Das neurologische Outcome nach fünf Jahren ist jedoch gleich.

Komplikationen

  • Der vorangehende Steiß ist ein schlechter Dilatationskeil; die Zervix kann unvollständig eröffnet bleiben, sodass der nachfolgende, größere Kopf eingeklemmt wird und die Nabelschnur komprimiert, was zur fetalen Hypoxämie führen kann.
  • Bei vaginaler Geburt steigt das Risiko für Nabelschnurvorfall, Geburtsverletzungen und perinatalen Tod.

Diagnostik

  • Lage und Poleinstellung werden im späten dritten Trimenon klinisch mit den Leopold-Handgriffen beurteilt, deren Genauigkeit stark von der Erfahrung des Untersuchers abhängt.
  • Bei jedem Verdacht auf eine Lageanomalie wird die Diagnose sonografisch bestätigt.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Beckenendlage mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Breech Presentation (NCBI Bookshelf)
  2. StatPearls: Leopold Maneuvers (NCBI Bookshelf)
  3. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Fetal Presentation, Position, and Lie (Including Breech Presentation)
  4. DocCheck Flexikon, Beckenendlage

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.