Spina bifida (Neuralrohrdefekt)
Prüfungsrelevanz: in 15 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 49
- Synonyme
- Neuralrohrdefekt, Myelomeningozele, Lemon sign, Banana sign, offener Rücken
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Fetus & Pränatalmedizin
- Bilder
- Sonographie 4
- Prüfungsrelevanz
- 15 von 197 Protokollen · Rang 49
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (4)
Sonographie
Sonographie
Sonographie
SonographieDefinition
Pathophysiologie und typische Zeichen
- Der Pathomechanismus der offenen Spina bifida ist ein Liquorverlust über den Defekt, der zu einem Absinken des intrakraniellen Drucks führt.
- Als Folge wird das Kleinhirn nach kaudal gezogen, was als Arnold-Chiari-Malformation Typ II bezeichnet wird.
- Das Lemon Sign, eine zitronenförmige Schädelkontur, ist typischerweise zwischen der 16. und 24. SSW am besten zu sehen und verschwindet im dritten Trimenon häufig wieder.
- Beim Banana Sign ist das Kleinhirn bananenförmig verformt und die Cisterna magna ist aufgehoben.
Diagnostik
Weitere Diagnostik und Frühmarker
- Weitere sonografische Hinweise auf eine offene Spina bifida sind eine Ventrikulomegalie und ein kleiner biparietaler Durchmesser.
- Der wichtigste Frühmarker im ersten Trimenon ist die fehlende oder verschmälerte intrakranielle Transluzenz.
- Der direkte Nachweis gelingt durch die Darstellung des Defekts im Längs- und Querschnitt des Rückens.
Typische Bildbefunde
- Sonographie (Offene Spina bifida): Das Kleinhirn ist nicht hantelförmig, sondern nach vorn gekrümmt und bananenartig verformt; es schmiegt sich um den Hirnstamm. Die Cisterna magna ist dabei aufgehoben und nicht mehr abgrenzbar.
- Sonographie (Offene Spina bifida): Die Schädelkontur ist nicht oval, sondern im Bereich der Stirnbeine beidseits eingezogen, sodass der Kopf im Querschnitt die Form einer Zitrone annimmt. Der Pfeil markiert die Einziehung; der übrige Kopfumfang ist altersentsprechend.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.