Trisomie 21 (pränatale Diagnostik)
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- Synonyme
- Down-Syndrom, Trisomie 21
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Fetus & Pränatalmedizin
- Bilder
- Sonographie 3 · Klinik 1
- Prüfungsrelevanz
- 9 von 197 Protokollen · Rang 75
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (4)
Sonographie
Sonographie
SonographieDefinition
- Chromosomenaberration mit einer zusätzlichen Kopie des Chromosoms 21; sie ist die häufigste lebensfähige autosomale Trisomie und die häufigste genetische Ursache einer Intelligenzminderung.
Einteilung
- Etwa 95 % entstehen durch Non-Disjunction in der Meiose, meist mütterlichen Ursprungs, etwa 4 % durch Translokationen (am häufigsten t(14;21)); seltener ist ein Mosaik durch Non-Disjunction in der Embryonalentwicklung.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- In den USA liegt die Inzidenz bei etwa 1 auf 700 Lebendgeburten; das Risiko steigt mit dem mütterlichen Alter von etwa 1:1476 mit 20 Jahren über 1:352 mit 35 auf 1:85 mit 40 Jahren.
- Da die meisten Geburten auf jüngere Frauen entfallen, werden nur etwa 20 % der Kinder mit Down-Syndrom von Müttern über 35 Jahren geboren.
Klinik
Pränatale Zeichen und Klinik
- Typisch sind Intelligenzminderung, muskuläre Hypotonie, charakteristische kraniofaziale Merkmale und verschiedene Fehlbildungen.
- Etwa 50 % der Neugeborenen haben einen angeborenen Herzfehler, am häufigsten Ventrikelseptumdefekt und atrioventrikulären Septumdefekt; etwa 6 % haben Fehlbildungen des Gastrointestinaltrakts, besonders eine Duodenalatresie.
Diagnostik
Biochemische Marker
- Eine typische Konstellation bei Trisomie 21 ist ein niedriges PAPP-A und ein erhöhtes freies beta-hCG.
- Bei einer Trisomie 18 oder 13 sind hingegen beide Werte niedrig, was einen deutlichen Unterschied zur Konstellation bei Trisomie 21 darstellt.
- Die Risikoberechnung wird durch Zusatzmarker wie Nasenbein, Ductus venosus und Trikuspidalregurgitation verbessert.
- Im kombinierten Ersttrimestertest werden β-hCG und PAPP-A im mütterlichen Serum sowie die Nackentransparenz bestimmt; bei Trisomie 21 sind typischerweise β-hCG erhöht, PAPP-A erniedrigt und die Nackentransparenz vergrößert, ohne dass ein Grenzwert der Nackentransparenz diagnostisch wäre.
- Die Analyse zellfreier DNA im mütterlichen Plasma ist ab der 10. SSW möglich und hat höhere Detektionsraten als ältere Verfahren, bleibt aber ein Suchtest; gesichert wird die Diagnose durch Karyotypisierung, pränatal etwa nach Chorionzottenbiopsie.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.