Trisomie 21 (pränatale Diagnostik)

Prüfungsrelevanz: in 9 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 75

Synonyme
Down-Syndrom, Trisomie 21
Fachgebiet
Geburtshilfe · Fetus & Pränatalmedizin
Bilder
Sonographie 3 · Klinik 1
Prüfungsrelevanz
9 von 197 Protokollen · Rang 75
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (4)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (4)

Trisomie 21 (pränatale Diagnostik) – Sonographie: Erhöhte NT + fehlendes Nasenbein (11+6 SSW, Trisomie 21)Sonographie
Erhöhte NT + fehlendes Nasenbein (11+6 SSW, Trisomie 21)Bild: This Photo was taken by Wolfgang Moroder . Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Trisomie 21 (pränatale Diagnostik) – Klinik: Karyogramm Trisomie 21
Karyogramm Trisomie 21Bild: U.S. Department of Energy Human Genome Program. (Wikimedia Commons) · Public domain · Quelle · Ausschnitt
Trisomie 21 (pränatale Diagnostik) – Sonographie: Erhöhte Nackentransparenz 4,2 mm (Trisomie 21)Sonographie
Erhöhte Nackentransparenz 4,2 mm (Trisomie 21)Bild: X.Compagnion (Wikimedia Commons) · Public domain · Quelle
Trisomie 21 (pränatale Diagnostik) – Sonographie: Beidseitiges septiertes Hygroma colli (12+3 SSW, Trisomie 21)Sonographie
Beidseitiges septiertes Hygroma colli (12+3 SSW, Trisomie 21)Bild: Podobnik P, Meštrović T, Podobnik M, Lončar I, Bertović-Žunec I, Kurdija K, Jelčić D, Srebreniković Z, Podobnik-Šarkanji S. (Genes, 2025) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Chromosomenaberration mit einer zusätzlichen Kopie des Chromosoms 21; sie ist die häufigste lebensfähige autosomale Trisomie und die häufigste genetische Ursache einer Intelligenzminderung.

Einteilung

  • Etwa 95 % entstehen durch Non-Disjunction in der Meiose, meist mütterlichen Ursprungs, etwa 4 % durch Translokationen (am häufigsten t(14;21)); seltener ist ein Mosaik durch Non-Disjunction in der Embryonalentwicklung.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • In den USA liegt die Inzidenz bei etwa 1 auf 700 Lebendgeburten; das Risiko steigt mit dem mütterlichen Alter von etwa 1:1476 mit 20 Jahren über 1:352 mit 35 auf 1:85 mit 40 Jahren.
  • Da die meisten Geburten auf jüngere Frauen entfallen, werden nur etwa 20 % der Kinder mit Down-Syndrom von Müttern über 35 Jahren geboren.

Klinik

Pränatale Zeichen und Klinik

  • Typisch sind Intelligenzminderung, muskuläre Hypotonie, charakteristische kraniofaziale Merkmale und verschiedene Fehlbildungen.
  • Etwa 50 % der Neugeborenen haben einen angeborenen Herzfehler, am häufigsten Ventrikelseptumdefekt und atrioventrikulären Septumdefekt; etwa 6 % haben Fehlbildungen des Gastrointestinaltrakts, besonders eine Duodenalatresie.

Diagnostik

Biochemische Marker

  • Eine typische Konstellation bei Trisomie 21 ist ein niedriges PAPP-A und ein erhöhtes freies beta-hCG.
  • Bei einer Trisomie 18 oder 13 sind hingegen beide Werte niedrig, was einen deutlichen Unterschied zur Konstellation bei Trisomie 21 darstellt.
  • Die Risikoberechnung wird durch Zusatzmarker wie Nasenbein, Ductus venosus und Trikuspidalregurgitation verbessert.
  • Im kombinierten Ersttrimestertest werden β-hCG und PAPP-A im mütterlichen Serum sowie die Nackentransparenz bestimmt; bei Trisomie 21 sind typischerweise β-hCG erhöht, PAPP-A erniedrigt und die Nackentransparenz vergrößert, ohne dass ein Grenzwert der Nackentransparenz diagnostisch wäre.
  • Die Analyse zellfreier DNA im mütterlichen Plasma ist ab der 10. SSW möglich und hat höhere Detektionsraten als ältere Verfahren, bleibt aber ein Suchtest; gesichert wird die Diagnose durch Karyotypisierung, pränatal etwa nach Chorionzottenbiopsie.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Trisomie 21 (pränatale Diagnostik) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Down Syndrome (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Down Syndrome (Trisomy 21)
  3. MSD Manual (Profi-Ausgabe): Noninvasive Prenatal Fetal Screening Tests
  4. DocCheck Flexikon, Ersttrimesterscreening

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.