Trisomie 18 und 13
Prüfungsrelevanz: in 6 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 93
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Fetus & Pränatalmedizin
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- Klinik 1
- Prüfungsrelevanz
- 6 von 197 Protokollen · Rang 93
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
- Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) und Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) sind Aneuploidien mit einer zusätzlichen Kopie des Chromosoms 18 bzw. 13 und multiplen Fehlbildungen.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Trisomie 18 tritt in etwa 4,1 auf 10.000 Schwangerschaften auf, Trisomie 13 in etwa 1,7 auf 10.000 (jeweils einschließlich Abbrüchen und Totgeburten).
- Bei Trisomie 13 liegt die Lebendgeborenenprävalenz bei etwa 1 auf 10.000 bis 20.000, die pränatale Mortalität übersteigt 95 %; bei Trisomie 18 überleben weniger als 10 % das erste Lebensjahr, Mädchen sind dreimal häufiger betroffen als Jungen.
Ätiopathogenese
Ätiologie
- Bei Trisomie 18 liegt in über 95 % eine freie Trisomie vor; das zusätzliche Chromosom stammt fast immer von der Mutter, das Risiko steigt mit dem mütterlichen Alter, Translokationen sind selten.
- Bei Trisomie 13 ist die freie Trisomie mit etwa 80 % am häufigsten; partielle Formen beruhen meist auf einer Robertson-Translokation t(13;14), Mosaike machen etwa 5 % aus, und etwa 91 % gehen auf eine mütterliche meiotische Non-Disjunction zurück.
Klinik
- Pränatal zeigen sich bei Trisomie 18 typischerweise Polyhydramnion, kleine Plazenta, singuläre Nabelarterie und Wachstumsrestriktion; postnatal geballte Fäuste mit über den dritten und vierten Finger geschlagenem Zeigefinger, Mikrozephalie, schwere Herzfehler (v. a. offener Ductus arteriosus, Ventrikelseptumdefekt) und Fehlbildungen von Zwerchfell, Bauchwand und Nieren.
- Bei Trisomie 13 sind Mittelliniendefekte typisch, etwa Holoprosenzephalie, Lippen- und Gaumenspalte, Mikrophthalmie und Iriskolobome; 57–80 % haben schwere Herzfehler, häufig sind zudem Polydaktylie und Genitalfehlbildungen.
Diagnostik
- Ein Verdacht ergibt sich pränatal aus Ultraschallbefunden wie Wachstumsrestriktion, aus Serummarkern oder aus der Analyse zellfreier fetaler DNA im mütterlichen Blut; letztere ist ein Suchtest.
- Gesichert wird die Diagnose durch Karyotypisierung und/oder chromosomale Mikroarray-Analyse an Material aus Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Fetus & Pränatalmedizin
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.