Sheehan-Syndrom
Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171
- Synonyme
- postpartale Hypophysennekrose, Hypopituitarismus nach Geburt, Hypophyseninsuffizienz nach Geburt
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
- Bilder
- Mammographie/MRT 2
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Mammographie/MRT
Mammographie/MRTDefinition
Pathogenese
- Zugrunde liegt eine ischämische Nekrose des Hypophysenvorderlappens nach schwerem Blutverlust.
- Das Sheehan-Syndrom (postpartale Hypophysennekrose) ist eine Nekrose von Zellen des Hypophysenvorderlappens nach schwerer postpartaler Blutung mit Hypovolämie und Schock; es führt zu einer Hypophyseninsuffizienz unterschiedlichen Ausmaßes bis zum Panhypopituitarismus.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Durch die verbesserte geburtshilfliche Versorgung ist es in Ländern mit hohem Einkommen deutlich seltener geworden, in ressourcenarmen Ländern bleibt es eine relevante Ursache von Morbidität und Mortalität; es macht etwa 6–8 % aller Ursachen einer Hypophyseninsuffizienz aus.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Der Hypophysenvorderlappen vergrößert sich in der Schwangerschaft physiologisch; sein Pfortadersystem mit niedrigem Fluss ist besonders anfällig für einen Infarkt bei Hypotonie.
- Meist ist nur der Vorderlappen betroffen, mitunter auch der Hinterlappen; ein Diabetes insipidus ist selten.
Klinik
- Das früheste und typischste Zeichen ist die ausbleibende Laktation.
- Hinzu kommen Amenorrhoe, Müdigkeit, Kälteintoleranz, Hypotonie und der Verlust der Sekundärbehaarung.
- Die gefährlichste Komponente ist die sekundäre Nebennierenrindeninsuffizienz mit der Gefahr der Addison-Krise.
- Der Verlauf ist häufig schleichend, sodass die Diagnose erst Monate oder Jahre später gestellt wird.
Klinik und Komplikationen
- Typisch ist das Ausbleiben der Laktation nach der Geburt; hinzu kommen Müdigkeit und Verlust der Scham- und Achselbehaarung.
- Ein TSH-Mangel verursacht eine Hypothyreose mit Gesichtsschwellung, heiserer Stimme, Bradykardie und Kälteintoleranz, ein ACTH-Mangel eine Nebennierenrindeninsuffizienz mit Müdigkeit, Hypotonie und verminderter Belastbarkeit; Hyperpigmentierung und Hyperkaliämie fehlen.
- Akut nach der Geburt können Kopfschmerz, Bewusstseinsstörung, Hypotonie, Hypoglykämie, Übelkeit, Erbrechen und Hyponatriämie auftreten; meist sind die Beschwerden aber unspezifisch, sodass die Diagnose oft verzögert gestellt wird.
Diagnostik
- Wegweisend ist die Anamnese einer schweren peripartalen Blutung; die Diagnose stützt sich auf erniedrigte Hypophysenhormone und ihre Zielhormone.
- In der MRT der Hypophyse zeigt sich im Verlauf typischerweise eine leere Sella.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.