Röteln in der Schwangerschaft

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Synonyme
Röteln
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Klinik 1
Prüfungsrelevanz
4 von 197 Protokollen · Rang 111
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Röteln in der Schwangerschaft – Klinik: Klinisches Foto: Rötelnexanthem – feinfleckiges, blassrosa makulopapulöses Exanthem am Rücken eines Kindes
Klinisches Foto: Rötelnexanthem – feinfleckiges, blassrosa makulopapulöses Exanthem am Rücken eines KindesBild: CDC (Wikimedia Commons) · Public domain · Quelle

Definition

  • Die Rötelnembryofetopathie (konnatales Rötelnsyndrom, CRS) entsteht durch eine über die Plazenta erfolgte Infektion des Fetus bei Röteln der Schwangeren.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • In der Amerikanischen WHO-Region gelten Röteln und CRS seit 2015 offiziell als eliminiert.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Das Rötelnvirus ist ein RNA-Virus aus der Familie der Togaviridae und wird in der Regel durch Tröpfcheninfektion übertragen.
  • In den ersten 12 Schwangerschaftswochen ist das Risiko sehr hoch, mit Schäden bei bis zu 90 % der Feten; in der 13. bis 16. Woche nimmt es deutlich ab, ab der 20. Woche sind Schäden nur Ausnahmen.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Postnatale Röteln verlaufen oft mild mit nuchalen und retroaurikulären Lymphknotenschwellungen und einem kleinfleckigen Exanthem; bis zu 50 % der Infektionen sind asymptomatisch.
  • Die klassische Gregg-Trias umfasst Defekte an Herz (offener Ductus arteriosus), Augen (Katarakt) und Ohren (Innenohrtaubheit).
  • Weitere Folgen sind u. a. niedriges Geburtsgewicht, thrombozytopenische Purpura, Hepatosplenomegalie, Enzephalitis, Myokarditis und Mikrozephalie; die Gesamtletalität des CRS beträgt 15–20 %.

Diagnostik

  • Bei Verdacht in der Schwangerschaft dienen Rötelnvirus-PCR aus Rachenabstrich, Urin und Blut, die Bestimmung der IgG-Avidität und ein Immunoblot der Abklärung.
  • Pränatal kann das Virus per PCR aus Chorionbiopsiematerial oder Fruchtwasser nachgewiesen werden, ab der 22. SSW zusätzlich per IgM oder PCR aus Fetalblut.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Röteln in der Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. RKI-Ratgeber: Röteln

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.