Röteln in der Schwangerschaft
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- Synonyme
- Röteln
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Bilder
- Klinik 1
- Prüfungsrelevanz
- 4 von 197 Protokollen · Rang 111
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Definition
- Die Rötelnembryofetopathie (konnatales Rötelnsyndrom, CRS) entsteht durch eine über die Plazenta erfolgte Infektion des Fetus bei Röteln der Schwangeren.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- In der Amerikanischen WHO-Region gelten Röteln und CRS seit 2015 offiziell als eliminiert.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Das Rötelnvirus ist ein RNA-Virus aus der Familie der Togaviridae und wird in der Regel durch Tröpfcheninfektion übertragen.
- In den ersten 12 Schwangerschaftswochen ist das Risiko sehr hoch, mit Schäden bei bis zu 90 % der Feten; in der 13. bis 16. Woche nimmt es deutlich ab, ab der 20. Woche sind Schäden nur Ausnahmen.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Postnatale Röteln verlaufen oft mild mit nuchalen und retroaurikulären Lymphknotenschwellungen und einem kleinfleckigen Exanthem; bis zu 50 % der Infektionen sind asymptomatisch.
- Die klassische Gregg-Trias umfasst Defekte an Herz (offener Ductus arteriosus), Augen (Katarakt) und Ohren (Innenohrtaubheit).
- Weitere Folgen sind u. a. niedriges Geburtsgewicht, thrombozytopenische Purpura, Hepatosplenomegalie, Enzephalitis, Myokarditis und Mikrozephalie; die Gesamtletalität des CRS beträgt 15–20 %.
Diagnostik
- Bei Verdacht in der Schwangerschaft dienen Rötelnvirus-PCR aus Rachenabstrich, Urin und Blut, die Bestimmung der IgG-Avidität und ein Immunoblot der Abklärung.
- Pränatal kann das Virus per PCR aus Chorionbiopsiematerial oder Fruchtwasser nachgewiesen werden, ab der 22. SSW zusätzlich per IgM oder PCR aus Fetalblut.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.