Toxoplasmose in der Schwangerschaft

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Synonyme
Toxoplasma gondii, konnatale Toxoplasmose, Katzenkrankheit
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Klinik 1
Prüfungsrelevanz
4 von 197 Protokollen · Rang 111
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Ätiopathogenese
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Weiterlernen in der App
  7. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  8. Querverweise

Bilder (1)

Toxoplasmose in der Schwangerschaft – Klinik: Fundoskopie: ausgestanzt wirkende, pigmentierte Makulanarbe nach kongenitaler Toxoplasmose (Retinochoroiditis-Narbe)
Fundoskopie: ausgestanzt wirkende, pigmentierte Makulanarbe nach kongenitaler Toxoplasmose (Retinochoroiditis-Narbe)Bild: S Sudharshan, Sudha K Ganesh, Jyotirmay Biswas (Wikimedia Commons) · CC BY 2.0 · Quelle

Definition

  • Eine pränatale Toxoplasmose entsteht, wenn sich die Mutter in der Schwangerschaft erstmals mit Toxoplasma gondii infiziert und der Erreger transplazentar auf das Ungeborene übergeht.

Ätiopathogenese

Erreger und Übertragung

  • Der Erreger: Toxoplasma gondii.
  • Häufigster Infektionsweg beim Menschen: Verzehr von rohem Fleisch mit Gewebszysten.
  • Zweiter Weg: Oozysten aus Katzenkot (Erde, Gemüse).
  • Durchseuchung in Deutschland: ca. 1/3 bis 1/2 der Frauen sind immun.
  • Gefährlich ist: nur die Erstinfektion in der Schwangerschaft.

Ätiologie und Pathogenese

  • Infektionsquellen sind Gewebezysten in rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch sowie Oozysten aus Katzenkot, etwa über kontaminierte Erde bei der Gartenarbeit.
  • Ist die Infektion bereits vor der Schwangerschaft erfolgt, ist der Fetus durch die mütterlichen Antikörper in der Regel geschützt.
  • Mit fortschreitender Schwangerschaft steigt die Übertragungsrate von etwa 15 % im ersten auf etwa 60 % im letzten Trimenon, während die Schwere der kindlichen Erkrankung abnimmt.

Klinik

Was man beim Kind sucht

  • Die klassische Trias der konnatalen Toxoplasmose: Chorioretinitis, Hydrozephalus, Verkalkungen.
  • Sonographisch auffällig sein können: Ventrikulomegalie, Verkalkungen, Aszites.
  • Häufigste Manifestation überhaupt: stumme Infektion, späte Chorioretinitis.

Klinik und Komplikationen

  • Bei Immunkompetenten bemerken 80–90 % die Infektion nicht; sonst tritt ein grippeähnliches Bild mit Fieber und Lymphadenitis, vorwiegend im Kopf-Hals-Bereich, auf.
  • Eine Infektion im ersten Schwangerschaftsdrittel kann den Embryo schwer schädigen oder zum Abort führen.
  • Als klassische Trias gelten Retinochoroiditis, Hydrozephalus und intrakranielle Verkalkungen; am häufigsten ist die Retinochoroiditis, die sich bei unauffälligen Kindern auch erst nach Monaten oder Jahren zeigen kann.

Diagnostik

  • Eine hohe IgG-Avidität schließt eine Infektion in den vorangegangenen 3–4 Monaten aus, eine niedrige Avidität beweist eine frische Infektion dagegen nicht.
  • Pränatal liefert die PCR aus Fruchtwasser Hinweise auf eine Infektion des Kindes; ein positiver Befund beweist sie, ein negativer schließt sie nicht sicher aus.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Toxoplasmose in der Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. RKI-Ratgeber: Toxoplasmose
  2. DocCheck Flexikon, Toxoplasmose

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.