Syphilis in Gynäkologie und Schwangerschaft

Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Klinik 3
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (3)

Syphilis in Gynäkologie und Schwangerschaft – Klinik: Fetaler Aszites bei konnataler Syphilis
Fetaler Aszites bei konnataler SyphilisBild: Yanase Y, Sirilert S, Jatavan P, Pomrop M, Phirom K, Tongsong T. (Journal of clinical medicine, 2025) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Syphilis in Gynäkologie und Schwangerschaft – Klinik: Pleuraerguss und Kardiomegalie (CTR 0,64) bei konnataler Syphilis
Pleuraerguss und Kardiomegalie (CTR 0,64) bei konnataler SyphilisBild: Yanase Y, Sirilert S, Jatavan P, Pomrop M, Phirom K, Tongsong T. (Journal of clinical medicine, 2025) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Syphilis in Gynäkologie und Schwangerschaft – Klinik: Condylomata lata bei Lues II
Condylomata lata bei Lues IIBild: Content Providers(s): CDC (Wikimedia Commons) · Public domain · Quelle
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Definition

  • Die Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektion durch Treponema pallidum; der Erreger kann diaplazentar auf den Fetus übertragen werden und eine konnatale Syphilis (Lues connata) verursachen.

Einteilung

  • Die Frühsyphilis (bis ein Jahr nach Infektion) umfasst die primäre und die sekundäre Syphilis, die Spätsyphilis (ab einem Jahr) die tertiäre Syphilis und die Neurosyphilis; dazwischen können symptomfreie Latenzphasen liegen.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • In Deutschland werden über 90 % der Infektionen bei Männern diagnostiziert; der seit 2010 beobachtete Anstieg geht vor allem auf Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben, zurück.
  • Bei Frauen ist die Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen am häufigsten betroffen; konnatale Syphilis ist in Deutschland ein Einzelfall (seit 2001 ein bis sechs Fälle pro Jahr).

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Die Übertragung auf den Fetus ist in jedem Schwangerschaftsabschnitt und jedem Stadium der mütterlichen Syphilis möglich; sie hängt von der Treponemenkonzentration im mütterlichen Blut ab, ist umso wahrscheinlicher, je kürzer die Infektion zurückliegt, und erreicht bei Infektion in der Schwangerschaft bis zu 100 %.
  • Die meisten Schwangeren, bei denen eine Syphilis diagnostiziert wird, befinden sich im Latenzstadium.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Im Primärstadium entsteht ein schmerzloses, derbes Ulkus (Ulcus durum) mit regionaler Lymphknotenschwellung; bei der Frau sind häufig die Labien betroffen.
  • Das Sekundärstadium beginnt 4–10 Wochen nach der Infektion mit generalisierter Lymphknotenschwellung und einem Exanthem, das charakteristisch auch Handflächen und Fußsohlen betrifft.
  • Eine intrauterine Infektion führt im natürlichen Verlauf in etwa 30–40 % zu Abort, Totgeburt, Frühgeburt oder Tod kurz nach der Geburt; etwa 50–60 % der infizierten Kinder sind bei Geburt unauffällig, die meisten erkranken aber innerhalb der ersten 8 Lebensmonate.

Diagnostik

  • Die Diagnose erfolgt in aller Regel serologisch: Als Suchtest dienen TPHA- oder TPPA-Test, die meist 2–3 Wochen nach Infektion positiv werden; ein positiver Suchtest wird etwa mit dem FTA-ABS-Test bestätigt.
  • Cardiolipin-Antikörper und treponemenspezifische IgM-Antikörper dienen der Beurteilung der Aktivität; aus Primäraffekten ist ein Direktnachweis per Dunkelfeldmikroskopie oder PCR möglich.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Syphilis in Gynäkologie und Schwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Congenital and Maternal Syphilis (NCBI Bookshelf)
  2. RKI-Ratgeber: Syphilis (Robert Koch-Institut)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.