Prämenstruelles Syndrom (PMS/PMDS)

Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171

Synonyme
prämenstruelle Beschwerden
Fachgebiet
Gynäkologie · Endokrinologie & Zyklus
Prüfungsrelevanz
1 von 197 Protokollen · Rang 171
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Definition
  2. Vorkommen & Epidemiologie
  3. Ätiopathogenese
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Weiterlernen in der App
  7. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  8. Querverweise

Definition

  • Das prämenstruelle Syndrom umfasst psychische, verhaltensbezogene und körperliche Symptome, die in der Lutealphase etwa 1 bis 2 Wochen vor der Menstruation beginnen und kurz nach Blutungsbeginn abklingen.
  • Die prämenstruelle dysphorische Störung ist die schwerste Form und wird im DSM-5 den depressiven Störungen zugeordnet.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die meisten Frauen im reproduktiven Alter bemerken allenfalls leichte prämenstruelle Beschwerden; 5–8 % entwickeln mäßige bis schwere Symptome mit deutlicher Beeinträchtigung.
  • Die Häufigkeit der PMDS wird für Frauen im reproduktiven Alter in den USA mit etwa 2–6 % angegeben; weltweite Schätzungen schwanken stark.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Die Ursache ist unklar; angenommen wird eine individuell erhöhte Empfindlichkeit gegenüber normalen zyklischen Hormonschwankungen, an der Progesteronmetaboliten wie Allopregnanolon sowie das GABAerge und das serotonerge System beteiligt sind.

Klinik

  • Körperliche Symptome sind Brustspannen, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Blähgefühl und Gewichtszunahme.
  • Psychische Kernsymptome sind depressive Verstimmung, Angst und Anspannung, Affektlabilität sowie Reizbarkeit oder Ärger; Reizbarkeit zählt zu den häufigsten Symptomen.

Diagnostik

  • Für die PMDS fordert das DSM-5 mindestens 5 von 11 Symptomen, darunter mindestens eines der 4 Kernsymptome, in der Mehrzahl der Zyklen des vergangenen Jahres.
  • Die Symptome treten in der letzten Woche vor der Menstruation auf und klingen in der Woche danach ab; bestätigt wird dies durch prospektive tägliche Symptomaufzeichnungen über mindestens 2 aufeinanderfolgende Zyklen.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Prämenstruelles Syndrom (PMS/PMDS) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Premenstrual Disorders (NCBI Bookshelf)
  2. MSD Manual Professional: Premenstrual Syndrome (PMS)
  3. Premenstrual Disorders in Adolescents: An Interdisciplinary Perspective (J Clin Med 2026, PubMed Central)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.