Postmenopausale Osteoporose

Prüfungsrelevanz: in 4 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 111

Synonyme
Knochenschwund nach den Wechseljahren
Fachgebiet
Gynäkologie · Endokrinologie & Zyklus
Bilder
Mammographie/MRT 1 · Schema 1
Prüfungsrelevanz
4 von 197 Protokollen · Rang 111
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Ätiopathogenese
  6. Klinik
  7. Diagnostik
  8. Weiterlernen in der App
  9. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  10. Querverweise

Bilder (2)

Postmenopausale Osteoporose – Mammographie/MRT: CT (Brustwirbelsäule, axial und sagittal): ausgeprägte Osteoporose bei einer 85-Jährigen – rarefizierte Spongiosa mit betonten vertikalen Trabekeln und Insuffizienzfrakturen mit …Mammographie/MRT
CT (Brustwirbelsäule, axial und sagittal): ausgeprägte Osteoporose bei einer 85-Jährigen – rarefizierte Spongiosa mit betonten vertikalen Trabekeln und Insuffizienzfrakturen mit …Bild: Hellerhoff (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Postmenopausale Osteoporose – Schema: Schema: osteoporotische Spongiosa – ausgedünnte, teils unterbrochene Knochenbälkchen mit erweiterten MarkräumenSchema
Schema: osteoporotische Spongiosa – ausgedünnte, teils unterbrochene Knochenbälkchen mit erweiterten MarkräumenBild: Laboratoires Servier (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle
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Definition

  • Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung mit verminderter Knochenmasse und gestörter Mikroarchitektur, die zu erhöhter Knochenbrüchigkeit führt; bei der postmenopausalen Form steht der Östrogenmangel im Vordergrund.
  • Nach WHO liegt eine Osteoporose bei einem T-Score von −2,5 SD oder darunter in der DXA vor; eine schwere (manifeste) Osteoporose besteht bei zusätzlich mindestens einer Fragilitätsfraktur.

Einteilung

  • Die primäre postmenopausale Osteoporose (Typ I) beruht auf dem Östrogenmangel; die senile Osteoporose (Typ II) ist vor allem altersbedingt und betrifft Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer.
  • Sekundäre Osteoporosen infolge anderer Grunderkrankungen oder Substanzen machen bis zu 30 % der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen aus.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Die meisten Osteoporosefälle betreffen postmenopausale Frauen und ältere Männer; die maximale Knochenmasse wird um das 30. Lebensjahr erreicht.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Mit der Menopause beschleunigt sich der Knochenverlust auf etwa 2 % pro Jahr über etwa 10 Jahre; trabekulärer Knochen geht wegen seines höheren Umsatzes schneller verloren als kortikaler.
  • Risikofaktoren sind höheres Alter, eine positive Familienanamnese insbesondere für Hüftfrakturen der Eltern, niedriger Body-Mass-Index, Immobilisation, Rauchen, Alkohol und eine unzureichende Calcium- oder Vitamin-D-Zufuhr.

Klinik

  • Die Erkrankung verläuft bis zur ersten Fraktur symptomlos; Wirbelkörperfrakturen sind die häufigsten osteoporotischen Frakturen, etwa zwei Drittel davon bleiben jedoch asymptomatisch.
  • Typische Frakturorte sind Brust- und Lendenwirbelsäule, Schenkelhals und distaler Radius; multiple Wirbelkörperfrakturen führen zu Größenverlust und Kyphose.

Diagnostik

  • Die Knochendichte wird mittels DXA meist an Wirbelsäule und Hüfte gemessen; sind diese Messorte nicht verwertbar, wird der distale Radius (1/3-Radius) herangezogen.
  • Unabhängig von der Knochendichte kann eine Osteoporose auch anhand einer Fragilitätsfraktur diagnostiziert werden, besonders an Wirbelsäule, Hüfte, Humerus oder distalem Radius.
  • Zur Suche nach sekundären Ursachen dienen Calcium, Phosphat, 25-Hydroxy-Vitamin-D, Leberwerte einschließlich alkalischer Phosphatase, Parathormon sowie Calcium und Kreatinin im 24-Stunden-Urin, je nach Klinik ergänzt um TSH und Blutbild.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Postmenopausale Osteoporose mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. MSD Manual Professional: Osteoporosis
  2. Educational Case: Osteoporosis (Acad Pathol 2022, PubMed Central)
  3. Beyond the T-Score: A Narrative Clinical Review of Adult Endocrine Osteoporosis Care (J Clin Med 2026, PubMed Central)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.