Postmenopausale Osteoporose
Prüfungsrelevanz: in 4 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 111
- Synonyme
- Knochenschwund nach den Wechseljahren
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Endokrinologie & Zyklus
- Bilder
- Mammographie/MRT 1 · Schema 1
- Prüfungsrelevanz
- 4 von 197 Protokollen · Rang 111
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Mammographie/MRT
SchemaDefinition
- Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung mit verminderter Knochenmasse und gestörter Mikroarchitektur, die zu erhöhter Knochenbrüchigkeit führt; bei der postmenopausalen Form steht der Östrogenmangel im Vordergrund.
- Nach WHO liegt eine Osteoporose bei einem T-Score von −2,5 SD oder darunter in der DXA vor; eine schwere (manifeste) Osteoporose besteht bei zusätzlich mindestens einer Fragilitätsfraktur.
Einteilung
- Die primäre postmenopausale Osteoporose (Typ I) beruht auf dem Östrogenmangel; die senile Osteoporose (Typ II) ist vor allem altersbedingt und betrifft Frauen etwa doppelt so häufig wie Männer.
- Sekundäre Osteoporosen infolge anderer Grunderkrankungen oder Substanzen machen bis zu 30 % der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen aus.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Die meisten Osteoporosefälle betreffen postmenopausale Frauen und ältere Männer; die maximale Knochenmasse wird um das 30. Lebensjahr erreicht.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Mit der Menopause beschleunigt sich der Knochenverlust auf etwa 2 % pro Jahr über etwa 10 Jahre; trabekulärer Knochen geht wegen seines höheren Umsatzes schneller verloren als kortikaler.
- Risikofaktoren sind höheres Alter, eine positive Familienanamnese insbesondere für Hüftfrakturen der Eltern, niedriger Body-Mass-Index, Immobilisation, Rauchen, Alkohol und eine unzureichende Calcium- oder Vitamin-D-Zufuhr.
Klinik
- Die Erkrankung verläuft bis zur ersten Fraktur symptomlos; Wirbelkörperfrakturen sind die häufigsten osteoporotischen Frakturen, etwa zwei Drittel davon bleiben jedoch asymptomatisch.
- Typische Frakturorte sind Brust- und Lendenwirbelsäule, Schenkelhals und distaler Radius; multiple Wirbelkörperfrakturen führen zu Größenverlust und Kyphose.
Diagnostik
- Die Knochendichte wird mittels DXA meist an Wirbelsäule und Hüfte gemessen; sind diese Messorte nicht verwertbar, wird der distale Radius (1/3-Radius) herangezogen.
- Unabhängig von der Knochendichte kann eine Osteoporose auch anhand einer Fragilitätsfraktur diagnostiziert werden, besonders an Wirbelsäule, Hüfte, Humerus oder distalem Radius.
- Zur Suche nach sekundären Ursachen dienen Calcium, Phosphat, 25-Hydroxy-Vitamin-D, Leberwerte einschließlich alkalischer Phosphatase, Parathormon sowie Calcium und Kreatinin im 24-Stunden-Urin, je nach Klinik ergänzt um TSH und Blutbild.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Endokrinologie & Zyklus
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.