Plazentainsuffizienz
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- Synonyme
- uteroplazentare Insuffizienz
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Bilder
- Sonographie 2
- Prüfungsrelevanz
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (2)
Sonographie
SonographieDefinition
- Plazentainsuffizienz bezeichnet eine unzureichende Plazentaperfusion, durch die der Fetus nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird; eine allgemein akzeptierte Definition fehlt.
- Sie wird als fortschreitender Funktionsverlust der Plazenta verstanden, der in eine chronische fetale Hypoxämie und eine Wachstumsrestriktion mündet.
Einteilung
- Nach dem Diagnosezeitpunkt wird eine früh beginnende (vor 32 SSW) von einer spät beginnenden Wachstumsrestriktion (ab 32 SSW) unterschieden; die frühe Form ist meist schwerer und häufig mit Präeklampsie verbunden.
Ätiopathogenese
Physiologie und Pathophysiologie
- Die Doppler-Sonographie der Aa. uterinae spiegelt die maternale Seite der Plazentation wider, insbesondere den Umbau der Spiralarterien.
- Physiologisch kommt es zu einem deutlichen Abfall des Widerstands bis etwa zur 24. SSW.
- Pathologische Befunde sind ein Pulsatilitätsindex (PI) über der 95. Perzentile und ein persistierender Notch, eine Inzisur postsystolisch.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Plazentainsuffizienz trägt zu Präeklampsie, fetaler Wachstumsrestriktion, Oligohydramnion und Totgeburt bei.
- Als Anpassung an die Hypoxämie wird der Blutfluss zu lebenswichtigen Organen umverteilt (Brain-Sparing), die Kindsbewegungen nehmen ab und das Wachstum verlangsamt sich.
Histologie
- Typische histopathologische Befunde sind distale villöse Hypoplasie, vermehrte synzytiale Knoten, maternale vaskuläre Malperfusion, Plazentainfarkte und Fibrinablagerungen; ein pathognomonischer Marker existiert nicht.
Diagnostik
Typische Bildbefunde
- Sonographie (Notch der A. uterina): Die Kurve steigt steil an und fällt danach ab, bis unmittelbar nach der Systole eine deutliche Einkerbung entsteht; erst danach läuft der diastolische Fluss auf niedrigem Niveau weiter. Das Muster wiederholt sich bei jedem Herzschlag gleichförmig.
- Klassisch wird eine Wachstumsrestriktion über ein Schätzgewicht oder einen Abdomenumfang unter der 10. Perzentile definiert; die fetale Mortalität ist unter der 3. Perzentile am höchsten.
- Die Diagnostik stützt sich vor allem auf die sonografische Biometrie und die Dopplersonografie, insbesondere der A. umbilicalis.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.