Peritonealkarzinose gynäkologischer Tumoren
Prüfungsrelevanz: in 12 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 59
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Ovar & Adnexe
- Bilder
- Endoskopie & Makro 2 · Mammographie/MRT 1 · Histologie & Zytologie 2
- Prüfungsrelevanz
- 12 von 197 Protokollen · Rang 59
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
Bilder (5)
Endoskopie & Makro
Mammographie/MRT
Histologie & Zytologie
Endoskopie & Makro
Histologie & ZytologieDefinition
- Peritoneale Oberflächenmalignome sind Tumoren, die vom Peritoneum ausgehen oder sich auf ihm ausbreiten, darunter primär peritoneale Tumoren, das Pseudomyxoma peritonei und die Peritonealkarzinose gastrointestinaler oder gynäkologischer Primärtumoren.
- Als Peritonealkarzinose bezeichnet man die Implantation von Tumorzellen in der Peritonealhöhle; sie zeigt sich oft multifokal als ausgedehnte Knoten oder muzinöse Ablagerungen.
Einteilung
- Unterschieden werden muzinöse, nicht muzinöse und primär peritoneale Formen.
- Der Peritoneal Cancer Index (PCI) nach Sugarbaker erfasst Verteilung und Größe der Herde in neun abdominopelvinen Regionen und vier Dünndarmregionen.
- Je Region wird die Herdgröße eingestuft: kein Tumor, Knoten unter 0,5 cm, 0,5–5 cm oder über 5 cm.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Beim Ovarialkarzinom werden etwa 70 % der Patientinnen in fortgeschrittenem Stadium (FIGO III–IV) oder mit Peritonealkarzinose diagnostiziert.
- Auch in fortgeschrittenen Stadien vieler gastrointestinaler Tumoren wie Kolon-, Magen- und Pankreaskarzinom ist eine Peritonealkarzinose relativ häufig.
Ätiopathogenese
Pathogenese
- Das Ovarialkarzinom breitet sich in der Bauchhöhle meist über die Peritonealzirkulation aus.
- Die Peritonealflüssigkeit strömt vom Becken über die parakolischen Rinnen nach subdiaphragmal, angetrieben durch den Unterdruck beim Höhertreten des Zwerchfells in der Exspiration; rechts gelangt sie in den vorderen subhepatischen und die rechten hepatischen Räume.
- Links begrenzt das Ligamentum phrenicocolicum den Fluss nach perisplenal.
Klinik
- Komplikationen sind maligner Aszites, Darmverschluss und Mangelernährung.
Diagnostik
- Die CT gilt nach internationalen Leitlinien als Standardverfahren zum Staging des Ovarialkarzinoms mit einer Genauigkeit von bis zu 94 % und erfasst Primärtumor, Peritonealimplantate, Lymphknoten und Fernmetastasen.
- Die MRT hilft dort, wo die CT unzureichend ist, etwa subphrenisch, im kleinen Netz sowie bei serösen und mesenterialen Herden.
- Die Diagnose stützt sich auf Schnittbildgebung, Histologie der Implantate und Tumormarker wie CEA oder CA 125; laparoskopisch lassen sich Ausdehnung bestätigen und Gewebeproben gewinnen.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Ovar & Adnexe
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.