Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste
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- Synonyme
- Gelbkörperzyste, Zystenruptur, hämorrhagische Zyste
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Ovar & Adnexe
- Bilder
- Sonographie 4
- Prüfungsrelevanz
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- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Sonographie
Sonographie
Sonographie
SonographieDefinition
- Bildet sich das Corpus luteum nicht zurück, entsteht eine Lutealzyste, die Flüssigkeit oder Blut enthalten kann; die Begriffe Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagisches Corpus luteum werden daher oft synonym verwendet.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Im reproduktiven Alter sind die meisten Ovarialzysten funktionell: dominante Follikel, Follikelzysten und Lutealzysten.
- Das Corpus luteum wird häufig in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) bildgebend gesehen.
Ätiopathogenese
Physiologie
- Nach der Ovulation kollabiert der dominante Follikel, und unter dem Einfluss von LH proliferieren die Granulosazellen des verbliebenen Follikelbetts zum Corpus luteum.
- Das Corpus luteum bildet vor allem Progesteron, daneben Inhibin A und Östradiol.
- Ohne Befruchtung endet seine Hormonsekretion innerhalb von 14 Tagen nach der Ovulation, und es bildet sich zu einer Narbe, dem Corpus albicans, zurück.
Klinik
Zystenruptur und Einblutung
- Sonographischer Befund: Nach Ruptur einer Zyste findet man freie Flüssigkeit im Douglas und eine inhomogene, teils kollabierte Struktur am Ovar.
- Die Ruptur eines Corpus luteum ist die häufigste Ursache eines gynäkologischen Hämoperitoneums, mit oder ohne aktive Blutung.
Diagnostik
- Das Corpus luteum erscheint in der CT als gut abgegrenzte, bis zu 3 cm große, unilokuläre (selten bilokuläre) zystische Struktur mit gewelltem, kräftig anreicherndem Randsaum, dem im Farbdoppler das ‚ring of fire‘-Zeichen entspricht.
- Als Grenze wurden 3 cm vorgeschlagen: Follikel und Corpus luteum liegen darunter, funktionelle Follikel- und Lutealzysten darüber; in der CT messen beide Zystenarten meist unter 5 cm.
- Nach Kontrastmittelgabe erscheinen die Wände von Lutealzysten dicker und stärker vaskularisiert als die von Follikelzysten.
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Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.