Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste

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Synonyme
Gelbkörperzyste, Zystenruptur, hämorrhagische Zyste
Fachgebiet
Gynäkologie · Ovar & Adnexe
Bilder
Sonographie 4
Prüfungsrelevanz
3 von 197 Protokollen · Rang 125
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (4)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (4)

Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste – Sonographie: Komplexe zystisch-solide Adnexraumforderung — TuboovarialabszessSonographie
Komplexe zystisch-solide Adnexraumforderung — TuboovarialabszessBild: Cureus 2026 (PMC13006111) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste – Sonographie: Freie Flüssigkeit im Douglas-Raum neben Uterus und OvarSonographie
Freie Flüssigkeit im Douglas-Raum neben Uterus und OvarBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle · Ausschnitt
Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste – Sonographie: Transvaginalsonographie: hämorrhagische Ovarialzyste mit retrahiertem KoagelSonographie
Transvaginalsonographie: hämorrhagische Ovarialzyste mit retrahiertem KoagelBild: Mme Mim (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste – Sonographie: Corpus luteum mit echofreiem ZentrumSonographie
Corpus luteum mit echofreiem ZentrumBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle
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Definition

  • Bildet sich das Corpus luteum nicht zurück, entsteht eine Lutealzyste, die Flüssigkeit oder Blut enthalten kann; die Begriffe Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagisches Corpus luteum werden daher oft synonym verwendet.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Im reproduktiven Alter sind die meisten Ovarialzysten funktionell: dominante Follikel, Follikelzysten und Lutealzysten.
  • Das Corpus luteum wird häufig in der zweiten Zyklushälfte (Lutealphase) bildgebend gesehen.

Ätiopathogenese

Physiologie

  • Nach der Ovulation kollabiert der dominante Follikel, und unter dem Einfluss von LH proliferieren die Granulosazellen des verbliebenen Follikelbetts zum Corpus luteum.
  • Das Corpus luteum bildet vor allem Progesteron, daneben Inhibin A und Östradiol.
  • Ohne Befruchtung endet seine Hormonsekretion innerhalb von 14 Tagen nach der Ovulation, und es bildet sich zu einer Narbe, dem Corpus albicans, zurück.

Klinik

Zystenruptur und Einblutung

  • Sonographischer Befund: Nach Ruptur einer Zyste findet man freie Flüssigkeit im Douglas und eine inhomogene, teils kollabierte Struktur am Ovar.
  • Die Ruptur eines Corpus luteum ist die häufigste Ursache eines gynäkologischen Hämoperitoneums, mit oder ohne aktive Blutung.

Diagnostik

  • Das Corpus luteum erscheint in der CT als gut abgegrenzte, bis zu 3 cm große, unilokuläre (selten bilokuläre) zystische Struktur mit gewelltem, kräftig anreicherndem Randsaum, dem im Farbdoppler das ‚ring of fire‘-Zeichen entspricht.
  • Als Grenze wurden 3 cm vorgeschlagen: Follikel und Corpus luteum liegen darunter, funktionelle Follikel- und Lutealzysten darüber; in der CT messen beide Zystenarten meist unter 5 cm.
  • Nach Kontrastmittelgabe erscheinen die Wände von Lutealzysten dicker und stärker vaskularisiert als die von Follikelzysten.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Corpus-luteum-Zyste und hämorrhagische Ovarialzyste mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Anatomy, Abdomen and Pelvis, Ovary Corpus Luteum (NCBI Bookshelf)
  2. DocCheck Flexikon, Ovarialtorsion

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.