Hydrosalpinx
Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171
- Synonyme
- Saktosalpinx, Tubenverschluss
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Ovar & Adnexe
- Bilder
- Klinik 1 · Sonographie 1
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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SonographieDefinition
- Eine Hydrosalpinx entsteht, wenn ein distaler oder proximaler Tubenverschluss zur Füllung und Aufdehnung des Eileiters mit Flüssigkeit führt.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Tubare Erkrankungen sind an bis zu etwa 35 % der Fälle von Infertilität beteiligt.
- In einer Kohorte nach akuter PID bestand nach drei Monaten bei 26,7 % sonographisch der Verdacht auf eine Hydrosalpinx.
Ätiopathogenese
Ätiologie
- Meist geht die Hydrosalpinx auf eine vorausgegangene akute Pelvic Inflammatory Disease zurück; sie kann aber auch bei einer noch bestehenden akuten Salpingitis vorliegen.
Klinik
- Bei künstlicher Befruchtung ist die Hydrosalpinx mit geringeren Implantations- und Schwangerschaftsraten sowie einem höheren Risiko für Extrauteringravidität und Fehlgeburt verbunden.
- Diskutiert werden eine Beeinträchtigung der endometrialen Empfänglichkeit und ein toxischer Effekt der Tubenflüssigkeit auf frühe Embryonen.
Diagnostik
Typische Bildbefunde
- Sonographie (Hydrosalpinx): Neben dem Ovar zieht ein länglicher, echofreier und mehrfach geschlängelter Hohlraum. Von der Wand ragen unvollständige Septen in das Lumen, ohne es ganz zu unterteilen; solide Anteile fehlen.
- Sonographisch typisch ist eine längliche, gewundene zystische Struktur mit echofreiem oder echoarmem Inhalt und unvollständigen Septen, die bei chronischer Hydrosalpinx in bis zu 85–93 % nachweisbar sind.
- Echoreiche Wandknötchen von 2–3 mm („beads on a string“), die abgeflachten, fibrotischen Resten der Schleimhautfalten entsprechen, sprechen für eine chronische Hydrosalpinx.
- Eine verdickte Tubenwand und ein Cogwheel-Zeichen sprechen dagegen für eine akute Salpingitis.
- In einer Metaanalyse bei Frauen mit Adnexbefunden erreichte der Vaginalultraschall eine gepoolte Sensitivität von 84 % und eine Spezifität von 99 %.
- Goldstandard ist die histologische Bestätigung, akzeptiert ist auch die direkte laparoskopische Darstellung.
- In CT und MRT erscheint die Hydrosalpinx als flüssigkeitsgefüllte, dünnwandige tubuläre Struktur ohne Wandanreicherung, in der MRT T2-hyperintens und T1-hypointens.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Ovar & Adnexe
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.