Hydrosalpinx

Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171

Synonyme
Saktosalpinx, Tubenverschluss
Fachgebiet
Gynäkologie · Ovar & Adnexe
Bilder
Klinik 1 · Sonographie 1
Prüfungsrelevanz
1 von 197 Protokollen · Rang 171
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (2)

Hydrosalpinx – Klinik: Tube — Hydrosalpinx: geschlängelte, echofreie Tubenstruktur mit inkompletter Septierung
Tube — Hydrosalpinx: geschlängelte, echofreie Tubenstruktur mit inkompletter SeptierungBild: Ekem ( talk ) (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
Hydrosalpinx – Sonographie: PID: komplexe Adnexraumforderung mit dilatiertem tubulärem Anteil (Pyo-/Hydrosalpinx)Sonographie
PID: komplexe Adnexraumforderung mit dilatiertem tubulärem Anteil (Pyo-/Hydrosalpinx)Bild: Cureus 2026 (PMC13006111) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

  • Eine Hydrosalpinx entsteht, wenn ein distaler oder proximaler Tubenverschluss zur Füllung und Aufdehnung des Eileiters mit Flüssigkeit führt.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Tubare Erkrankungen sind an bis zu etwa 35 % der Fälle von Infertilität beteiligt.
  • In einer Kohorte nach akuter PID bestand nach drei Monaten bei 26,7 % sonographisch der Verdacht auf eine Hydrosalpinx.

Ätiopathogenese

Ätiologie

  • Meist geht die Hydrosalpinx auf eine vorausgegangene akute Pelvic Inflammatory Disease zurück; sie kann aber auch bei einer noch bestehenden akuten Salpingitis vorliegen.

Klinik

  • Bei künstlicher Befruchtung ist die Hydrosalpinx mit geringeren Implantations- und Schwangerschaftsraten sowie einem höheren Risiko für Extrauteringravidität und Fehlgeburt verbunden.
  • Diskutiert werden eine Beeinträchtigung der endometrialen Empfänglichkeit und ein toxischer Effekt der Tubenflüssigkeit auf frühe Embryonen.

Diagnostik

Typische Bildbefunde

  • Sonographie (Hydrosalpinx): Neben dem Ovar zieht ein länglicher, echofreier und mehrfach geschlängelter Hohlraum. Von der Wand ragen unvollständige Septen in das Lumen, ohne es ganz zu unterteilen; solide Anteile fehlen.
  • Sonographisch typisch ist eine längliche, gewundene zystische Struktur mit echofreiem oder echoarmem Inhalt und unvollständigen Septen, die bei chronischer Hydrosalpinx in bis zu 85–93 % nachweisbar sind.
  • Echoreiche Wandknötchen von 2–3 mm („beads on a string“), die abgeflachten, fibrotischen Resten der Schleimhautfalten entsprechen, sprechen für eine chronische Hydrosalpinx.
  • Eine verdickte Tubenwand und ein Cogwheel-Zeichen sprechen dagegen für eine akute Salpingitis.
  • In einer Metaanalyse bei Frauen mit Adnexbefunden erreichte der Vaginalultraschall eine gepoolte Sensitivität von 84 % und eine Spezifität von 99 %.
  • Goldstandard ist die histologische Bestätigung, akzeptiert ist auch die direkte laparoskopische Darstellung.
  • In CT und MRT erscheint die Hydrosalpinx als flüssigkeitsgefüllte, dünnwandige tubuläre Struktur ohne Wandanreicherung, in der MRT T2-hyperintens und T1-hypointens.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Hydrosalpinx mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Transvaginal Ultrasound Accuracy in the Hydrosalpinx Diagnosis: A Systematic Review and Meta-Analysis (Diagnostics (Basel) 2023, PubMed Central)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.