Adnextorsion (Ovarialtorsion)

Prüfungsrelevanz: in 11 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 64

Synonyme
Ovarialtorsion, Stieldrehung des Ovars, Stieldrehung des Eierstocks, verdrehter Eierstock
Fachgebiet
Gynäkologie · Ovar & Adnexe
Bilder
Sonographie 3
Prüfungsrelevanz
11 von 197 Protokollen · Rang 64
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Ätiopathogenese
  4. Klinik
  5. Diagnostik
  6. Weiterlernen in der App
  7. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  8. Querverweise

Bilder (3)

Adnextorsion (Ovarialtorsion) – Sonographie: Komplexe zystisch-solide Adnexraumforderung — TuboovarialabszessSonographie
Komplexe zystisch-solide Adnexraumforderung — TuboovarialabszessBild: Cureus 2026 (PMC13006111) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Adnextorsion (Ovarialtorsion) – Sonographie: Freie Flüssigkeit im Douglas-Raum neben Uterus und OvarSonographie
Freie Flüssigkeit im Douglas-Raum neben Uterus und OvarBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle · Ausschnitt
Adnextorsion (Ovarialtorsion) – Sonographie: Transvaginalsonographie: hämorrhagische Ovarialzyste mit retrahiertem KoagelSonographie
Transvaginalsonographie: hämorrhagische Ovarialzyste mit retrahiertem KoagelBild: Mme Mim (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 3.0 · Quelle · Ausschnitt
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Definition

Ovarialtorsion

  • Symptomatik: Typisch ist plötzlicher, heftiger, einseitiger Schmerz mit Übelkeit und Erbrechen, oft wellenförmig.
  • Sonographie: Sonographisch ist das Ovar vergrößert und ödematös, weil der arterielle Zufluss länger erhalten bleibt als der venöse Abfluss.
  • Dopplersonographie: Der Doppler ist wenig hilfreich, weil ein erhaltener arterieller Fluss eine Torsion nicht ausschließt.
  • Bei der Ovarialtorsion dreht sich das Ovar um seine Haltebänder (Ligamentum infundibulopelvicum und Ligamentum ovarii proprium); dreht sich die Tube mit, spricht man von Adnextorsion.

Ätiopathogenese

Pathogenese und Risikofaktoren

  • Zunächst werden venöser und lymphatischer Abfluss behindert, mit Ödem, Stauung und Vergrößerung des Ovars; bei anhaltender Torsion folgen Ischämie und hämorrhagischer Infarkt.
  • Bei Frauen im reproduktiven Alter liegt in 50–90 % eine meist über 5 cm große Raumforderung zugrunde, am häufigsten ein reifes zystisches Teratom.
  • Endometriome und Malignome führen wegen ihrer Fixierung an Nachbarstrukturen nur gelegentlich zur Torsion.

Klinik

  • Typisch ist ein plötzlich einsetzender Unterbauchschmerz mit Ausstrahlung in Flanke oder Leiste und Adnexdruckschmerz; oft ist das Bild aber unspezifisch mit intermittierenden Schmerzen, leichtem Fieber, Übelkeit und Erbrechen.
  • Wiederkehrende Attacken können auf Torsion und spontaner Rückdrehung beruhen; unerkannt drohen Nekrose, Verlust des Ovars und Infertilität.

Diagnostik

  • Primäre Bildgebung ist der Ultraschall; wegen der doppelten Blutversorgung kann im Farbdoppler noch arterieller Fluss nachweisbar sein, der eine Torsion nicht ausschließt.
  • In der CT zeigt sich ein einseitig vergrößertes, oft zur Mittellinie verlagertes Ovar mit randständig verdrängten Follikeln, ein spiralig gedrehter Gefäßstiel sowie freie Flüssigkeit und entzündliche Fettgewebsveränderungen.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Adnextorsion (Ovarialtorsion) mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Ovarian Torsion
  2. DocCheck Flexikon, Ovarialtorsion

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.