Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom
Prüfungsrelevanz: in 3 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 125
- Synonyme
- Perihepatitis, Chlamydien-Perihepatitis
- Fachgebiet
- Gynäkologie · Ovar & Adnexe
- Bilder
- Endoskopie & Makro 1
- Prüfungsrelevanz
- 3 von 197 Protokollen · Rang 125
- In der App
- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Endoskopie & MakroDefinition
- Das Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom ist eine Perihepatitis im Rahmen einer Pelvic Inflammatory Disease: eine Entzündung der Leberkapsel ohne Beteiligung des Leberparenchyms mit Adhäsionsbildung und rechtsseitigen Oberbauchschmerzen.
- Das Syndrom ist nicht auf Gonokokkeninfektionen beschränkt und wurde bei beiden Geschlechtern beschrieben.
Ätiopathogenese
Ätiologie
- Es kann sich aus einer akuten Gonokokken- oder Chlamydien-Salpingitis entwickeln; als häufigerer Erreger gilt heute Chlamydia trachomatis.
- In einer Studie aus einer Notfallambulanz mit 82 Patientinnen war Chlamydia trachomatis per PCR bei 89 % nachweisbar, Gonokokken nur bei drei Patientinnen.
- Die Pathogenese ist nicht sicher geklärt: Diskutiert werden die Ausbreitung von Exsudat entlang der parakolischen Rinnen vom Becken zum Zwerchfell sowie eine hämatogene oder lymphogene Streuung.
Klinik
Spätfolgen und Perihepatitis
- Wichtigste Spätfolgen: Tubare Sterilität, EUG, chronischer Schmerz.
- Fitz-Hugh-Curtis-Syndrom: Perihepatitis bei Chlamydien-Infektion.
- Laparoskopisch sieht man dabei: Violinsaitenartige Adhäsionen.
- Leitsymptom ist der rechtsseitige Oberbauchschmerz, der sich bei tiefer Atmung verstärkt und auf Stauung der Leberkapsel und Exsudat zurückgeführt wird.
- Der Oberbauchschmerz kann Unterbauchschmerzen um einige Tage folgen oder gleichzeitig auftreten; ohne Unterbauchschmerzen ist er selten.
- Fieber und Ausfluss können fehlen: In der genannten Studie hatten nur 15 % Fieber und 41 % vaginalen Ausfluss.
Diagnostik
- Das Syndrom kann eine akute Cholezystitis imitieren; hinweisend ist meist der Nachweis einer Salpingitis bei der gynäkologischen Untersuchung oder im Ultraschall.
- Eine dynamische CT mit arterieller Phase verbessert die Darstellung der perihepatischen Kontrastmittelanreicherung der Leberkapsel.
- Gesichert wird die Diagnose laparoskopisch oder per Laparotomie durch saitenartige Adhäsionen („violin strings“) zwischen Leberoberfläche und vorderer Bauchwand oder durch Erregernachweis aus der Leberkapsel.
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Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Ovar & Adnexe
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.