Monochoriale Zwillingsschwangerschaft

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Synonyme
MoDi, MoMo, monoamniote Zwillinge
Fachgebiet
Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
Bilder
Sonographie 1
Prüfungsrelevanz
9 von 197 Protokollen · Rang 75
In der App
1 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (1)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (1)

Monochoriale Zwillingsschwangerschaft – Sonographie: T-Zeichen / leeres Lambda (monochorial-diamniot)Sonographie
T-Zeichen / leeres Lambda (monochorial-diamniot)Bild: Khalil A, Sotiriadis A, Baschat A, Bhide A, Gratacós E, Hecher K, Lewi L, Salomon LJ, Thilaganathan B, Ville Y. (Ultrasound in obstetrics & gynecology : the official journal of the International Society of Ultrasound in Obstetrics and Gynecology, 2025) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt

Definition

  • Eine monochoriale Zwillingsschwangerschaft ist eine Zwillingsschwangerschaft mit einer gemeinsamen Plazenta; bis zu ein Drittel aller Zwillingsschwangerschaften ist monochorial.

Einteilung

  • Unterschieden werden monochorial-diamniote (eine Plazenta, zwei Fruchthöhlen) und monochorial-monoamniote Zwillinge (eine Plazenta, eine Fruchthöhle).

Ätiopathogenese

Ätiologie und Pathogenese

  • Monochoriale Zwillinge sind monozygot; diamniote entstehen bei Teilung zwischen dem 3. und 8. Tag, monoamniote zwischen dem 8. und 13. Tag nach der Befruchtung.
  • In nahezu allen monochorialen Plazenten verbinden Gefäßanastomosen beide fetalen Kreisläufe; deren Angioarchitektur bestimmt das Risikoprofil.

Klinik

Spezifika der Monochorionizität

  • Spezifische Risiken bei monochorialer Anlage sind das fetofetale Transfusionssyndrom (FFTS), TAPS, die selektive Wachstumsrestriktion und die TRAP-Sequenz.
  • Bei monoamnialer Anlage kommt als zusätzliches, ernstes Risiko die Nabelschnurverwicklung hinzu.
  • Verstirbt ein Fetus bei monochorialer Anlage, kommt es über die Anastomosen zu einer akuten Transfusion in den verstorbenen Feten, was beim überlebenden Zwilling zu Hypotension mit Todesfolge oder neurologischer Schädigung führen kann.
  • Etwa jede vierte bis fünfte monochoriale Zwillingsschwangerschaft entwickelt ein fetofetales Transfusionssyndrom.

Klinik und Komplikationen

  • Nur bei Monochorionizität auftretende Komplikationen sind fetofetales Transfusionssyndrom (FFTS), Twin-Anemia-Polycythemia-Sequenz (TAPS), TRAP-Sequenz, Monoamnionizität und siamesische Zwillinge.
  • Nach intrauterinem Tod eines Zwillings stirbt bei Monochorionizität in etwa 15 % auch der andere Zwilling, und bei etwa 34 % zeigt die postnatale Bildgebung des Gehirns Auffälligkeiten.

Diagnostik

  • Sonografisch spricht das T-Zeichen für Monochorionizität, das Lambda-Zeichen für Dichorionizität; die Chorionizität lässt sich am besten im ersten Trimenon bestimmen.
  • Nach Quintero liegt ein FFTS bei einem tiefsten Fruchtwasserdepot von höchstens 2 cm beim Spender und mindestens 8 cm beim Empfänger vor.
  • Eine TAPS wird pränatal über diskordante Dopplerbefunde der A. cerebri media erkannt, etwa eine Spitzengeschwindigkeit von mindestens 1,5 MoM beim Spender und höchstens 0,8 MoM beim Empfänger.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Monochoriale Zwillingsschwangerschaft mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 1 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Ultrasound Obstet Gynecol 2025: ISUOG Practice Guidelines (updated): role of ultrasound in twin pregnancy (PubMed Central)
  2. StatPearls: Twin-to-Twin Transfusion Syndrome (NCBI Bookshelf)
  3. DocCheck Flexikon, Mehrlingsschwangerschaft

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.