Parvovirus B19 in der Schwangerschaft
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- Synonyme
- Ringelröteln, Erythema infectiosum
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Schwangerschaftserkrankungen
- Bilder
- Sonographie 1
- Prüfungsrelevanz
- 10 von 197 Protokollen · Rang 66
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- 1 Karteikarten · GynFuchs
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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SonographieDefinition
Erreger und Klinik
- Die Erkrankung heißt beim Kind: Ringelröteln, also Erythema infectiosum.
- Typisch beim Kind: Wangenerythem, girlandenförmiges Exanthem.
- Was das Virus angreift: erythroide Vorläuferzellen.
- Deshalb droht dem Feten: aplastische Anämie, Hydrops fetalis.
- Bei der Erwachsenen im Vordergrund: Arthralgien, grippaler Verlauf.
- Ansteckend ist das Kind: vor Exanthemausbruch.
- Die Parvovirus-B19-Infektion in der Schwangerschaft ist eine mütterliche Infektion mit dem Erreger der Ringelröteln (Erythema infectiosum), die transplazentar auf den Fetus übergehen kann.
Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Zu Beginn der Schwangerschaft sind je nach untersuchter Gruppe 34–65 % der Schwangeren nicht immun.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Pathogenese
- Das Virus wird über respiratorische Sekrete, Hand-Mund-Kontakt, Blutprodukte und transplazentar übertragen.
- Fetale Gewebe, darunter blutbildende Zellen und Myokard, tragen den P-Antigen-Rezeptor des Virus, was vor allem Anämie und Hydrops erklärt.
- Die Übertragungsrate auf den Fetus liegt bei 17–33 %.
- Am stärksten gefährdet ist der Fetus im ersten und zweiten Trimenon; nach der 20. SSW liegt das Hydropsrisiko bei 1 % oder darunter.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Bei immunkompetenten Erwachsenen verläuft die Infektion meist asymptomatisch oder mild; mütterlich können Erythema infectiosum, Arthropathie, Anämie und Thrombozytopenie auftreten.
- Fetale Folgen sind Anämie, Thrombozytopenie, Myokarditis, Ergüsse, nicht-immunologischer Hydrops und intrauteriner Fruchttod; die meisten infizierten Feten bleiben jedoch ohne Folgen.
Diagnostik
Fetale Überwachung
- Der entscheidende Messwert: PSV in der A. cerebri media (ACM).
- Was ihn bei Anämie ansteigen lässt: geringere Blutviskosität.
- Grenzwert für die Verdachtsdiagnose einer schweren Anämie: PSV-Anstieg über 1,5 MoM.
- Weitere Zeichen im Ultraschall: Aszites, Ergüsse, Haut- & Plazentaödem.
- Mütterlich beruht die Diagnose auf IgG- und IgM-Antikörpern; IgM ist ab Ende der ersten Infektionswoche nachweisbar.
- Die fetale Infektion wird per PCR aus Fruchtwasser nachgewiesen.
- Eine maximale systolische Flussgeschwindigkeit der A. cerebri media über 1,5 MoM spricht stark für eine mittelschwere bis schwere fetale Anämie.
- Sonografische Hydropszeichen sind Aszites, Hautödem, Pleura- und Perikarderguss sowie Plazentaödem.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Weitere Themen: Schwangerschaftserkrankungen
Siehe auch
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.