Mekoniumhaltiges Fruchtwasser

Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171

Fachgebiet
Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
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Histologie & Zytologie 2
Prüfungsrelevanz
1 von 197 Protokollen · Rang 171
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (2)
  2. Definition
  3. Vorkommen & Epidemiologie
  4. Ätiopathogenese
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Querverweise

Bilder (2)

Mekoniumhaltiges Fruchtwasser – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): pigmentbeladene Makrophagen (Mekoniophagen) und vakuolisiertes Amnionepithel als Zeichen der MekoniumexpositionHistologie & Zytologie
Histologie (HE): pigmentbeladene Makrophagen (Mekoniophagen) und vakuolisiertes Amnionepithel als Zeichen der MekoniumexpositionBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle
Mekoniumhaltiges Fruchtwasser – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): Mekoniumaspiration – aspirierte Hornschuppen und bräunliches Mekonium in Bronchiolus und Alveolen des NeugeborenenHistologie & Zytologie
Histologie (HE): Mekoniumaspiration – aspirierte Hornschuppen und bräunliches Mekonium in Bronchiolus und Alveolen des NeugeborenenBild: Yale Rosen (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 2.0 · Quelle
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Definition

  • Mekoniumhaltiges Fruchtwasser entsteht, wenn das Kind vor oder unter der Geburt Mekonium absetzt, den ersten Stuhl des Neugeborenen.
  • Mekonium ist eine schwarzgrüne, sterile, zähe Masse aus Wasser, abgeschilferten Haut- und Darmzellen, Magen-Darm-Sekreten, Galle, Schleim, Lanugohaaren, Vernix und Fruchtwasser.
  • Das Mekoniumaspirationssyndrom ist eine Atemstörung des Neugeborenen bei mekoniumhaltigem Fruchtwasser, wenn sich die Atemsymptome nicht anders erklären lassen.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie

  • Mekoniumhaltiges Fruchtwasser findet sich bei 4 bis 22 Prozent aller Geburten, jenseits von 42 Wochen bei bis zu 23 bis 52 Prozent.
  • Nur 3 bis 12 Prozent der Kinder mit mekoniumhaltigem Fruchtwasser entwickeln ein Mekoniumaspirationssyndrom.

Ätiopathogenese

Ätiologie und Risikofaktoren

  • Vor der 34. Woche ist Mekonium im Fruchtwasser selten, da Peristaltik und Motilinspiegel gering sind und der Analsphinkter gut schließt; das Mekoniumaspirationssyndrom betrifft daher vor allem reife und übertragene Neugeborene.
  • Bei einem Frühgeborenen ist Mekoniumabgang nie als normal anzusehen.

Klinik

Klinik und Komplikationen

  • Zur Atemnot tragen Zytokinfreisetzung, Atemwegsobstruktion, verminderte Surfactantbildung und Surfactant-Inaktivierung sowie eine chemische Pneumonitis bei.
  • Eine vollständige Bronchusobstruktion führt zu Atelektasen, eine teilweise über einen Ventilmechanismus zu Air trapping mit Überblähung und Luftleck wie Pneumothorax oder Pneumomediastinum.
  • Die persistierende pulmonale Hypertonie des Neugeborenen kann letztlich die lebensbedrohlichere Komplikation sein.
  • Klinisch zeigen sich Tachypnoe, Nasenflügeln, Einziehungen, Zyanose oder Sättigungsabfall, Rasselgeräusche und Giemen.

Diagnostik

  • Der Verdacht entsteht bei Atemnot nach Geburt aus mekoniumhaltigem Fruchtwasser; eine gelbgrüne Verfärbung von Nabelschnur, Nagelbetten oder Haut zeigt eine mehrstündige Mekoniumexposition an, ist aber nicht beweisend.
  • Bestätigt wird die Diagnose durch das Röntgenbild des Thorax mit Überblähung, wechselnden Atelektasen, fleckig-streifigen Verdichtungen und abgeflachtem Zwerchfell.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Mekoniumhaltiges Fruchtwasser mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.