Nabelschnurumschlingung und Nabelschnurknoten
Prüfungsrelevanz: in 1 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 171
- Synonyme
- Nodus verus, Nabelschnurknoten
- Fachgebiet
- Geburtshilfe · Geburt & Wochenbett
- Bilder
- Klinik 2
- Prüfungsrelevanz
- 1 von 197 Protokollen · Rang 171
- Stand
- 10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
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Vorkommen & Epidemiologie
Epidemiologie
- Echte Knoten kommen bei 0,04 bis 3 Prozent aller Geburten vor.
- Bei monochorial-monoamnioten Zwillingen ist eine Nabelschnurverschlingung sehr häufig, in einer kleinen Studie bei allen 18 Schwangerschaften.
Ätiopathogenese
Ätiologie und Risikofaktoren
- Die Nabelschnur ist im Mittel 50 bis 60 cm lang; lange Nabelschnüre (über 70 cm) gehen mit häufigeren Umschlingungen, echten Knoten und Torsionen einher.
- Echte Knoten entstehen meist früh in der Schwangerschaft (etwa 9.–12. Woche), wenn das Fruchtwasservolumen im Verhältnis zum Feten groß ist, durch Purzelbewegungen des Feten durch eine Nabelschnurschlinge, und können sich später allmählich zuziehen.
- Begünstigend wirken eine lange Nabelschnur, Polyhydramnion, vermehrte Kindsbewegungen, Gestationsdiabetes, Multiparität, männliches Geschlecht und chronische Hypertonie.
Klinik
Klinik und Komplikationen
- Die meisten Halsumschlingungen gehen nicht mit perinataler Morbidität oder Mortalität einher; Probleme entstehen vor allem bei straffer Umschlingung.
- Lockere Knoten beeinträchtigen den venösen Perfusionsdruck nicht; ziehen sie sich zu, steigt der Widerstand; echte Knoten sind mit einem 4- bis 10-fach erhöhten Totgeburtsrisiko verbunden.
Diagnostik
- Farb- und Power-Doppler sowie 3D-Sonographie verbessern die pränatale Erkennung echter Knoten; da nicht die ganze Nabelschnur darstellbar ist, bleiben viele Knoten bis zur Geburt unentdeckt, und falsch positive Befunde sind möglich.
- Eine Nabelschnurverschlingung monoamnioter Zwillinge kann sonographisch bereits ab etwa der 10. Woche erkannt werden.
Weiterlernen in der App
Weiterführende Literatur (Auswahl)
Querverweise
Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.