Meigs-Syndrom

Prüfungsrelevanz: in 2 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 144

Fachgebiet
Gynäkologie · Ovar & Adnexe
Bilder
Mammographie/MRT 1 · Endoskopie & Makro 1 · Histologie & Zytologie 1
Prüfungsrelevanz
2 von 197 Protokollen · Rang 144
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Definition
  3. Einteilung
  4. Vorkommen & Epidemiologie
  5. Klinik
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (3)

Meigs-Syndrom – Mammographie/MRT: CT (Becken, mit Kontrastmittel, axial/koronar/sagittal): Ovarialfibrom rechts bei einer 37-Jährigen – große, glatt begrenzte solide Raumforderung (orange markiert); Fibrome sind der …Mammographie/MRT
CT (Becken, mit Kontrastmittel, axial/koronar/sagittal): Ovarialfibrom rechts bei einer 37-Jährigen – große, glatt begrenzte solide Raumforderung (orange markiert); Fibrome sind der …Bild: Hellerhoff (Wikimedia Commons) · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Meigs-Syndrom – Endoskopie & Makro: Makroskopie: Ovarialfibrom – fester, gelappter Tumor mit weiß-gelblicher, faseriger Schnittfläche; Restovar nur als schmaler RandsaumEndoskopie & Makro
Makroskopie: Ovarialfibrom – fester, gelappter Tumor mit weiß-gelblicher, faseriger Schnittfläche; Restovar nur als schmaler RandsaumBild: Ed Uthman from Houston, TX, USA (Wikimedia Commons) · CC BY 2.0 · Quelle
Meigs-Syndrom – Histologie & Zytologie: Histologie (HE): Ovarialfibrom – zellarme Proliferation spindeliger Fibroblasten mit kollagenem Stroma in wirbeligen FaszikelnHistologie & Zytologie
Histologie (HE): Ovarialfibrom – zellarme Proliferation spindeliger Fibroblasten mit kollagenem Stroma in wirbeligen FaszikelnBild: Ed Uthman from Houston, TX, USA (Wikimedia Commons) · CC BY 2.0 · Quelle
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Definition

  • Das Meigs-Syndrom bezeichnet einen gutartigen Ovarialtumor, klassisch ein Fibrom, mit Aszites und Pleuraerguss.
  • Zu den 1954 von Meigs festgelegten Kriterien gehören ein gutartiger Ovarialtumor wie Fibrom, Thekom, Granulosazelltumor oder Brenner-Tumor, Aszites, Pleuraerguss sowie die Rückbildung beider Ergüsse, sobald der Tumor nicht mehr vorhanden ist.

Einteilung

  • Liegt ein anderer Tumor zugrunde, etwa andere gutartige Ovarialtumoren wie Struma ovarii, muzinöses Zystadenom oder Teratom, ein Leiomyom des Uterus oder Ovarialmetastasen, spricht man vom Pseudo-Meigs-Syndrom.

Vorkommen & Epidemiologie

Epidemiologie und Pathogenese

  • Das Syndrom betrifft etwa 1 % der Ovarialtumoren; bei Ovarialfibromen findet sich in 10–15 % Aszites und in 1 % ein Hydrothorax.
  • Vor dem dritten Lebensjahrzehnt ist es sehr selten, danach nimmt die Häufigkeit bis zu einem Gipfel im siebten Lebensjahrzehnt zu; meist sind postmenopausale Frauen betroffen.
  • Die genaue Pathogenese ist unklar; angenommen wird, dass Flüssigkeit aus der Bauchhöhle durch Zwerchfelllücken oder über Lymphbahnen in den Pleuraraum gelangt und dort einen exsudativen Erguss verursacht.

Klinik

  • Typisch sind Dyspnoe, trockener Husten und schmerzhafte Bauchumfangszunahme; der Pleuraerguss ist in etwa 70 % rechtsseitig, in je 15 % links oder beidseitig.

Diagnostik

  • Bei der Untersuchung fallen eine Raumforderung im Adnexbereich, ein abgeschwächtes Atemgeräusch und Aszites auf; die Bildgebung bestätigt die Beckenraumforderung.
  • Sonographisch zeigen sich Aszites, gegebenenfalls Pleuraergüsse und eine gut abgegrenzte Adnexraumforderung ohne vermehrte Vaskularisation.
  • CA 125 kann erhöht sein; der Mechanismus ist unklar, vermutet wird eine Expression durch das Mesothel.
  • Die endgültige Diagnose ergibt sich erst aus der Rückbildung der Ergüsse und der histologischen Bestätigung des Tumors.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Meigs-Syndrom mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. Meigs' and Pseudo-Meigs' syndrome (Australas J Ultrasound Med 2012, PubMed Central)
  2. StatPearls: Meigs Syndrome (NCBI Bookshelf)

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.