Ovarialkarzinom

Prüfungsrelevanz: in 51 von 197 Prüfungsprotokollen · Rang 6

Synonyme
Eierstockkrebs, Ovarialtumor, high-grade seröses Karzinom, HGSC
Fachgebiet
Gynäkologie · Ovar & Adnexe
Bilder
Endoskopie & Makro 2 · Sonographie 1
Prüfungsrelevanz
51 von 197 Protokollen · Rang 6
In der App
4 Karteikarten · GynFuchs
Stand
10/2026 · Dr. Pascal Bafteh
Inhalt
  1. Bilder (3)
  2. Einteilung
  3. Ätiopathogenese
  4. Klinik
  5. Histologie
  6. Diagnostik
  7. Weiterlernen in der App
  8. Weiterführende Literatur (Auswahl)
  9. Querverweise

Bilder (3)

Ovarialkarzinom – Endoskopie & Makro: Laparoskopie: bilaterale Ovarialtumoren mit Tumoraussaat im kleinen Becken (histologisch war dieser Fall ein Lymphom, makroskopisch das Bild eines Ovarialkarzinoms)Endoskopie & Makro
Laparoskopie: bilaterale Ovarialtumoren mit Tumoraussaat im kleinen Becken (histologisch war dieser Fall ein Lymphom, makroskopisch das Bild eines Ovarialkarzinoms)Bild: Cheng IN, Chang C, Tsai HM, Hsu YT, Huang YF. (Discover oncology 2025) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
Ovarialkarzinom – Sonographie: Freie Flüssigkeit im Douglas-Raum neben Uterus und OvarSonographie
Freie Flüssigkeit im Douglas-Raum neben Uterus und OvarBild: Mikael Häggström (Wikimedia Commons) · CC0 · Quelle · Ausschnitt
Ovarialkarzinom – Endoskopie & Makro: Laparoskopie: dicht besetzte Tumorknötchen auf Omentum und OberbauchperitoneumEndoskopie & Makro
Laparoskopie: dicht besetzte Tumorknötchen auf Omentum und OberbauchperitoneumBild: Cheng IN, Chang C, Tsai HM, Hsu YT, Huang YF. (Discover oncology 2025) · CC BY 4.0 · Quelle · Ausschnitt
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Einteilung

Stadien

  • FIGO I: Das Stadium FIGO I beschreibt eine Begrenzung auf die Ovarien beziehungsweise Tuben.
  • FIGO IC: Ein Stadium FIGO IC liegt vor bei Kapselruptur, Tumor an der Oberfläche oder positiver Spül- beziehungsweise Asziteszytologie.
  • FIGO II: Das Stadium FIGO II bedeutet eine Ausbreitung im kleinen Becken.
  • FIGO III: Das Stadium FIGO III beschreibt Peritonealmetastasen außerhalb des kleinen Beckens oder retroperitoneale Lymphknotenmetastasen.
  • FIGO IV: Das Stadium FIGO IV umfasst Fernmetastasen, wobei der maligne Pleuraerguss als IVA gilt.

Die drei Gruppen

  • Ursprungsgewebe: Nach ihrem Ursprungsgewebe unterscheidet man epitheliale Tumoren, Keimzelltumoren und Keimstrang-Stroma-Tumoren.
  • Häufigkeit: Die Mehrzahl aller Ovarialkarzinome sind epitheliale Tumoren.
  • Vierte Gruppe: Als vierte, nicht-primäre Gruppe kommen Metastasen anderer Organe im Ovar hinzu.

Ätiopathogenese

Wer getestet wird

  • Testmaterial: Getestet wird die Keimbahn aus Blut und zusätzlich der Tumor auf somatische Mutationen und homologe Rekombinationsdefizienz.
  • Prävalenz: Etwa jedes fünfte Ovarialkarzinom trägt eine Keimbahnmutation in BRCA1 oder BRCA2.

Klinik

Warum es spät auffällt

  • Frühsymptome: Die Frühsymptome des Ovarialkarzinoms sind typischerweise unspezifisch — Zunahme des Bauchumfangs, Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Verdauungs- und Miktionsbeschwerden.
  • Ausbreitung: Die Ausbreitung erfolgt überwiegend intraperitoneal durch Abschilferung von Tumorzellen entlang der Peritonealoberflächen.
  • Häufiger Mitbefall: Aufgrund des Ausbreitungswegs ist beim Ovarialkarzinom häufig der Darm mit seinem Serosaüberzug mitbetroffen.

Weitere Fakten aus den Lernfragen

  • Das Stadium FIGO I beschreibt einen Tumor, der auf die Ovarien oder die Eileiter begrenzt ist.
  • Dies stellt das früheste Stadium der Erkrankung dar.
  • Das Stadium FIGO IC liegt bei einem auf die Ovarien begrenzten Tumor vor, wenn zusätzliche Kriterien erfüllt sind.
  • Dazu gehören eine Kapselruptur, Tumorwachstum an der Ovaroberfläche oder eine positive Aszites- bzw. Spülzytologie.
  • Das Stadium FIGO IV umfasst Fernmetastasen.
  • Ein maligner Pleuraerguss wird spezifisch als Stadium IVA klassifiziert.
  • Das Stadium FIGO II ist definiert als eine Ausbreitung des Tumors innerhalb des kleinen Beckens.
  • Dies kann beispielsweise den Befall von Uterus, Blase oder Rektum umfassen.
  • Peritonealmetastasen außerhalb des kleinen Beckens entsprechen dem Stadium FIGO III.
  • Das Stadium FIGO II beschreibt eine Ausbreitung, die auf das kleine Becken beschränkt ist.

Histologie

Die epithelialen Tumoren

  • Häufigster Typ: Der häufigste Typ des Ovarialkarzinoms ist das high-grade seröse Karzinom.
  • Ursprung des HGSC: Sein Ursprung liegt nach heutigem Verständnis oft im Fimbrienende der Tube, ausgehend von einem serösen tubaren intraepithelialen Karzinom.
  • Assoziation: Das klarzellige und das endometrioide Karzinom sind assoziiert mit der Endometriose.

Diagnostik

Klinische Abklärung

  • Klinische Untersuchung: Zusätzlich werden klinisch rektovaginal, die Leistenlymphknoten und die Supraklavikularregion.

CA 125

  • Definition: CA 125 ist ein Glykoprotein des Zölomepithels, das beim serösen Ovarialkarzinom in etwa 80 Prozent erhöht ist.
  • Falsch-positive Erhöhung: Falsch erhöht ist CA 125 bei Endometriose, Myomen, Adnexitis, Schwangerschaft, Leberzirrhose, Aszites und jeder Peritonealreizung.

HE4 und ROMA

  • Vorteil HE4: Der Vorteil des humanen Epididymisproteins 4 (HE4) gegenüber CA 125 ist, dass es bei Endometriose nicht ansteigt und damit spezifischer bleibt.
  • ROMA-Index: Der ROMA-Index verrechnet CA 125 und HE4 mit dem Menopausenstatus zu einer Risikowahrscheinlichkeit.
  • Nutzen: Der Nutzen des ROMA-Index liegt in der Triage unklarer Adnexbefunde, ergänzend zum Ultraschall — nicht als Ersatz dafür.

Weiterlernen in der App

In der GynFuchs-App lernst du Ovarialkarzinom mit Karteikarten, Prüfungsfragen und Bildaufgaben (Kolposkopie, Sonographie, CTG) – kostenlos, im Browser oder als App.

In der App: 4 Karteikarten zu diesem Thema

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Weiterführende Literatur (Auswahl)

  1. StatPearls: Epithelial Ovarian Cancer (NCBI Bookshelf)
  2. DocCheck Flexikon, Ovarialkarzinom
  3. DocCheck Flexikon, Ovarialtumor
  4. DocCheck Flexikon, CA 125
  5. DocCheck Flexikon, BRCA1

Querverweise

Hinweis: Lerninhalt aus der GynFuchs-App (Karteikarten, Prüfungsfragen, Bildfälle) für die ärztliche Aus- und Weiterbildung – keine Behandlungsempfehlung und kein Ersatz für Diagnose oder Therapieentscheidung im Einzelfall. Therapie und Vorgehen werden auf dieser Seite bewusst nicht dargestellt.